Verrenberg HistorischDie Familie Groß in Verrenberg

Martin Groß wird 1813 als Gefangener auf der Festung Hohenasperg genannt.
Grund: Desertion; Dauer: 6 Jahre

Martin Gros 1825 - Verrenberg Artikel zu Martin Groß am 23.Juli 1825

Martin Groß; das Oberamt soll den Bruder anschreiben - 1829
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 30.August 1829 findet sich folgendes:
Daß das hochlobliche Amt den Mardin Groß seinen Bruder schreiben sollte ob wir keinen Vergleich in Stand bringen um in zu übernehmen währe dieses nicht so, wollten wir ihn ihn daß Irhaus auf einige Zeit thun ob er sich nicht bessern thäte.
Martin Groß war kein Verrenberger Bürger, sondern lediglich zufällig im Ort geboren.

Martin Groß; er soll nach Zwiefalten gebracht werden - 1829
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 18.September 1829 findet sich folgendes:
Wurde bei dem versammelten Gemeinderat ein Acord abgeschosen, den Martin Gros nach Zwiefalten zu drazbotieren wurte im versprochen an lohn und den Martin Graf Gros Kost frei zu transportieren bekomt 14f.30x. Wo der Lenhard Hofman das alles g... leisten muse und der Comon nicht zur last fallen darf.

Martin Groß, die Gemeinde will nicht mehr für seine Unterbringung
in der Anstalt Zwiefalten aufkommen - 1851
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 07.März 1851 findet sich folgendes:
Nach dem man dem K. Oberamt Oehringen auf Ersuchen früher mitgeteilter Akten über die Heimath Rechts Verhältnisse des in der Irrenanstallt Zwiefalten befindlichen
Martin Groß
N.442 ist derselbe hiesiger Gemeinde nur deßwegen zugetheilt worden, weil er zufällig hier geboren ist.
Da nun in solchen fällen nach dem Bürgerrechtsgesetz v. 15.April 1828 Art. 39 und nach dem revidierten Bürgerrechts Gesetz v. 4.Dezbr 1838 Art. 40. die bei eintretenden Nothstand zu gewährende Unterstützung von der Amts E.... zu leisten ist, während dieselbe bis jezt nur 1/3tel hiezu beitrug, so wurde
Beschlossen
Das derjenige was seit 1828 auf Groß aus Gemeindemitteln verwendet wurde von der Amtspflege zu reklamieren und mit der Ei...idation den Verwalt. Active Born gegen das gefertigte Taggeld nebst Reisekosten zu beauftragen sofort aber sowohl behufs der Vorlage in der Amts Versammlung als zu Einholung hiherer Genehmigung Auszug aus diesem Buche zu fertigen.

Martin Groß, die Gemeinde will nicht mehr für seine Unterbringung
in der Anstalt Zwiefalten aufkommen - 1851
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 13.Mai 1851 findet sich folgendes:
Dem Beschluß v.7.März d.J. in betreff den Verpflegungskosten Reclamation bezüglich des in der Irrenanstalt Zwiefalten befindlichen
Martin Groß
hat das K. Oberamt mittels Erlasses v. 10 März entgegengesezt, daß da die Zutheilung des Groß schon vor Erneuerung des ersten Bürgerrechts Gesezes erfolgt sei, der Art. 39 dieses Gesezes keine Anwendung findet, sofern dieses Gesetzes Artikel seinen Wortlaut nach nicht .... wirke.
Diese Entgegnung wird nun heute in Berathung gezogen und dabei die Ansicht gewonnen, daß Groß der Gemeinde Verrenberg gar nicht förmlich zugetheilt worden sei und alle Leistungen für ihn auf einem faktischen Irrthum beruhen da seine Eltern hier niemals ein Heimathrecht hatten, Groß der zufällig hier geboren wurde und indem .... dessen Zutheilung in ..... und M... erst noch zu prüfen hat, auch ..... nicht die Rede daran seyn kann daß die Gemeinde nicht berechtiget wäre das ind.... bereits bezahlte zurückzufordern viel mehr die Verpflichtung auf sich hätte die Verpflegung des Groß auch ferner zu bestreiten.
Es wurde daher
Beschlossen
1) auf der Reklamation zu beharren
2) falls das K. Oberamt von seiner Ansicht sich nicht abbringen lassen sollte den Rekurs in die Hohe Kreisregierung zu ergreifen und
3) dem K.Oberamt Anspruch aus diesem Buche seye es zur eigenen Er......, seye es zu Vertagung an K. Kreisregierung zuzumitteln dabei aber
4) zu beantragen daß die selbst im falle des Nothstandes befindliche mit andren Armen übersante Gemeinde, auf der die Last der S...ung des Schulmeisters, der Erhaltung kostspieliger Menge und sonstiger Institute nun schließlich ruht, während gar kein Gemeinde Vermögen vorhanden müßten .... ist, die Armenpflegung des Martin Groß auch fernerhin zu besorgen.

Martin Groß, die Gemeinde will nicht die neuen Kosten für seine Unterbringung
in der Anstalt Zwiefalten übernehmen - 1859
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 12.Mai 1859 findet sich folgendes:
Die Gemeindepfleg legt ein Schreiben der K. Verordnung Zwiefalten vom pr. 07.Mai 1859 die neue Regulierung des Verpflegungsgelder für Martin Groß von hier auf Grund der Verfügung des K. Ministeriums des Innre vom 07.Apr. 1859 vor.
In dieser Beziehung ist zu bemerken daß der selbe lediglich kein Vermögen besize, daß der ganze Aufwand für ihn aus öffentl. Lasten bestritten werden müsse uns zwar bezahlt hiran das K. Kameralamt am Verpflegungsgelde 1/3, die Oberamtspflege am Verpflegungs- und am übrigen Aufwand 1/3, uns die Gemeindepfleg am Verpflegungsgelde 1/3 und am übrigen Aufwand 2/3.
Es musste für demselben aus der Gemeindepfleg wenigstens gegen 1200 bis 1500f. bezahlt werden. Die Gemeindepfleg hat einen jährl. Gemeindepfosten von 1200f. bis 1500f. aufzubringen und muß ... ganz durch Umlage auf die Steuer pflichtigen deken, und lasted eine Schuldenlast von 1100f. auf ihr. Aus diesen Gründen wird
Beschlossen
die K. ... in Verm..thung zu er... das Verpflegungsgeld für den Martin Groß in dem bisherigen Betrag von 100f. zu belassen.

 

Quellennachweis.

Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
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