Verrenberg HistorischDie Familie Georg Peter Geist
(1804-1861) in Verrenberg


Georg Peter Geist möchte das Verrenberger Bürgerrecht - 1843
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 20.Januar 1843 findet sich folgendes:
Georg Peter Geist ehelicher Sohn des + Melchior Geist Söldners und Bürgers in Harsberg bittet um Aufnahme in das hiesige Bürgerrecht weil er sich mit Eva Maria hinterlassene Wittwe des jung Mattheus Schanzenbach v. hier verehelichen wolle.
Nach vorgelegtem Geburts Brief besizt Geist ein ..riges Vermögen von 400f. und ein gutes Prädikat. Dessen Braut besizt lt. der auf Absterben ihres ersten Mannes errichteten Eventual Theilung vom 14.Febr. 1842 ein Vermögen von 500f. und es bringen daher beide zusammen 900f. mehr als nach dem revidierten Bürgerrechts Gesez v. 4. Dbr. 1833 Art. 20 erforderlich ist 300f.
So man nun den Nahrungs Stand des Geist vom Gemeinderath....... für gesichert erachtet werden muß, so ist auch der herbeigerufene Bürger Ausschuß für die Aufnahme Geits und unter vorbehalt der Zustimmung fürstl. Standesherrschaft wurde
beschlossen
Dem Georg Peter Geist zum Behuf seiner Verehlichung mit Jung Mattheus Schanzenbachs Witb dahier das Bürgerrecht zu verleihen und anzusezen
für die GemeindeCasse
sugat. Gebür 10f.
Surrogat für FeuerAimer und Obstbäume 2f. 42x
für das Waisenhaus 1f.
Sportel für den Gemeinderath 3f.
Summa 16f. 42x.

Georg Peter Geist erwirbt das aktive Bürgerrecht - 1843
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: d. Aufnahme G.R. Prot Bl.6 II
Art und Zeit des Eintritts in das Bürgerrecht: "20.Jan 1843 d Verheurathung"

Georg Peter Geist wird als Pfleger für J. Michael Frank eingesetzt - 1848
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 09.Januar 1848 findet sich folgendes:
Es wurde als Pfleger für das unehliche Kind der Friederika Frank, nehmlich für J. Michael Frank, der Peder Geist aufgesteldt, und wurte aufs feuerlichste nach der Eides-Formel verpflichtet.

Peter Geist klagt gegen den Schafknecht Friedrich Reichert - 1856
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 28.März 1856 heist es:
Es erschien Peter Geist Bürger und Weingärtner von hier und klagt an daß der hiesige Schafknecht Friedrich Reichert in beisein seines Herrn Heinrich Steidel von Oehringen mit seinem Schaafvieh auf seinem blauen Weinbergs Klee im Bienenweinberg geweidet habe womit er nicht zufrieden sein könne, und verlange daß der Beklagte zur Strafe gezogen und die die Verursachten Kosten verurtheilt werde sollte der Beklagte solches bestreiten wollen so bin ich bereit ihn mit 2.Zeugen zu überweisen daß er in meinem Klee geweidet hat.
Schafknecht Reichert darüber vernommen gibt an Ich habe von meiner Herde einen Hammel gefangen indessen sind mir etwa 15-20 Stück von meiner Herde in den Klee des Beklagten ......, aber daß die ganze Herde darauf geweidet hat ist eine unrichtige Angabe.
Ich bitte deshalb wegen diesen Kleinigkeit mich von einer Strafe befreit zu lassen. Denn ich will späterhin kein Grundstück mehr beweiden daß darüber eine Klage gegen mich in Vorschein kommt.
Geist hat mündlich Verzicht zu leisten beurkundet

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828