Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.19 in Verrenberg

Links: Aufnahme von 1926   Mitte: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen. Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 19 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 19-21 Haus Nr. 19 in Verrenberg

Die Bewohner

Bei der Erstellung des Urkatasters 1839 wurde als Eigentümer Georg Weipert genannt.
Die Hälfte des Kellers gehörte dem Sonnenwirth Gottlieb Atz. Dieser tauschte diesen 1846 gegen das Haus Nr.23 des Johann Balthes Käppler
Haus Nr. 19 in Verrenberg - 2005 Haus Nr. 19 in Verrenberg - 2005 Haus Nr. 19 in Verrenberg - 2005
Im Schätzungsprotokoll von 1861 wird Weipert´s Schwiegersohn Johann Jacob Sebbach als Besitzer genannt.
Dieser übergab den Hof an seinen Sohn Jacob David Sebbach.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 ist Jakob Sebbach als Besitzer eingetragen.
In einem Nachtrag des Schätzungsprotokolls (1869) von 1891 wird sein Schwiegersohn Christian Michael Hettenbach als neuer Besitzer genannt.
Da dieser im selben Jahr noch nach Kesselfeld zog, übernahm 1892 sein Schwager Jakob Seebach den Hof.

Der folgende Eintrag gibt für 1924 Johann Schmelzle und für 1927 Wilhelm Herbst an.
Ein nichtdatierter Nachtrag gibt dann Friedrich Waldbüßer als Besitzer an. Die Familien Herbst und Waldbüßer hatten die Häuser (Nr.19 und Nr.43 getauscht).

Vermutlich war nach dem Tod von Jacob David Sebbach 1917 erst noch sein Sohn Otto Sebbach auf dem Guth war. Dieser wird 1932 auf dem Hof Nr.56 verzeichnet.

Friedrich Waldbüßer war, wie sein Vater, Hausmetzger. Mit ihm starb diese Tradition aus.


Bauliche Entwicklung

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Jakob Seebach Ein einstockiges Wohnhaus und Scheuer mit Fachwerk unter Giebeldach 43'
38'
8,5'
20'

20,5'
38'
13'
20'
1.   1 1 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 4 Kammern

1 Tenne
Ziegel das Haus von Fachwerk 1/2 Stein gemauert   Fundament, Keller u. Sockelmauern --- 1000
350
IV 1250
437
alter Anschlag 600f/400f.
(1861)



1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk unter Giebeldach, ohne eigene Wand an die Scheuer Nr.19a angebaut."
Der Versicherungsanschlag betrug 2400 Mark.

Laut Feuerversicherungsbuch von 1896 wurde die Scheune 1876 neu gebaut.

In Verrenberg heist es, dass der große Keller (unter Haus und Scheune) ursprünglich den Hohenloher Fürsten gehörte und erst später darauf ein Wohnhaus erstellt wurde. Es gab aber Kellereien in Öhringen und Pfedelbach, so dass hier zumindest ein Fragezeichen angebracht ist.
Der große Keller diente im II.WK als Schutzraum. Welche Funktion hatte er ursprünglich?

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 19

Nachtrag zum Primärkataster 1875-76

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg 1875-76; Haus 19 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg 1875-76; Haus 19

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869