Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.64 in Verrenberg

Links: Eine Aufnahme von 2005   Rechts: vermutl um 1930 Haus Nr. 64 in Verrenberg Haus Nr. 64 in Verrenberg

Links: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 64 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 64

Die Bewohner


1817 verkaufte Georg Michael Zentler seinen Hof an seinen Schwiegersohn Johannes Frank um 1800fl.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer sein Schwiegersohn Johannes Frank genannt. Er und seine Frau starben 1855.

1846 vereinbarte Johann Frank mit seinem Schwiegersohn Wilhelm Fröhlich einen "Guts-Uebergabe und Leibrenten Vertrag".
Nach dem Tod seiner Frau im März 1851 zog Wilhelm Jacob Fröhlich nach Michelbach.
Der Hof ging auf den Schwager Johann Philipp Frank über.

Im Schätzungsprotokoll von 1861 wird Johann Philipp Frank als Besitzer genannt. Bereits 1856-57 war er Eigner der Scheune 64B.
Er musste den Hof 1866 verkaufen.

Neuer Eigner war Johann Spengler. Er wird im Schätzungsprotokoll von 1869 wieder als Hofeigner genannt. 1876 baute er das Haus Nr.75.

Der Nachtrag von 1877 nennt die Witwe Rosina Layh als neue Besitzerin.

Bereits 10 Jahre später, 1887 folgte Johann Friedrich Christoph Schumacher.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 steht er erneut als Besitzer.

Ende des 20.Jahrhunderts lebte hier die Familie Friedrich Schumacher.


Bauliche Entwicklung

Zwischen 1818 und 1833 wurde ein Backofen am Haus angebaut. Auch wurde auf der gegenüber liegenden Straßenseite die Scheune 64A erbaut.
1850-52 wurde ein Keller mit einer darüberliegenden Remise gebaut. Wann wurde dieses Gebäude an die Familie Bort verkauft? Um 1900?


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Johann Spengler Ein zweistockiges Wohnhaus mit angebauten einstockigen Scheuer von Stein und Fachwerk mit Giebeldach nebst dem angebauten Kellerhals von Stein mit Giebeldach 22'
31'
14,5'
19'

22,5'
31'
14,5'
19'

8,5'
15'
7'
7'
1.   1 1 1 1 gew. Keller
2 Dachböden in 2 Kammern

1 Tenne
1 Barn
1 Remise
Ziegel Im ersten Stock Stein sonst gem. Fachwerk

Im ersten Stock Stein sonst gem. Fachwerk

Stein
Backofen

Hausanbindung
Fundament gew.Keller u. Sockelmauern --- 900

425

25
IV 1125

531,15

31,15
alter Anschlag 450f./400f./neu
(1861)

1875-76 wurde der Backofen abgebrochen und das Haus an dieser Stelle erweitert.

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein zweistockiges Wohnhaus an der Oehringer Staige von gemischter Bauart unter Giebeldach."
Der Versicherungsanschlag betrug 1720 Mark.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 64

Nachtrag zum Primärkataster, 1850-52

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1850-52; Haus 64 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1850-52; Haus 64

Nachtrag zum Primärkataster, 1875-76

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1875-76; Haus 64 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1875-76; Haus 64

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
SW-Bilder: Familie Erich Bort
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869