Besitzer des Hauses Flurstück Nr.43 in Verrenberg
Links ein aktuelles Bild Mitte: Zwei historisch Aufnahmen
Rechts sehen Sie einen Ausschnitt aus der Katasterkarte von 1833.
Auf der Urkatasterkarte von 1833 können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Die Bewohner
Im Lagerbuch von 1628 (Seite 636ba) wird
Oßwald Graft als Eigner genannt. Als nächstes ging der leere Platz auf
Leonhard Keppler über.
Im Lagerbuch von 1684 (Seite 24a) wird
Lienhard Cäppler als Besitzer dieses "Graß und Baumbgarten" genannt.
Er wohnte im Haus Nr.22.
Als nächster Eigentümer wird im Lagerbuch von 1684 ein
Matthes Krämer genannt. Auch zu ihm fehlen noch Angaben aus den Kirchenbüchern.
Im Lagerbuch von 1740 (Seite 226) wird
Hannß Georg Preuninger als Besitzer genannt. Hier fehlen leider noch genauere
Angaben aus den Kirchenbüchern.
Hatte sein Nachbesitzer Leonhard Beyerbach das Haus gekauft, oder war er der
Schwiegersohn?.
Wieder wurde das Haus verkauft. Der Käufer war 1787
Georg Simon Ehrenfeld. Er zog 1810 nach
Jagstberg, aber bereits 1796 ging das Haus auf
Johann Michael Frank über.
1820 verkaufte Johann Michael Frank sein
"Söldners Gütlein" an seinen Schwiegersohn Peter Ilg aus Schwöllbronn um 1100fl.
Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer sein Schwiegersohn
Peter Ilg genannt. Aus seiner Ehe überlebten keine Kinder! Vermutlich stand das Haus im
Zeitraum zwischen seinem Tod (1855) und dem seiner Frau (1866) zum Verkauf.
Im Feuerversicherungsbuch von 1869 wird Johann Georg Feinauer als Besitzer genannt.
Aus seiner Ehe gab es keine überlebende Kinder. Daher
verkaufte er das Haus 1883 an seine Schwester und deren Mann Karl Christian Kühner.
Es wird erzählt, dass deren Enkelin Luise Wilhelmine (geb. 11.09.1901) ihre Kindheit hier verbrachte.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 wird Karl Christian Kühner als Besitzer genannt.
Bereits 1897 folgte Rosine Christine Feinauer, die uneheliche Tochter seiner Frau.
1920 ist dann Christine Kühner (die Mutter) als Besitzer genannt, war die Tochter gestorben?.
1926 war Friedrich Waldbüßer auf dem Haus.
Später kam dann die Familie Wilhelm Herbst auf das Haus
(sie wohnten zuvor im Haus Nr. 19).
Heute wohnt hier die Familie Heinz Herbst.
Bauliche Entwicklung
Im Lagerbuch von 1628 heist es:
"Ein Viertel Graßgarten, wo daß Hauß und Scheuren gestanden ..."
Im Lagerbuch von 1684 heist es:
"Graß und Baumbgarten, worauf vor Zeiten ein Hauß gestanden, beym Rathauß ..."
1740 lesen wir:
"Zu Hieubigen Georg Michael Scheuflers Vermachten Johannes von Olnhaußen Guth gehört ferner und besitzt
Hans Georg Preuninger s Wittib
Ein Häußlein und dran gebautes Scheuerlein, auf einem von Burkhard Rappen erkauft und in obernamtes Guth gehörig
1/2 Viertel vorhern Graß Gartten, zwischen Burkhard Rappen und dem Kirchlein, ansonsten aber aller Orthen dem
Weeg gelegen."
So könnte man grob Schätzen, dass dieses Haus um 1700 auf einem zuvor
unbebautem Platz errichtet wurde. Auf der Zeichnung Creuzfelders von 1670 ist dieser Platz links von der Kirche
unbebaut.
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
| Name |
Beschreibung des Gebäudes |
Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile |
Versicher- ungs- anschlag |
Classe |
Umlage Capital |
Bemerkungen |
| Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke |
Länge, Breite, Höhe |
Gelaße |
Dachdeckung |
Umfassungs- und Giebelwände |
Feuergefährliche Einrichtungen |
als unzer- störbar |
wegen des Anspruchs auf Baubeiträge |
| heizbare Zimmer |
gegypste Kammern |
gewöhnliche Kammern |
Küchen |
Stallungen |
sonstige Gelaße |
| Georg Feinauer |
Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebedach nebst dem einstockigen Anbau von Fachwerk mit Giebeldach |
21,8' 23' 9,5' 14'
14,3' 9' 9' 8' |
1. |
|
1 |
1 |
|
1 geb. Keller 2 Dachböden mit 1 Kammer
1 Kammer 1 Dachboden |
Ziegel |
gem. Fachwerk
gem. Fachwerk |
--
Haus Verbindung |
Fundament Keller u. Sockelmauern |
--- |
425
75 |
IV |
531,15
93,45 |
alter Anschlag 400f./neu (1861) |
1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus neben der Kirche von Fachwerk mit Giebeldach."
Der Versicherungsanschlag betrug 1000 Mark.
1964 wurde dann das alte Haus abgebrochen und das neue gebaut. Zuvor scheint es
keine wesentlichen baulichen Veränderungen gegeben zu haben.
Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628
Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Der Eintrag im Primärkataster von 1833
Plan von 1876 (Umbau der Schulräume)
Nachtrag zum Primärkataster 1877
Nachtrag zum Primärkataster 1914
Quellennachweis.
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628
Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869