Johann Ludwig Carle 20.01.1866 Verrenberg - 30.08.1893 Selbstmord oo 01.06.1893 Bitzfeld (1) Christiane Rosine Eisenmann (2) 10.05.1871 Windischenbach - 03.03.1902 oo 30.01.1896 Windischenbach Georg Christian Gebert 01.10.1871 Obermaßholderbach - 05.02.1950 Obermaßholderbach oo 03.12.1902 Obermaßholderbach Karoline Rosine Böhm 29.05.1875 Oberohrn - 07.01.1967 Obermaßholderbach | |--------------------------|--------------|---------|------------------|---------------------|---------------------|----------------------| | | | | | | | Ludwig Friedrich (3) Anna Rosina Rosine Katharine Christian Karl Wilhelm Lina Emma Carle Gebert Gebert Gebert Gebert Gebert Gebert 25.10.1893- 24.09.1896- 13.06.1898- 08.11.1900- 02.01.1904- 11.01.1910- 15.10.1907- Windischenbach Obermaßholderbach Obermaßholderbach Obermaßholderbach Obermaßholderbach Obermaßholderbach Obermaßholderbach ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? ??.??.1943 ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? oo ??.??.???? oo 06.05.1922 oo 04.09.1926 oo 09.11.1940 oo 24.05.1930 oo 20.05.1932 oo 22.09.1934 Lina Hägele Georg Göltenboth Karl Volz Erne Mögerle Emma Schülz Wilhelm .... Albert Grim ??.??.????- ??.??.????- ??.??.????- ??.??.????- ??.??.????- ??.??.????- ??.??.????- ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? ??.??.???? (1) Johann Ludwig Carle wird bei seiner Hochzeit als Bauer in Verrenberg bezeichnet. (2) Die Witwe ging nach dem Selbstmord ihres 1. Mannes wieder u den Eltern nach Windischenbach! In der Anstands-Pflegrechnung des Ludwig Friedrich Carle für den Zeitraum vom 4.Decbr. 1893 bis 1.Juni 1894 steht: "Ludwig Carle geb. den 25. Octbr 1893 Sohn des verst. Ludwig Carle, gew. Bauers in Verrenberg und der Christiane geb. Eisenmann, nun in Windischenbach Pflegsohn befindet sich bei seiner Mutter in Windischenbach" Mit ihrer 2.Hochzeit zog die Witwe mit Ludwig Friedrich Carle nach Obermaßholderbach (2) Der minderjährige Ludwig Friedrich Carle zog mit seiner Mutter erst nach Windischenbach, dann nach Obermaßholderbach. Später scheint er in der Nähe von Adolzfurth mit einer Lina Hägele verheiratet gewesen zu sein. 1896, nachdem seine Mutter zum 2ten Mal verheiratet war, wird er weiter "Carle" genannt. Unklar ist, ob er später von seinem Stiefvater angenommen wurde oder weiter den Nachnamen "Carle" führte.
| Auszug aus dem Leichenbuch des Anatomischen Instituts (UAT 174/4) der Universität Tübingen zu Johann Ludwig Carle |
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Im Leichenbuch des des Anatomischen Instituts in Tübingen wurde der Eingang des Leichnames von Johann Ludwig Carle NICHT verzeichnet. Laut einem Erlass vom 01.01.1885 durften in den Monaten Juli und August keine Leichen an das Anatomische Institut abgeliefert werden. Dieser Erlass wurde im Juni 1899 aufgehoben nachdem man eine Kühlanlage im Keller der Anatomie installiert hatte und zusätzlich eine Lösung gefunden hatte, wie man den Verwesungsvorgang verlangsamen konnte. (Quelle: Klaus D. Mörike, Geschichte der Tübinger Anatomie). Aufgrund der damaligen Gesetzeslage in Württemberg mussten die Leichnahme von Selbstmördern der Universität Tübingen für Lehr- und Forschungszwecke bereitgestellt werden. Das Institut musste "nach Ende der Nutzung der Leichnahme" für die Bestattung aufkommen. Das Gräberfeld X (https://graeberfeldx.de/) des Tübinger Stadtfriedhofs diente dem Anatomischen Institut von 1849 bis 1963 als Begräbnisstätte. Damit kann man davon ausgehen, dass Johann Ludwig Carle auf dem Friedhof in Bitzfeld bestattet wurde. Es gibt im Hauptstaatsarchiv Stuttgart einen Bestand "E 151/51 Bü 169 und Bü 170 Gerichtliche und polizeiliche Leichenschau". Darin enthalten sind keine Informationen zu konkreten Selbstmorden, sondern nur allgemeine Regelungen zur Leichenschau. |
| Pflegrechnungen Ludwig Carle - 1893-96 | |||||||||||
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In dieser Pflegrechnungen vom 04.12.1893 bis 1. Juni 1894 findet sich das folgende: Dem Sohn Ludwig Friedrich Carle stand nach dem Ableben seines Vaters aus dem Vatergut 7.600 Mark zu. Dieses wurde von seinem Opa, dem Schultheißen Carl Christian Carle verwaltet, welches dieser zu 4% vezinsen musste.
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