Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.1 in Verrenberg

Links: Aufnahme von 2005   Mitte: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen. Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 1 Kartenausschnitt aus Karte von 1818; Haus Nr. 1 Haus Nr. 1 in Verrenberg

Die Bewohner

Im Lagerbuch von 1684 ("Steuerliste" S.7) wird Hannß Jerg Hammel als Eigentümer genannt.
Als Nachtrag findet sich ein Hannß Conrad Meisner mit 1/2.

Im Lagerbuch von 1740 ("Steuerliste" S.192) wird Hannß Heinrich Schoch als Eigentümer genannt. In diesem Jahr wure die Scheune gebaut, folgte danach das Haus?
War sein Schwiegersohn Johann Balthas Jacob der nächste Eigentümer? Dann wäre das Gut sicherlich an dessen Sohn Georg Philipp Jacob über gegangen.
Der im Urkataster erwähnte Nachbesitzer Georg Weiß dürfte mit der Frau von Georg Philipp Jacob verwandt gewesen sein. Diese war eine geborene Weiß und ebenfalls aus Zweiflingen.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wird als Eigentümer Georg Weiß angegeben. Vermutlich hatte er den Hof geerbt.

Aus Anlass seiner Hochzeit kaufte sein Sohn Johann Georg Friedrich Weiß 1858 den Hof. Dieser zog 1872 in das Haus Nr.49, als dieses zum Verkauf stand!

Im Feuerversicherungsbuch (1869) wird 1874 als neuer Besitzer Jakob Haeffele, und ein Jahr später 1875 dann Christian Fischer genannt.

Im Nachtrag zum Urkataster von 1899 wird Johann Christian Fischer noch als Hofeigner genannt.

Laut dem Feuerversicherungsbuch von 1896 war Heinrich Christian Schumacher ab 1909 auf dem Hof. Heute wohnt hier die Familie Otto Schumacher.

Bauliche Entwicklung

Im Lagerbuch von 1684 heist es:
Ein öder Hauß und Scheurenplatz, unter welchem Hausplatz annoch ein Brauchbar gewölbter Keller, ...

Im Lagerbuch von 1740 heist es:
Ein öden Hauß Platz, worrauf der Zeit eine Scheuren gebauet, und unter solcher ein gewölbter Keller sich befindet, ...

Die obrigen Ausschnitte von 1818 und 1833 zeigen noch Haus und Stall als getrennte Gebäude.

Im Schätzungsprotokoll von 1861 wird die Höhe des einstockigen Hauses noch mit 9 Fuss angegeben. In der Zeit bis 1869 wurde wohl ein Stockwerk aufgesetzt.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Georg Weiß Ein zweistockiges Wohnhaus von Stein und Fachwerk mit Giebeldach nebst dem 1 stockig Schweinestall von Stein mit Pultdach 25,5'
28,5'
15'
16'

8'
7'
5'
2'
1.   2 1 1 1 Futterboden
2 Dachböden mit 2 Kammern
1 Schweinestall
Ziegel Im ersten Stock Steine sonst gem. Fachwerk Keine u. gesetzlich ... .... entfernt Fundament u. Sockelmauern --- 750 III 750 alter Anschlag 500f.
(1861)


1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein zweistockiges Wohnhaus an der alten Oehringer Steige von gemischter Bauart unter Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 1600 Mark.

Im Nachtrag zum Primärkataster von 1899 zeigt sich der Hof baulich unverändert.
1918 kamen im Haus drei elektrische Glühlampen und im Stall ein 2 PS Motor hinzu.
Zwei Jahre später folgte eine Kolbenpumpe.
1923 wurde dann ein Stall an die Scheune angebaut.
1925 wurde dann das alte Wohnhaus abgebrochen und als Verlängerung der Scheune neu errichtet. Es werden jetzt 6 elektr. Brennstellen gezählt.

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684


Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800


Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 1

Nachtrag zum Primärkataster, 1899

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1899; Haus 1 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1899; Haus 1

Nachtrag zum Primärkataster, 1923 - Ergänzungskarte zum Primärkataster

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1923; Haus 1 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 1

Es fehlen noch folgene Einträge:
1926/384
1927/18
1965/214 und 215
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869