Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.40 in Verrenberg

Links das Haus 2005    Mitte Aufnahme von 1926 mit Haus Nr. 39 und 40
Rechts Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen. Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 40 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 40 Haus Nr. 40 in Verrenberg Haus Nr. 39 und 40 in Verrenberg, 1926

Die Bewohner

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer Michael Benz genannt. Sein Schwiegersohn Johann Peter Frank (Benzenfrank genannt) war der nächste Besitzer. Er starb 1876.

Laut dem Feuerversicherungsbuch (1869) war ab 1877 Georg Eberhard Fischer neuer Besitzer
Ab 1920 war dann sein Sohn Christian Fischer auf dem Gut.
Ihm folgte Adolf Ernst

Bauliche Entwicklung

1855 bittet Johann Peter Frank um Erlaubniß seinen an dem Haus angehängtem Geflügelstall zu einer Kammer einzurichten zu dürfen, welcher aber zu etwas höher und breiter bewerkstelligt werden müsse. Auf der Zeichnung von 1861 zeigt schön die Veränderung im Vergleich zum Urkataster von 1833.

Zeichnung Haus 40 1861 Verrenberg Bild links: Zeichnung von 1861
Im unteren Eintrag des Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus

(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Peter Frank .. Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebedach nebst dem einstockigen Anbau von Fachwerk mit Pultdach 32'
24'
8'
12'

11,5'
12'
8,5'
7'
2   2 1 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk Backofen Fundament gew. Keller u. Sockelmauern --- 450
100
IV 562,30
125
alter Anschlag 350f./ --
(1861)


1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus bei der Kirche von gemischter Bauart unter Giebeldach."
Der Versicherungsanschlag betrug 2000 Mark.

1927 wurde am Haus ein Schweinstall angebaut. An die Scheune wurde ein Schuppen und eine Remise angebaut. Eine weitere Wagenremise wurde noch erstellt.

Das alte Haus wurde bereits 1933 abgebrochen und an dessen Stelle das neue Gebäude errichtet (Bild links)

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 40

Nachtrag zum Primärkataster, 1862-63

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1862-63; Haus 40 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1862-62; Haus 40

Zusatzkarte zum Primärkataster - Nachtrag zum Primärkataster, 1927

Zusatzkarte zum Primärkataster Verrenberg, Haus 40 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1927; Haus 40

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle