Verrenberg HistorischDie Familie Johann Jacob Friedrich Hörger
(1774-1834) in Verrenberg


Johann Jacob Friedrich Hörger erwirbt das aktive Bürgerrecht durch Gutskauf - 1800
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: durch Aufnahme
Art und Zeit des Eintritts in das aktive Bürgerrecht: durch Gutskauf ao 1800

Johann Friedrich Hörger bekommt ein Vermögenszeugnis - 1834
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 25.Januar 1834 findet sich folgendes:
Wurde ein Vermögensatistadt ausgestelt an Johann Friedrich Hörger von 0
Vermutlich war Johann Friedrich Hörger jun. (Schulmeister) gemeint, der in diesem Jahr heiratete.

Ludwig Hörger muss in den Arrest - 1836
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 23.Februar 1836 heist es:
Ludwig Hörger von Vörrenberg wurde wegen in der Trunkenheit verübten Diebstals mit 36 Stündigen Arrest bestraft den 23 Febr 1836

Rosina Hörger muss 4 Tage in den Arrest - 1837
Sie hatte am 16.03.1836 ihr zweites uneheliches Kind geboren. Als dessen Vater hat sich Johann Georg Christoph Ilßhöfer selbst genannt.
Er bekommt 2 Tage Arrest.
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 23.Mai 1837 heist es:
Rosina Hörger von Vörrenberg ist wegen unzuchts Vergehen zum 2ten Mahl mit 4 tägigen Arrest bestraft worden

Maria Magdalena Hörger bekommt ein Zeugnis - 1841
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 10.April 1841 findet sich folgendes:
Der Maria Magdalena Hörgerin Tochter des Verstorbenen Jacob Hörger bürger zu Vörrenberg Wirdt von dem unterzeichenten Gemeinde Rath bezeugt
1) Das sie in Vörrenberg bürgerlich ist
2) Das sie sich Jederzeit in Vörrenberg aufgehalten hat und guth und klaglos betragen und noch niemals gestraft worden ist

Johann Albrecht Hörger bekommt ein Prädikatszeugnis - 1841
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 25.Juni 1841 findet sich folgendes:
Dem Johann Albrecht Hörger Sohn des Weiland Jacob Hörger von Vörrenberg Profesion ein Küfer
Wird ein gemeinderäthliches Prädicats Zeugniß ausgestellt
1) ist er noch nicht gestraft worden.
2) hat er sich jederzeit Klaglos betragen.
  Das man ihm nichts schlechtes nachzusagen weiß

Johann Albrecht Hörger - ihm wurde schon früher ein Pfleger zugeteilt - 1844
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.Oktober 1844 findet sich folgendes:
Es wurte auf Befehl des Köhl. Gerichts Notariats eingetragen, daß Friedrich Kern als Pfleger bey der Theilung des Jacobs Hörgers Ehfrau Schohn verpflichtet wurde, aber keinen Eintrag in das G.demth Protokoll gemacht wurte, so dieses nachtraglich geschehen ist, daß Kern für Johann Hörger 21 Jahre alt Pfleger ist

Johann Albrecht Hörger bekommt ein Zeugnis - 1845
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 31.Januar 1845 findet sich folgendes:
Dem Johann Albrecht Hörger von hier wurte nach Oberamts Gerichtlichen Befehl, ein Gemeinderäthliches Predicat und Vermöchens Zeigniß ausgestellt.
1) kann man demselben, so lang sein Aufenthalt in Vörrenberg gewesen, nichts Gesezwürdiges nachsagen kann, daß Ehr in eine Strafe gefallen ist, und seyddem, daß Ehr ausserhalb des Orts sich aufhält ist auch nichts angezeigt worden.
2) was seiyn Vermöchen betrift ist nach der Angab des Pflegers Friedrich Kern
32f.
Dreusig Zwey Gultn

Johann Albrecht Hörger bekommt ein Zeugnis - 1846
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 06.Februar 1846 findet sich folgendes:
Vermöge Erlasses des Königl. Oberamts Gerichts Oehringen v. 5.d.Mts soll für
Johann Albrecht Hörcher
von hier
welcher wegen diebstahls verdachts bei dem K. Oberamts Gericht fall in Untersuchung gezogen werden will, ein gemeinderäthliches Vermögens und Prädikats Zeugniß eingesendet werden.
Beschluß
zu bezeugen
1) Seye demselben von dem K. Criminalamt Stuttgart durch Erkenntniß vom 10.Febr. 1845 wegen dreyer Diebstähle, von welchen 2 je als fortgesezt und erschwert erscheinen und welche 3. zusammen 18f. und ettliche Kreuzer betragen, so wie wegen eines polizeilich strafbaren Diebstahls unter Ein...... von 1.Tag des Unters. Arrests zu Strafe noch zu einer Kreisgefängniß Strafe von
drei Monaten
in dem Verlust von bürgerlichen Ehren und Dienstrechte, und zum Ersaz der Prozeß Kosten verurtheilt worden außerdem aber hinsichtlich seines Prädikats nichts Nachtheiliges von ihm bekannt.

Maria Magdalena Hörger bekommt ein Vermögenszeugnis - 1846
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.Juli 1846 findet sich folgendes:
Dem Friedrich Leflers wurte ein Vermöchens Zeigniß ausgestellt,
1) besizt derselbe an Vermöchen nach dem Inventari Zwey Hundert Gulten woh aber an Fahrniß und an Handwerkszeig und einigen .... Bestanden, ist und aber von demselben dieses Jahr ziemlich von diesem aufgeopfert hatte. Und besteht noch auf 150f.
2) der Magdalena Hörger Ihr Vermöchen ist 50f.
Fünfzig Gulden,
woh aber bey Ihrem Schwager in Cläversulzbach Steht und nicht gut zu Erhösen ist, und Ihre Alden sind beyte gestorben

Georg Gottlieb Zöller klagt wegen eines Baumes - 1860
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" vom 24.August 1860 findet sich folgendes:
Es erschien Gottlieb Zöller von hier und trägt vor ich besize ein Grundstük im ...enweg worauf sich ein sehr schöner Apfelbaum befindet und sehr gute ...ten hat, diesen Baum hat mir Ludwig Hörger von hier dieses Frühjahr ohne meine Anweisung von oben im Gipfel herab veredelt, da ich und der Hörger keinen Auftrag zu diesem Geschäft geben habe so trage ich darauf an daß mir Hörger den Schaden für die Verstümplung dieses Baumes ersezt
Hörger wurde über vorstehendes verständigt gibt an neben diesem Grundstück des Klägers besizt Schullehrer Herb von hier einen Weinberg und ein Land und da hat mich der Schullehrer Herb angewiesen daß ich diesen Baum veredeln soll, wahrscheinlich wird derselbe noch nicht gewußt haben daß dieses Grundstück wo dieser Baum darauf steht nicht sein gehöre den er hat seine eigene Grundstücke die neben dem Klg liegen noch nicht lange erkauft.
Der Kl. soll sich also an den Schullehrer Herb wenden daß derselbe den Schaden ersezt. Ich bezahle nichts weil ich unschuldig an der sache bin.

Den Schullehrer Herb zur verständigung vorzuladen

Kläger und Bekl. haben sich miteinander verständigt weshalb ein weiteres verfahren zu unterbleiben hat

Johann Ludwig Hörger wird ermahnt fürs Alter zu sparen - 1863
Im "Schultheißenamt Protokoll" von 19.Januar 1863 heist es:
Johann Ludwig Hörger von hier 54 Jahren alt Elternloos und ohne Vermögen Proffession ein Zimmermann wurde von unterzeichneten schon öfters ermahnt und der Vorhalt gemacht daß er seinen Arbeitsverdienst zu rathe halten und nicht immer wie er es schon lange getrieben leichtsinniger Weise verschwenden, und auch für einen Nothpfennig für sein Alter und etwaigen Krankheitsumstände Sorge tragen und etwas ersparren und das leichtsinnige Verschwenden vermeiden soll.
Auf diese Mehrfache ermahnungen sezt Hörger seinen Mor.... Lebenswandel dennoch fort.
Es wird hiermit dem Hörger die Auflage gemacht, daß er jede Woche des ganzen Jahres hindurch etwas von seinem Arbeitsverdienst zurücklegen und an denjenigen Gemeinderath oder andere Bürger von hier welcher noch von dem Gemeinderath als Verwalter des zurückgelegten Ersparnisses zu ernennen resp bestellt werden wird zu bezahlen haben und zwar von Martini biß Lichtmeß .... Woche und von Lichtmeß bis wieder Martinii jede Woche 24x sollte keine pünktliche Zahlung jede Woche erfolgen so wird der schuldige Betrag durch Beschlagnahme seines Arbeitsverdienstes unnachsichtlich erhoben werden
Auf Vorhalt gibt Hörger an
Ich bin mit der eine vom Schultheißen Amt auferlegten Anordnung einverstanden und werde es mir angelegen und mein eifrigstes bestreben sein lassen, da ich jede Woche meinen mir auferlegten Zuhlag nachkommen
Beschluß
Den Gemeinderath zu Beauftragen einen Ersparnißverwalter aufzustellen

Johann Ludwig Hörger bekommt einen Vormund - 1863
Im "Schultheißenamt Protokoll" von 23.Januar 1863 heist es:
Auf vorstehenden Beschluß des Schultheißenamts wurde heute als ersparnißverwalter
jung Peter Frank von hier
Bestellt und auf seine frühen Pflichten hingewiesen mit dem Ans.. daß wenn ein Vorrath an Geld vorhanden und wenn es auch um ein geringer ist in eine Sparkasse zu legen habe

Real Theilung des Albrecht Hörger - 1894
In der Realteilung über den Nachlaß des verschollenen u durch Beschluß des Kgl. Amtsgerichts Oehringen vom 2.März d.J. für "tot" erklärten
Hörcher, Johann Albrecht von hier, geboren am 25.März 1823

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828
Ortsarchiv Verrenberg: Inventur u Teilung