Verrenberg Historisch

Haus Nr. 31 in Verrenberg (Lindelbergstraße 4)


Aufnahme Ludwig Adam Bort 1939
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 31
Karte von 1818
Kartenausschnitt aus Karte von 1833; Haus Nr. 31
Urkataster von 1833

Scheune 31a

Lage des Haus im Ort

Haus Nr.31

Scheune Nr.31a

Scheune Nr.31b

Leerer Platz nach dem Abriß Oktober 2015


Die Bewohner

1824 verkaufte Georg Michael Schanzenbach sein ganzes Södners Guth an seinen Sohn Johann Georg um 2400 Gulden. Da dieser 1833 Besitzer des Hauses Nr.31 war, handelte es sich vermutlich um dieses Objekt!
Georg Michael Schanzenbach selbst müsste es um 1817 gekauft haben.
Im Kaufvertrag von 1824 wird der Hof so beschrieben:
"... ein einstöckiges Wohnhauß samt einer 2 bahrnigten Scheuer, nebst 6 Ruthen Sommergarten".


Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Georg Schanzenbach genannt.
Im Schätzungsprotokoll von 1861 ist Christoph Lay als Eigner genannt. Nach seinem Tod 1874 kaufte Friedrich Reber das Haus. Er lebte dort fünf Jahre bis 1879


Im Feuerversicherungsbuch von 1896 steht Johann Schenk als Besitzer. Im Nachtrag von 1908 steht sein Schwiegersohn Ludwig Adam Bort.
1937 heiratet Gerhard Pietsch die Tochter Rosa Bort.

Bauliche Entwicklung

Von 1818 bis zum Bau der Scheune 31B 1892 durch Johann und Rosine Schenk scheint es keine baulichen Veränderungen gegeben zu haben.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Christoph Lay Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach 32,5'
33,5'
9'
17'
1.   3 2   1 geb. Keller
2 Dachböden mit 3 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk Backofen Fundament Keller u. Sockelmauern --- 1100 IV 1375 alter Anschlag 775f.
(1861)


Skizze des Hof No.31 in Verrenberg 1896 Skizze des Hof No.31 in Verrenberg 1896
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schenk Johann Bauer 1 stockiges Wohnhaus am Windischenbacher Weg von Fachwerk unter Giebeldach 9.45
7.25
Erdg 2.60
Dach 4.40
2 EG   2 EG
2 Dachboden
1 EG   1 geb Keller
1 Schweinestall
Dachplatten ausgemauertes Fachwerk Backofen auf Holzgebälg Mauern unter Erdgeschoßboden 2640 IV 3300 Alter ca. 150 Jahre
Unterhaltung gut
Unter nebigem Anschlag von 2200M inbegriffen ist ein Backofen mit Schweinestall ausgenommen Fundament

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schenk Johann Bauer 1 stockige Scheuer von gem Bauart unter Giebeldach; 9.70
7.90
3.50
Dach 5.00
        1 1 Tenne
1 Bare
Dachplatten Stallwände von Stein, sonst von ausgem Fachwerk nicht 4,29m z.D. vom Wohnhaus No.31 entfernt Fundament 2200 IV 2750 Alter ca. 150 Jahre
Unterhaltung gut
1892 baulich verbessert

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schenk Johann Bauer 1 stockige am Windischenbacher Weg freistehende 1892 erbaute Scheuer von Fachwerk mit Giebeldach 13.00
10.50
4.20
Dach 5.40
          1 Tenne
2 Bare
1 Remise
Dachplatten ausgemauertes Fachwerk 0 Fundament 2400; III 2400  


1911 wurde eine elektr. Anlage mit einer Glühlampe eingerichtet.

1899 wurde die Scheune 31A erweitert und der Schuppen 31C neu errichtet.

Der Eintrag zu 1922 fehlt noch. Wurde in diesem Jahr das Wohnhaus neu erbaut?

Am 19.Oktober 2015 wurde das Haus abgerissen.
Abbruch des Hauis Nr.31a
Für Details auf die Bilder klicken.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1892-93

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1892-93; Haus 31 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1892-93; Haus 31

Nachtrag zum Primärkataster, 1899

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1899; Haus 31 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1899; Haus 31

Ergänzungskarte zum Primärkataster

Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 30-31

Es fehlen noch folgene Einträge:
1922/90
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Unterpfandsbuch
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869