Verrenberg Historisch

Haus Nr. 50 in Verrenberg 1818 Nr.51 (Heute: Golbergstraße 10)

Achtung - es handelt sich um 2 verschiedene Hausplätze!!

Platz 1: bis 1850 gegenüber Haus Nr.49
Platz 2: ab 1889 das heutige Haus Mezger


Aufnahme von 2005
Der neue Hof 50

Aufnahme von 2017
Der neue Hof 50
Haus Nr. 50 in Verrenberg
Aufnahme von 1926
Sicht vom Bahndamm

Postkarte vor 1918
Sicht vom Bahndamm
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 50
Karte von 1818
Hof 50 noch an alter Stelle
Kartenausschnitt aus Karte von 1839; Haus Nr. 50
Urkataster von 1839
Hof 50 noch an alter Stelle
Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 50
Ergänzungskarte zum Urkataster
Der Hof Nr.50 ist nun an neuer Stelle

Lage des Haus im Ort



Achtung - es handelt sich um 2 verschiedene Hausplätze!!

Platz 1: bis 1850 gegenüber Haus Nr.49
Platz 2: ab 1889 das heutige Haus Mezger



Die Bewohner - Platz 1

Eva Maria, die Witwe des Johann Heinrich Kimmel verkauft 1811 an ihren Sohn Georg Michael Kimmel ihr Söldner Guth um 3000fl.

Im Messbuch von 1818 wird Georg Michael Kimmel als Besitzer genannt.


Bei der Erstellung des Urkatasters 1839 wurde als Eigentümer dieser Georg Michael Kimmel genannt. Sowohl er als auch seine Frau starben 1840.
Die Erben verkauften darauf hin den Hof um 500fl. an den Nachbarn Johann Gottlieb Mugele (Haus Nr. 49).

Der Preis von 500fl für das Wohnhaus, Scheune und Hofraum lassen vermuten, das die Gebäude wohl schon älter waren.
Die Gebäude wurden spätestens 1849 abgerissen. An der Stelle der Scheune 50a steht heute die in diesem Jahr erbaute Scheune (gehört zu Haus 49).

Die Bewohner - Platz 2

1889-90 wurde dann die Hausnummer wieder vergeben!
Das Haus Nr.50 - 1889-90 - neu erbaut Das Haus Nr.50 - 1889-90 - neu erbaut

Christian Metzger baute näher am Ortsweg Nr. 1 ()Flurnr. 157) ein Wohnhaus und einen Stall.


1920 wird in einem Nachtrag sein Sohn Karl Christian Metzger genannt.
Nächster Eigner des Hofes war der Sohn Karl Metzger.

Bauliche Entwicklung - Platz 1

1849 wird der Hof vom neuen Eigner Johann Gottlieb Mugele abgerissen, um dort seine Scheune 49B zu erstellen.

Bauliche Entwicklung - Platz 2

1889 baut Christian Metzger (an neuer Stelle) näher am Ortsweg Nr. 1 ()Flurnr. 157) ein Wohnhaus und einen Stall





Christian Mezger will ein neues Haus bauen - 1889
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 29.Januar 1889 findet sich folgendes:
Die Bauzeichnung des Christian Mezger jun. Bauer hier, Erbauung eines Wohnhauses und Scheuer in P157 u 158 an der Ortsstraße No.1 wurde heute vorgelegt und wurde gegen die im Situationsplan eingezeichnete Baulinie sowie gegen die allgemeinen Bauausführungen nichts zu erinnern gefunden.



Christian Mezger will 1890 noch einen Abtritt und Backofen erstellen.





In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Mezger Christian jung, Bauer 1 stockiges 1889 erbautes Wohnhaus am Ortsweg No1 v. gem Bauart mit Giebeldach 12.00
10.00
2.90
Dach 5.30
2 EG 1 Dachboden 2 EG, 1 Dachboden 1 EG   1 gew. Keller, 1 Backstüble mit Backofen Dachplatten Erdgeschoß von Stein, Giebel von ausgem Fachwerk 0 der gewölbte Keller, die Fundamente u das einhäuptige Gemäuer im Souterrain, sowie der Backofen 4400 IV 5500 Unter nebigem Anschlag von 4400M inbegriffen ist ein Abtrittgehäuse mit Vortreppe (ausgem. Fundament u. Grube) im Anschlag von 120M die vordere Vortreppe samt Geländer ohne Fundament ein Anschlag von 60M

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
derselbe 1 stockige nördlich vom Wohnhaus freistehende Scheuer v. gem Bauart unter Giebeldach 20.10
4.50
4.20
Dach 6.20
          2 Tennen
1 Bare
1 Doppelstall mit Bare
Dachplatten Stallwände von Stein, sonst von ausgem. Fachwerk 0 Mauern unter Tennenbodenebene 5200 III 5200  

1898 wurde an die Scheune ein Schuppen angebaut.


1928 wurde eine elektr. Anlage mit fünf Brennstellen eingebaut.

Messbuch von 1818


Messbuch 1818

Der Eintrag im Primärkataster von 1839

Eintrag im Primärkataster von 1839; Haus 50

Nachtrag zum Primärkataster, 1850-52

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1850-52; Haus 50 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1850-52; Haus 50

Nachtrag zum Primärkataster, 1889-90

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1889-90; Haus 50 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1889-90; Haus 50

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Messbuch von 1818
Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III_Bü 2050
Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III_Bü 2532