Verrenberg Historisch

Haus Nr. 40 in Verrenberg (Turmgasse 5)


Aufnahme von 2005

Aufnahme von 2017

Aufnahme von 1926

Aufnahme von 1962
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 40
Karte von 1818
Kartenausschnitt aus Karte von 1833; Haus Nr. 40
Urkataster von 1833

Lage des Haus im Ort


Die Bewohner

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer Michael Benz genannt.
Er hatte das Gut vermutlich 1815 aus der Erbmasse seiner Eltern Johann Michael und Maria Margaretha Benz erworben.
Dafür spricht auch, dass er das aktive Bürgerrecht 1815 durch Gutsübernahme erhalten hat.

Sein Schwiegersohn Johann Peter Frank (Benzenfrank genannt) war der nächste Besitzer. Er starb 1876.

Laut dem Feuerversicherungsbuch (1869) war ab 1877 Georg Eberhard Fischer neuer Besitzer
Ab 1920 war dann sein Sohn Christian Fischer auf dem Gut.
Ihm folgte Adolf Ernst

Bauliche Entwicklung

1855 bittet Johann Peter Frank um Erlaubniß seinen an dem Haus angehängtem Geflügelstall zu einer Kammer einzurichten zu dürfen, welcher aber zu etwas höher und breiter bewerkstelligt werden müsse. Auf der Zeichnung von 1861 zeigt schön die Veränderung im Vergleich zum Urkataster von 1833.

Zeichnung Haus 40 1861 Verrenberg Bild links: Zeichnung von 1861
Im unteren Eintrag des Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus

(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Peter Frank .. Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebedach nebst dem einstockigen Anbau von Fachwerk mit Pultdach 32'
24'
8'
12'

11,5'
12'
8,5'
7'
2   2 1 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk Backofen Fundament gew. Keller u. Sockelmauern --- 450
100
IV 562,30
125
alter Anschlag 350f./ --
(1861)


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Fischer Eberhard Weingärtner 1 stockiges Wohnhaus bie der Kirche v gem Bauart unter Giebeldach 9,20
6,90
Erdg. 2,10
Dach 3,70
2 EG   2 EG
1 Dachboden
1 EG   1 gew Keller Dachplatten vorderseite von Stein sonst von teils ausgem. teils geschlirtem Fachwerk   gewölbter Keller und Mauern unter Fußboden des Erdgeschoßes 2000 IV 2500 Unter nebigem Anschlag von 2000M inbegriffen ist der angebaute Backofen mit Schweinestall ausgenommen der Fundamente Anschlag 200M
Alter ca. 200Jahre 1886 baulich verbessert. Unterhaltung: gut

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Fischer Eberhard Weingärtner 1 stockige westl. vom Wohnhaus freistehende Scheuer v, gem Bauart unter Giebeldach 13,10
6,70
3,60
Dach 3,90
        1 1 Tenne
2 Bare
2 Remisen
Dachplatten 1/3 Stein
2/3 teils aus ausgemauetem teils geschliertem Fachwerk
der nördliche Giebel ist über Kehlgebälk auf unausgem. Fachwerk verfächert
  Fundamente u Bodenbelag im Stall 1400 IV 1750 Alter ca 150 Jahre
1876 teilweise umgebaut
Unterhaltung mittelmäßig

1927 wurde am Haus ein Schweinstall angebaut. An die Scheune wurde ein Schuppen und eine Remise angebaut. Eine weitere Wagenremise wurde noch erstellt.

Das alte Haus wurde bereits 1933 abgebrochen und an dessen Stelle das neue Gebäude errichtet (Bild links)

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 40

Nachtrag zum Primärkataster, 1862-63

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1862-63; Haus 40 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1862-62; Haus 40

Situationsplan 1894 - zum Anlass des Neubaues des Haus Nr.42


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Zusatzkarte zum Primärkataster - Nachtrag zum Primärkataster, 1927

Zusatzkarte zum Primärkataster Verrenberg, Haus 40 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1927; Haus 40

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Staatsarchiv Ludwigsburg: StAL EL 208 II_Bue 1018 Verrenberg, Oehringen (kpl.)