Verrenberg HistorischDie Familie Wilhelm Franz Happold
(1779-1855) in Verrenberg

Wilhelm Franz Happold erwirbt das aktive Bürgerrecht durch Gutsübernahme - 1803
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: durch Geburt
Art und Zeit des Eintritts in das aktive Bürgerrecht: durch Gutsübernahme ao 1803

Inventur u Teilung - Wilhelm Franz Happold - 1855
Die Erben des Wilhelm Franz Happold sind:
1. Des verst. Bruders Christian Friedrich Happold gew. Ochsenwirths in Michelbach hinterlassene einzige Tochter Namens
Caroline Sophie Christine, Friedrich Daniel Weisert Oekonoms Wittb in Michelbach.
2. Maria Regine, Johann Heinrich Augsts Ehefrau in Forchtenberg.
3. Der verst. Schwester Friederike Fr.... gew. Ehefrau des Georg Baltes Ungerer in Affaltrach.

Fahrnis Versteigerung des verstorbenen Franz Happold
am 24.Mai 1855

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Christian Franz Atz ist der Enkelsohn von Franz Happold - 1855
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 12.Mai 1855 findet sich folgendes:
Es erschien der Sohn des verstorbenen Gottlieb Atz gewesenen Sonnenwirth Franz Atz ld. 23 Jahre welcher unter Verwaltung des Pflegers Gemeindepfleger Mattheus Mugele von hier sich befindet, und trägt folgendes vor.
Ich habe ohnlängst von meinem Großvatter Franz Happold seine an Besizthum gewesenen Liegenschaft käuflich über nommen Beziehungsweise nach meinem Großvatter seinen lezten Willens Verordnung käuflich übernehmen müssen, da ich aber noch nicht Selbstständig und noch unter Verwaltung meines Vermögens unter Verwaltung meines Pflegers stehe so bitte ich unterthänigst den Gemeinderath Beziehungsweise ein K. Hochlöbl. Ober Amt Oehringen mich von der Mienderjährigkeit zu Dispenziren, und mich in den Stand zu sezen daß ich meine erkauftes Anwesen und Vermögen selbst in Verwaltung bekommen, und von der Pflegschaft entlassen, welches voraussichtlich meinem Pfleger viele Mühe verursachen würde dieses erkaufte Anwesen ........ Pflegschaftlich zu verwalten.
Der Gemeinderath hat daher einstimmig Beschlossen, daß es wünschenswerth wäre wenn
1) Der Bittsteller von dem K. OberAmt von der Minderjährigkeit Dispenzirt, und sein Vermögen selbst in Verwaltung bekommen würde. Denn es wird hiemit den Bittsteller
2) Gemeinderäthlich bezeugt, daß er sich als ein verständiger und sparsamer Landwirth geziemt auch noch nie in einer Untersuchung gestanden und in seinen jungen Jahren für das ganze Anwesen per Arbeiten gesorgt und vollzogen auf seinen Großvatter treulich an die Hand gegangen ist, wie es einem geziemten Enkelsohn zusteht.

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Pfedelbacher Oberamtsrechnungen von 1806
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828
Kreisarchiv Neuenstein: Der Hohenloher Bote; 1855
Ortsarchiv Verrenberg: Inventur u Teilung
HZA Ba 115/ 710 Amtsrechnungen 1800/01