Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.26 in Verrenberg

Links: Aufnahme von 2006    Rechts: Inschrift in der Scheune Haus Nr. 26; 2006  zum Haus Nr. 26; 2006

Links: Karte von 1818    Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 26 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 26

Die Bewohner

Nach mündlicher Überlieferung soll das Haus um 1796 neu entstanden sein.
War der unten genannte Johann Peter Beyerbach der Erbauer?
Es wäre aber auch denkbar, dass es der 1. Ehemann seiner Frau, Heinrich Steinbach das Haus bereits um 1784 erbaute.

Die Stieftochter von Johann Peter Beyerbach, Dorothea Magdalena Steinbach heiratete 1800 Friedrich Ilßhöfer.
1823 verkaufte die Witwe des Friedrich Ilßhöfer ihren Hof um 278fl. an Johann Peter Frank.
Er musste den Stiefschwiegervater der Verkäuferin, Johann Peter Beyerbach u.a. den "unentgeltlichen Sitz in der Stuben Kammer geben".

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wird als Eigentümer Johann Peter Frank genannt. Nach ihm war sein Sohn Georg Peter Frank neuer Besitzer.
Nächster Eigentümer war wiederum der Sohn Johann Peter Christian Frank. Als dieser 1903 stirbt, heiratete seine Witwe drei Jahre später Carl Friedrich Härterich.
Um 1932 geht der Hof dann an den Sohn Friedrich Karl Härterich über.

Bauliche Entwicklung

Auf der Zeichnung Creutzfelder´s von 1670 ist an dieser Stelle noch kein Gebäude zu erkennen. Erst auf der Karte von 1818 ist dieser Hof nachweisbar.
Nach mündlicher Überlieferung soll das Haus um 1796 neu entstanden sein.
Im Kaufbuch von 1823 wird das Haus so beschrieben: "Ein 1stockiges Haus und Scheune unter einem Dach ..."

Zeichnung Haus 26 1861 Verrenberg Bild links: Zeichnung von 1861

Im unteren Eintrag des Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus

(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Peter Frank Ein einstockiges Wohnhaus mit angebauter Scheuer von Fachwerk mit Giebeldach

1 Remise
42'
29,5'
8,5'
17'

26,5'
29,5'
10,5'
17'

13,5'
29,5'
6,5'
17'
1.   3 1 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern

1 Tenne
1 Stall
Ziegel gem. Fachwerk Backofen Fundament gew: Keller u. Sockelmauern --- 1050
500
150
IV 1312
625
187
alter Anschlag 675f./500f./125f.
(1861)


1877 wurde das Haus neu erbaut.

1892-93 wurde die Scheune 26c neu gebaut.

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges 1877 erbautes Wohnhaus im obern Dorf von Fachwerk auf hohem Sockel unter Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 5100 Mark.
1911 wurde eine elektr. Lichtanlage mit zwei Glühlampen eingebaut.

1934 entstand dann die Scheune (26B) in der heutigen Form.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 26

Nachtrag zum Primärkataster, 1892-93

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1892-93; Haus 26

Es fehlen noch folgene Einträge:
1854-55/44
1867-68/585
1876-77/159
1933/395
1939/456
1962/159
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869