Verrenberg Historisch

Haus Nr. 5 in Verrenberg (Holderweg 7)


Aufnahme von 1926

Aufnahme von 1962

Aufnahme von 2006
verrenbe/haeuser/PKataster1833/1818/haus5.jpg
Urkataster von 1833
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 5
Karte von 1818

Lage des Haus im Ort


Diese Hoffläche gehörte bis 1742 als Grasgarten zum Haus Nr.6



Die Bewohner


Herr Rieble bei der Weinlese in den 30er Jahren in Verrenberg Herr Karl Schumacher bei der Weinlese in den 30er Jahren in Verrenberg Links: Herr Friedrich Rieble     Rechts: Karl Schumacher

Es wurde 1742 von Johann Andreas Hettenbach erbaut. Seine Witwe verkaufte laut einem Nachtrag im Lagerbuch von 1740 das Gut 1787 an die Tochter Eva Maria Gilg und ihren Mann Georg Adam Dietz. Sie hatte diese Tochter mit in die Ehe gebracht.
Georg Adam Dietz und seine Frau starben 1820.

Georg Christoph Braun muss den Hof vor 1816 gekauft haben.

1823 kam es zu einem "Hoftausch mit drei Parteien". Details finden sie beim Hof Nr.59.
Dabei tauschte Georg Christoph Braun seinen Hof Nr.5 mit Johann Georg Wieland und dessen Hof Nr.59.


Vermutlich um 1836 (Kauf Buch Band IV Bl.3 - muss noch bearbeitet werden!) verkaufte Johann Georg Wieland den Hof an Georg Sebastian Schanzenbach, behielt aber bis zu seinem Tod 1850 den Sitz im Haus.
War Johann Georg Wieland 1836 vergannt worden?

Bei der Erstellung des Urkatasters 1839 wird als Eigentümer Georg Sebastian Schanzenbach genannt.
Da seine Eltern im Haus Nr. 34 wohnten und seine Frauen nicht vom Ort waren, muß er das Haus gekauft haben.
Nach seinem Tod 1856 kam der ganze Hof zum Verkauf und seine Witwe heiratete im Folgejahr den Schumacher Johann Heinrich Hedinger.
Hatte dieser den Hof erkauft?
1858 baut Johann Heinrich Hedinger als neuer Besitzer eine Remise. Er wird 1866 nochmals erwähnt.

Im Schätzungsprotokoll von 1869 steht Johann Jäger als Besitzer.
1873 gab es vor dem Gemeinderath einen Streitfall zwischen:
 - Johann Heinrich Hedinger
 - Johann Jäger
Es ging um "Ausgeding und Dingrecht betreffend".

Im Nachtrag von 1874 steht Wilhelm Schanzenbach, und 1876 Georg Schumacher. Bereits 1879 ist dann sein Sohn Christian Schumacher als alleiniger Besitzer genannt.

Die Tochter Karoline Rosine Schumacher heiratete 1928 Friedrich Rieble. Ihr Bruder Karl Schuhmacher wohnte ebenfalls im Haus.
Heute wohnt die Familie Friedrich Rieble in diesem Haus.

Bauliche Entwicklung

Das auf der Karte ersichtliche Haus wird als sehr klein, alt und mit niedrigen Decken beschrieben. Es wurde vermutlich um 1742 von Johann Andreas Hettenbach erbaut. Bis zu seinem Abriß 1949 gab es wohl keine größeren Veränderungen. Einzig im Jahr 1858 wurde die Remise neu gebaut.

Bau der Remise 1858

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Johann Jäger Ein zweistockiges Wohnhaus von Stein und Fachwerk mit Giebelach nebst angebauten 1stockigen Schweinestall von Stein u. Fachwerkmit Pultdach 26,5'
24,5'
13'
16'

13'
7'
6'
4'
1.   2 1 1 1 gew. Keller
1 Futterkammer
2 Dachböden mit 2 Kammern

2Schweineställe
Ziegel Im Stockwerk 3/4 Stein sonst gem. Fachwerk

Stein, die Giebel gem. Fachwerk
Gezi.. Fachwerk Fundament u. Sockelmauern --- 650
50
IV 812,5
62,5
alter Anschlag 550f.
(1866)



1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein 2stockiges Wohnhaus am Klingenwiesenweg von gemischter Bauart unter Giebeldach"

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schumacher Christian Taglöhner 2 stockiges Wohnhaus am Klingenwiesenweg von gem Bauart unter Giebeldach 7.60
7.15
Erdg 2.00
I.Stock 2.20
Dach 4.40
1 I.Stock   2 I.Stock
2 Dachoden
1 I.Stock 1 EG 1 geb Keller
1 Futterremise
Dachplatten Im Erdgeschoß 3/4 Stein, sonst teils ausgemauertes teils geschliertes Fachwerk   Fundamente u einhäupt. Gemäuer im Erdgeschoß 1320     Alter ca. 200 Jahre
Unterhaltung mittelmäßig
Vortreppe ohne Fundament inbegriffen im Anschlag von 20M

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 5

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 5

Nachtrag zum Primärkataster, 1857-58

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1857-58; Haus 5 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1857-58; Haus 5

Nachtrag zum Primärkataster, 1877

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1877; Haus 5

Es fehlen noch folgene Einträge:
1849-50/3
1857-58/441
1926/174
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle