Das Schankrecht
Es war der
Schmiedmeister Mäule, der
1842 die "
Consesion zum Weinschankrecht" beantragte (und wohl auch
bekam) und damit die Wirtschaft in diesem Haus begründete. Der Zeitungsausschnitt (rechts) von
1847 zeigt
eine Zeitungsanzeige von
Mäule
Im Gemeinderatsprotokoll vom
05.April 1845 wird die Visitation der Wirthe geregelt.
Da die Maase und Trinkgeschire der Wirthe jährlich 2mal visitiert werden sollen, so wurde
Beschlossen
Es sollen mit dieser Visitation
Gemeinderath Ilg und
Gemeinderath Kraft
beauftragt, und sollen dieselben auf den Befehl des Ruggerichts …….. Buches bl. 58b ...§.1. aufmerksam gemacht werden.
Am
10.März 1853 bittet der als Speisewirth bezeichnete
Jacob Mäule um die Konzession
für eine
Schildwirtschaft.
Er führt dazu aus, dass ihm
"schon vor mehreren Jahren" die Concession für eine Speisewirtschaft erteilt wurde und
diese so erfolgreich war, dass er sein Wohnhaus
"um ein Bedeudentes" erweitern musste,
"um die erforderlichen Gelaße zu erlangen".
Durch diese Erweiterung hatte er sich so verschuldet, dass er trotz gut gehender Geschäfte seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr
nachkommen konnte. Seine Hoffnung setzte er auf eben diese Konzession einer Schildwirtschaft. Sein Schwiegersohn in spee
Jakob Friedrich Grabert würde das Gasthaus übernehmen, wenn eben die Schildgerechtigkeit gegeben wäre. Dieser besitze
auch das notwendige Vermögen, um die entsprechende Einrichtung zu bezahlen.
Seine Bitte war vergebens, so dass er seinen Besitz verkaufte und
1854 nach Amerika auswanderte.
1860 wurde
Johann Mornhinweg, auf dessen Bitte, das Konzessionsgeld von 50fl.
1878 musste
Wilhelm Friedrich Hüttinger, für die
"
Concession zum Ausschank von Wein, Obstmost und Brandwein" 50,60 Mark bezahlen.
Am 24.Oktober 1878 wird die Concession für den Obstmost zurück gezogen und statt dessen der Bierausschank erlaubt.
Drei Jahre später erhält er, gegen eine Gebühr von 15 Mark, wieder das Recht Obstmost auszuschenken.
Eberhard Gottlob Apenzeller beantragt
1885 die "
WirthschaftsConzession".
Für das Recht Wein, Obstmost, Bier und Brandwein auszuschenken musste er 70 Mark bezahlen.
Er zog bereits
1886 wieder nach Backnang.
Johann Georg Michael Kister musste
1886 für die gleichen Schankrechte wie sein
Vorgänger exakt den gleichen Betrag bezahlen.
1992 wurde dann das Gewerbe abgemeldet - und das Gasthaus zu Wohnraum umgebaut.
Andere Wirtschaften in Verrenberg:
Schildwirtschaft Sonne (Haus Nr.22 1623-19??)
Gassen Wirtschaft (Haus Nr.37 ab 1826)
Brandweinbrennerei (Haus Nr.14 1861-mind.1923)
Brandweinbrennerei (Haus Nr.28 vor 1845-????)
| Name |
Beschreibung des Gebäudes |
Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile |
Versicher- ungs- anschlag |
Classe |
Umlage Capital |
Bemerkungen |
| Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke |
Länge, Breite, Höhe |
Gelaße |
Dachdeckung |
Umfassungs- und Giebelwände |
Feuergefährliche Einrichtungen |
als unzer- störbar |
wegen des Anspruchs auf Baubeiträge |
| heizbare Zimmer |
gegypste Kammern |
gewöhnliche Kammern |
Küchen |
Stallungen |
sonstige Gelaße |
| Johann Mornhinweg |
Ein zweistockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach nebst Anbau |
41' 29' 16,6' 10'
22,4' 14' 17,6' 15' |
4. |
3 |
|
1 |
|
1 gew. Keller 1 Schmiede 1 Dachboden |
Ziegel |
südl. Umfassung wand Stein sonst gem. Fachwerk |
Schmiede |
Fundament gew. Keller u. Sockelmauern |
--- |
2075 |
IV |
2593,45 |
alter Anschlag 1200f. (1854) |