Verrenberg Historisch

Haus Nr. 11 in Verrenberg (Heute: Hinter dem Kriegerdenkmal


Aufnahme von 2005
Platz wo das Häuslein stand

Aufnahme von 2005
Platz wo das Häuslein stand
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 11
Urkataster von 1833
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 11
Karte von 1818

Lage des Haus im Ort


Links: Etwa an Stelle des heutigen Kriegerdenkmals war der alte Feuerlöschteich. Dahinter war das Haus Nr.11

Die Bewohner

Im Lagerbuch von 1684 (Seite 34a) ist Philip Bendt als Eigentümer eingetragen. Er musste folgende jährliche Gülth bezahlen:
6 Kreuzer "an Geldt" und
1 Faßnachthuhn

Im gleichen Buch ist Hannß Michel Knorr als Nachbesitzer verzeichnet.

Im Lagerbuch von 1740 (Seite 266) ist sein Schwiegersohn Hans Georg Steinbach als Eigentümer eingetragen. Er musste folgende jährliche Gülth bezahlen:
  6 Kreuzer "an Geldt" und
  12 Kreuzer "Vor 1 Faßnacht Huhn"

Nach dem Tod von Hans Georg Steinbach und seiner Frau 1773 wurde Haus und Hof versteigert.
Johann Michael Schrot kaufte u.a. Haus und Scheune um 125fl. um beides sofort an Georg Mathes Krämer weiter zu verkaufen.

Für das Jahr 1774 ist Georg Matthäus Krämer als neuer Eigner eingetragen. Sein Schwiegersohn Georg Michael Schanzenbach war dann ab 1800 der neue Besitzer. Er war später dann im Haus Nr.31.

1817 wird im Im Unterpfandsbuch die Witwe des Andreas Frank als Besitzerin angegeben. Hatte sie das Haus in diesem Jahr gekauft?

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 werden als Eigentümer Georg Frank genannt. War zuvor sein Vater auf dem Haus oder hatte er es gekauft?
Nach seinem Tod 1856 wurde das Haus an Jacob Utz verkauft und von diesem abgebrochen.

Bauliche Entwicklung

Im Lagerbuch von 1684 (Seite 34a) wird der Hof so beschrieben:
"Von einem Häuslein bey der Werren...

Im Lagerbuch von 1740 (Seite 268) wird der Hof so beschrieben:
"... Bestehet in einem Häuslein bey der vor alters so genannten Wörren ...

In der Zeit von 1818 bis 1856 gab es keine bauliche Veränderungen.

Im Gemeinderathsprotokoll vom 17.Februar 1847 heist es zu einem Gesuch von Johann Georg Frank:
" ... daß sein Haus sehr baufällig ist und abgebrochen werden müsste wenn es nicht repariert werden könnte ..."

Es wurde dann 1856 abgebrochen.

Im Schätzungsprotokoll von 1896 wird ein Schuppen des Nachbarn Leonhard Hofmann (Haus Nr.10b) an dieser Stelle beschrieben.

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684

Nst: Ba 55 / Bd 79; Haus 11

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 11

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 11

Nachtrag zum Primärkataster, 1856

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1856; Haus 11 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1856; Haus 11

Nachtrag zum Primärkataster, 1877

Nachtrag zum Primärkataster 1877, Haus 11 in Verrenberg

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Durchgreifende Gebäudeschätzungen, Gde. Verrenberg; Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 II / Bü 1452
Ortsarchiv Verrenberg: Unterpfandsbuch