Verrenberg HistorischDie Verrenberger Viehwage

Gemeindebackhaus und Viehwage in Verrenberg Kaum war 1906 das Gemeindebackhaus gebaut, wurde 1907 die Viehwage angebaut.
Die Errichtung einer Viehwage wird beschlossen - 1907
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 14.Februar 1907 findet sich folgendes:
Es kam zur Sprache daß gegenwärtig Schweine und Schlachtvieh mehrteils nach Gewicht verkauft werden und es als ein Bedürfniß erscheint daß eine Gemeindeviehwage aufzustellen, nach reiflicher Überlegung wurde
Beschlossen
eine Gemeindeviehwage von mindestens 12 bis 1500 Kg Tragkraft aufzustellen und mit einem leistungsfähigen Lieferanten zu verhandeln


Nachtrag links:
Über genannte Viehwage wurde mit dem Wagebaufabrikanten P. Bauer in Hall verhandelt!
Derselbe erhält für eine mit 1500 Kilo Tragkraft gelieferte Wage mit 3.jähriger Garandie 380M
Rechnung bei GdPf. Akten 1906.

Neue Wiegepreise - 1907
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.April 1907 findet sich folgendes:
Da im Laufe dieser Woche die Gemeindeviehwage der Benützung übergeben werden soll wird
beschlossen
von jeder Gewichtsabgabe eine Gebühr von 20d durch den Wagmeister erheben zu lassen, davon soll der Wagmeister als Belohnung 10d die weiteren 10d die Gemeindepflegschaft erhalten.
Sofort wurde zur Wahl eines Wagmeisters und eines Stellvertretters geschritten, und haben in geheimer Abstimmung von 13. abgegebenen Stimmen als Wagmeister
Gottfried Stein 7.Stimmen
Jakob Werner 3 Stimmen
Chr. Görtz 2 Stimmen
Chr. Brand 1 Stimme erhalten
es ist somit G. Stein als Wagmeister gewählt als Stellvertretter haben in geheimer Abstimmung von 13. abgegebenen Stimmen erhalten
Jakob Werner 6 Stimmen
Christian Görtz 6 Stimmen
Frank 1 Stimme
Dieselben wurden durchs Loos bestimmt und erhielt Chr. Görtz das Vorrecht, es ist somit Amtsdiener Görtz als Stellvertretter des Wagmeisters gewählt.
Dieselben nehmen die Wahl an und werden sofort verpflichtet.

Neue Wiegepreise - 1913
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.November 1913 findet sich folgendes:
Laut Beschluß vom 3.April d. 1907 wurde seither von jeder Gewichtsabgabe auf hiesiger Gemeindewage eine Gebühr von 20d erhoben von welcher die eine hälfte dem Wagmeister als Belohnung, die ander hälfte der Gemeindekasse zufällt es soll nun der Wagtarif fernerhin eine kleine Änderung erhalten und wird deßhalb
Beschlossn
Eine Waggebühr von 20d vom Gewicht bis 4Ctr. wie seither zu erheben, von über 4Ctr. Gewicht ist eine Gebühr von 30d zu erheben, der Wagmeister erhält wie seither von jeder Gewichtsabgabe 10d der übrige Betrag fließt in die Gemeindekasse

Neue Wiegepreise - 1920
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 05.Oktober 1920 findet sich folgendes:
Da in letzter Zeit überal eine Preis und Lohnerhöhung stattgefunden hat wurde dem Wiegemeister Gottfr. Stein der seither eine Geb. von 10d für das Wiegen hatte, auf Antrag desselben eine Geb. von 1M für jeden Gang zur Wage bezw. für jedes Stück festgesetzt und
Beschlossen
auch die Waggebühr soll erhöht und zwar für
1 Schwein oder 1 Stück Kleinvieh bis zu 5.Ctr = 2M
für 1 Stück Vieh über 5 Ctr - 3M zu erheben, ferner soll für das Baken im Gemeindebackhaus anstatt seither 5d - 20d bezahlt werden.
Der Backhausverwalter bezahlt an die Gemeindepflege 50M anstatt seither 15M

 

Quellennachweis.

Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle