Verrenberg HistorischDas neue Schulhaus in Verrenberg Nr.116 in Verrenberg



Am Samstag, den 20.07.1963, weihten die Verrenberger ihr neues Schulhaus im Rahmen eines großen Festaktes ein.

Das neue Verrenberger Schulhaus um 1963 Oberlehrer Günther, Verrenberg
Feierlich überreichte Architekt Erwin Greiner dem damaligen Bürgermeister Herrn Carle den Schulschlüssel.
Oberlehrer Günther, der den Schlüssel aus der Hand des Bürgermeisters erhielt, war der erste und 1963 vorerst einzige an dieser Schule unterrichtende Lehrer.

Bild rechts: Oberlehrer Günther, der bis einschließlich 1972 die ersten vier Klassen in Verrenberg allein zu unterrrichten hatte.

Eingangsbereich der neuen Verrenberger Schule Auszug aus der Tageszeitung vom 19.07.1963:
"Einmütig kamen die Gemeinderäte vor einigen Jahren zu dem Schluss, dass eine neue Schule nötig sei. Und die ganze 350 Einwohner zählende Gemeinde teilte diesen Standpunkt.
Nach Verhandlungen mit Bezirks- und Oberschulamt, nach langem Wälzen des Finanzierungsproblems - der Kostenvoranschlag für die Schule belief sich auf 240 000 Mark … - ging man im Frühjahr 1961 daran, den Bau zu beginnen.
Die Lage der Schule ist geradezu ideal. Die Klassenfenster weisen nach Süden, der Blick geht auf Wiesen und Weinberg, anschauliche Heimat- und Wirtschafts-kunde für die 50 jungen Verrenberger, die hier von den Sommerferien an die neuen, modernen Schul-bänke drücken werden. …
Man hat vorsorglich auf Zuwachs gebaut. Zwei Klassenräume im ersten Stock, durch eine Faltwand miteinander verbunden, sollen als eigentliche Unterrichtsräume dienen.
Neben der einen Klasse befindet sich ein großzügiger Gruppenraum, den der Lehrer von der Klasse aus jederzeit durch eine Glaswand beobachten kann. In dem Raum selbst bieten Wandschränke Platz für Lehr- und Lernmittel. Ein gemütliches Lehrerzimmer ergänzt die Raumaufteilung im Obergeschoss.

Im Untergeschoss hat ein klassengroßer Ausweichraum seinen Platz. Er kann gleichzeitig als Gymnastiksaal benutzt werden. Umkleideraum und Duschraum, auch für die Bevölkerung und vor allem für den Sportverein gedacht, haben ebenfalls …ihren Zugang.
Vor der Schule entstand eine überdachte Pausenhalle und ein großer Schulhof. Gegenüber der Schule soll noch eine Wiese als Spielplatz zum Schulgelände kommen."


Die Verrenberger Sonntagsschule zog zeitlich gleich mit der Schule zusammen vom alten ins neue Schulhaus um.

Seitdem sind über 50 Jahre vergangen, unsere Schule ist aus Verrenberg nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren hat sich einiges verändert, aber auch alt Bewährtes wurde gepflegt und gehört zu einem wichtigen Teil der Verrenberger Geschichte. Wenn man heute durch die Räume wandelt, entdeckt man Zeichen von vergangenen Zeiten.

Das Gebäude wurde räumlich, seit der Planung von 1963, nicht mehr erweitert oder umgebaut. Vielmehr bauliche und räumliche Modernisierungen in und um das Schulgebäude, neue Raumgestaltungen und -ausstattungen prägen das heutige Schulbild. Der Gymnastikraum im Unterschoss wich einem dritten Klassenzimmer. Den damals angedachten Umkleide- und Duschraum nutzen Schüler wie Lehrer als einen Garderobenraum. Alle 3 Klassenräume erfuhren, dank der Umsichtigkeit des Schulträgers, eine Aufwertung durch schalldämmende Wandverkleidungsplatten.
Im Gruppennebenraum des 1. Obergeschosses, kann man seit Jahresbeginn 2013 eine hoch moderne, funktionale Einbauküche bestaunen.
Drei Kolleginnen, des 42-köpfigen der Schillerschule zugehörigen Gesamtkollegiums, unterrichten im Festjahr 2014 in Verrenberg.

   Hier können sie die Lage der neuen Schule und des neuen Lehrerwohnhaus im Ort gut erkunden [Mai 2021].

Hier finden sie auch noch einige Bilder zum Bau der neuen Schule.

2021 soll eine einzügige Grundschule entstehen. Das gelingt, indem ein viertes Klassenzimmer angebaut wird. Kosten: rund 700 000 Euro.

Die Schule im Mai 2021.
Rechts der Anbau des 4.Klassenzimmers

Gesamtsicht auf die neue Schule und
das ehemalige Lehrerwohnhaus.
 

Quellennachweis.

Claudia Bohn, Rektorin Schillerschule Öhringen