Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.72 in Verrenberg

Links: Karte von 1818    Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Auf beiden Karten ist noch der leere Platz zwischen den Hausnummern 27 und 28 zu sehen. Kartenausschnitt aus Karte von 1818; Haus Nr. 72 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 1

Die Bewohner

Aufnahme des Haus 72 in Verrenberg ca.1926-27; Haus 72 Bild links ca. 1926-27:
Karl Schumacher geb. 1923
Rose Schumacher geb. Wieland
der Junge rechts ist unbekannt.

Im Lagerbuch von 1628 ist Jörg Käppler als Inhaber des Häusleins angegeben. War der nächste Eigentümer, Martin Kolb, sein Schwiegersohn? Sicher ist, dass er den Platz (das Haus?) an seinen Sohn Hannß Christoph Kolb weiter gab.

Im Lagerbuch von 1684 ist Hannß Christoph Kolb als Eigner angegeben. Er hatte auch das daneben liegende Haus Nr.28.

Im Lagerbuch von 1740 wird Hanß Martin Zöller als Eigner der öden Hofstelle genannt. Der nächste Eigentümer war vermutlich Johann Michael Braun. Danach dessen Schwiegersohn Georg Melchior Zörn. Wiederum dessen Schwiegersohn Johann Jacob Friedrich Hörger wird als neuer Eigner ab 1800 genannt.
Wieder fehlen genaue Dokumente, aber es ist wahrscheinlich, dass der Schwiegersohn Gottlieb Alexander Keller dieses "Wiesenstück" bekam.
Und wieder ist es der Schwiegersohn, hier Friedrich Hämmerer, der das Eigentum übernimmt.

Laut einem Nachtrag zum Urkatasters von 1868-69 wird als Eigentümer Friedrich Hämmerer angegeben.
Er bewohnte zu diesem Zeitpunkt eine Hälfte des Hauses Nr.42. Dort ist er verzeichnet, bis er 1875 nach Oberohrn zog. Hatte er sich mit dem neuen Haus übernommen?

Ein Nachtrag zum Feuerversicherungsbuch nennt 1874 als neuen Besitzer die Witwe des Christoph Adam Layh. Sie zog aber schon drei Jahre später wieder weg.
Der nächste Nachtrag von 1877 bennent den Schmied Adam Kiesel als neuen Eigner.

Der letzte Nachtrag zeigt, dass Georg Heinrich Schumacher ab 1894 auf diesem Hof war. Es folgte 1920 Friedrich Ernst Schumacher und später sein Sohn Ernst Schumacher.

Bauliche Entwicklung

1628 wird im Lagerbuch von "seinem Häuslein bey der Inners Keltern" bezeichnet
1684 wird im Lagerbuch dieser Platz als "öden Hofstatt" bezeichnet
1740 wird im Lagerbuch dieser Platz als "öde Hofstatt" bezeichnet
1868-69 wurde das Wohnhaus neu erbaut. Diese Stelle war zuvor Wiesenfläche.


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1870 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Friedrich Hammerer Obere Dorf Ein einstockiges Wohnhaus von Stein und Fachwerk mit Giebeldach 28'
20'
8,5'
12'
1.     1 1 1 Schmiedwerkstadt
1 geb. Keller
1 Dachboden mit 1 Kammer
Ziegel Im Stockwerk Stein sonst gem. Fachwerk Keine Fundament Keller u Sockelmauern --- 600 III 600 alter Anschlag neu gebaut


1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges 1869 erbautes Wohnhaus im obern Dorf von gemischter Bauart."
Der Versicherungsanschlag betrug 1040 Mark.
1901-1902 heist es im Staatsarchiv Ludwigsburg (F 192 III Nr. 2052): Erstellung eines Stallanbaus an bestehende Remies
In einem Nachtrag von 1903 wird der Scheunenanbau so beschrieben:
"Ein einstockiger Scheunenanbau von Stein und Fachwerk mit Giebeldach ohne eigene Wand an das Wohnhaus 1903 neu angebaut."
1927 wurde das Wohnhaus abgebrochen und neu aufgebaut.
1930 wurde das gleiche mit der Scheune gemacht.

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628

Nst: Ba 55 / Bd 75; Haus 72

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684

Nst: Ba 55 / Bd 79; Haus 72

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 72

Nachtrag zum Primärkataster, 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 72

Nachtrag zum Primärkataster, 1868-69

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1868-69; Haus 72 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1868-69; Haus 72

Nachtrag zum Primärkataster, 1930

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1930; Haus 72

Es fehlen noch folgene Einträge:
1902/29
1927/22
1938/444
 

Quellennachweis.

Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628
Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869