Verrenberg HistorischDie Familie Georg Peter Feinauer
(1800-1839) in Verrenberg

Georg Peter Feinauer erwirbt das Bürgerrecht
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: 13.Dezember 1832

Rechts-Erkenntnisse der Gerichtshöfe des Königreichs Württemberg: vom Jahr 1829
Rechts-Erkenntnisse der Gerichtshöfe des Königreichs Württemberg: vom Jahr 1829 - Feinauer

Georg Peter Feinauer bekommt ein Zeugnis - 1832
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 01.Dezember 1832 findet sich folgendes:
wurde bei dem versammelten gemeinderat dem Michel Ales ein vermegens und Predicat Zeugnis ausgestelt und Peter Feinauer ein Predicats Zeugnis

Georg Peter Feinauer will das Bürgerrecht - 1832
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 13.Dezember 1832 findet sich folgendes:
Verhandelt durch den Gemeinderath
bei dem anheute abgehaldennen Gerichts Tag kam folgende verhandlung vor
I. zu einem Bürger und Bürgerin wurde aufgenommen
Feinauer Peter ein Bauer von Pfalbach bittet um die Bürgeraufname für sich ... gebohren zu Pfalbach ein Geburts und Vermögens Atestadt welcher enthält daß an Vermögen 205f. besizt einen Lebenswandel das er von 1831 bis 1832 3.mal auf dem Straf blaz gewesen war.
Dem Feinauer seine Bite zu wilfaren und somal ihm als für das Bürgerrecht dahir mit di Auflage zu zulasen daß ein neuer Feueraimer zur Gemeinde Pflege anzuschaffen und zwe Tragbare Obstbäume zu sezen habe.


Nachtrag links:
Sportal führ ihn 1f.

Georg Peter Feinauer wird wegen Diebstahl verurteilt - 1835
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 16.März 1835 findet sich folgendes:
Peter Feinauer wurde am 16ten Merz 1835 wegen eines kleinen .. Diebstals zur einer Siebenzehnmonatlicher Arbeits Haus Strafe Verurtheilt und nach erstandenen Strafe unter Orts Polizeilicher Aufsicht übergeben

Georg Peter Feinauer wird wegen Diebstahl verurteilt - 1837
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 02.März 1837 findet sich folgendes:
Den 2ten Merz 1837 wurde der Peter Feinauer wegen Diebstahl in der Kälter und bey Mathias Kraft und Peter Widt von Schwölbronn zu einer zweyjährigen Arbeitshaus Strafe und einer körperlichen züchtigung von zwanzig Streigen Verurtheilt seyn soll

Im Nahmen des Königs
In der von dem K. Fürstl Amts Gericht Pfedelbach verhandelten Untersuchungssache gegen Peter Feinauer v. Vörrenberg erkent nachträglich zu dem unterm 2t. d. M. ergangenen Urtheil der Crimminal Senat des K. Gerichts Hof für den Jagstkreis.
Das der angeschuldene hinsichtl. des Verdachts der Consinations ueberschreitung in so vieler beziehung von der Instanz zu E....den, jedoch nach erstandener Strafe wiederholt nach mas gabe der Verordnung vom 10.Novr 1825 unter Orts polizeilicher Aufsicht zu stellen und die Gerichts Herrschaft zu Tragung der ...ttern aufgelaufenen Kosten zu verpflichten sey so beschlosen im Crimminal Senat des K.Gerichts Hoff für den Jagst Kreis Elwangen den 30 Merz 1837

Christina und Catharina Feinauer werden gestraft - 1855
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 25.Juni 1855 folgendes:
Johann Haußler und Peter Wenninger erschienen vor dem SchultheißenAmt mit der Christina Feinauer und Catarina Feinauer und klagen an daß beide ihren Aker im Flur in der Gerste gegrast zugleich Schaden in ... Gerste verursacht haben, die Kläger tragen darauf an daß beide gestraft werden sollen aber auf den Schadenersatz wollen sie verzichten
Die Christina und Catharina Feinauer über vorstehende Klage verständigt geben an es ist wahr daß wir auf diesen Aker gegraßt haben. Wir haben aber geglaubt dieser Aker gehöre dem Johann Käppler denn wenn wir gewußt hätten daß der Aker dem Peter Wenninger und Johann Haußler gehörte so hätten wir das Grassen unterlassen
Beide Thäterin wurden mit einer Strafe nehmlich
Catharina Feinauer 30x
Christina Feinauer 30x

Johann Christoph Feinauer will einen Geburtsbrief - 1856
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 11.September 1856 findet sich folgendes:
Johann Feinauer von hier unehlicher Sohn der Ehefrau des +Peter Feinauer bittet um Ausfertigung eines Geburtsbriefes Behufs seiner Übersiedlung nach Mittelsteinbach ObAmts Weinsberg Gemeindebezirk Untersteinbach
Beschluß zu bezeugen
1) Daß gedachter Feinauer der unehliche Sohn der Ehefrau des Peter Feinauer und laut vorgelegtem Taufschein am 25.August 1824 zu Verrenberg geboren ist
2) Daß derselbe zur Evangel. Confession bekennt
3) Dieser zur Unverehlicht ist
4) Daß er Württembergischer Staats und Gemeindebürger zu Verrenberg ist
5) Derselbe ihm Jahr 1852 3.Monath zuh Polizeihaußstrafe erstanden hat seit dem aber nichts schlechtes nachgesagt werden kann.
6) Das was sein Vermögen betrifft derselbe nach glaubhaftem Ausweise
  eigenerspartes Vermögen 290f.
  An sonstiger Fahrniß an Kleider und Leibweißzeug 30f.
  Summa 320f. besizt
Wovon nichts in Nutzniesung steht und worauf unsers Wissens keine Schulden haften

Klage des Johann Christoph Feinauer gegen Bernhard Schumacher - 1857
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 07.Januar 1857 findet sich folgendes:
Da in der Schuld Klagsache des Johann Feinauer von Unterheimbach gegen Bernhard Schumacher von hier der dem lezteren unter Androhung der ...ertheilten Termin fruchtlos verstrichen ist und daher um die Hülfsvollstreckung eintreten muß die Forderung aber nicht so beteudend ist daß Güterstüke angegriffen sondern vielleicht durch Verkauf an Fahrniß des Schuldners getilgt werden kann, indem nun das Kapital bloß 60f. beträgt der Schuldner aber so viele Fahrniß besizt daß der Verkauf von Theilweiße der Fahrniß für ihn mit dem wenigsten Nachtheil verbunden ist und sich hizu insbesondere
Heu Stroh Wiesensch. eignen würde so wurde
Beschlossen
Den Gemeinderath Anton Hörger und
den Gemeinderath Knappenberger
zu beauftragen daß dieselben die Auspfändung bei Schumacher vornehmen.
Zugleich für die ausgepfändeten Gegenstände über die Entfernung bis zu Verkaufstag Sorge zu tragen haben

Friederika Feinauer will ihren Lohn als Leichenfrau - 1875
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 24.August 1875 folgendes:
Klage der Leichenfrau Friederike Feinauer
gegen
Johann Spengler Maurer hier
Belohnung betreffend
Beil.No 36
Leichenfrau:
Sie ging von Haus zu Haus, verkündete den Nachbarn den Tod des Verstorbenen und informierte über die Beerdigung. Oft richtete sie den Leichnam her, wusch und kleidete ihn, schnitt Haare und Fingernägel. Sie sorgte für die Vernichtung der Utensilien, die für die Leichenwäsche benutzt wurden. Manchmal bekam sie Kleidung als Lohn, manchmal Geld oder Lebensmittel. Das war je nach Region ganz unterschiedlich.

Auswanderung des Johann Christian Feinauer - 1884
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 12.Februar 1884 heist es:
Auf das vor ca. 14 Tagen ausgestellte Zeugniss, daß nehmlich der Auswanderung nach Nordamerika des am 21.November 1859 dahier geboren ledigen Schmids.
Johann Christian Feinauer v. hier dießseits kein Hinderniß bekannt ist, wurde die Entlassung aus dem württ. Staatsverband durch Regierungsdekret vom 21.Febr. d.J. No.1043 ertheilt, wovon man heute Kentniß erhalten hat.
Johann Christian Feinauer (21.11.1859 in Verrenberg geboren) lebte bis 1884 als Schmid in Bitzfeld. In seinem Gesuch um Entlassung aus dem Württembergischen Staatsverbund wird eine Rosina Conrad erwähnt, die er angeblich geschwängert haben soll, es lag jedoch keine Anzeige vor (Quelle Ludwigsburger Zentralarchiv: E175, Bü 6057).

In Ohio USA hatte er mit seiner Frau Edna 4 Kinder. Die Nachkommen leben heute noch in USA. Vielen Dank an Herrn Manfred Feinauer aus Heilbronn für seine Hilfe!!
 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1501 Band 6)
Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ludwigsburger Zentralarchiv: E175, Bü 6057
www.Familysearch.com
Buch "The Wuerttemberg Emigration Index, Volume Six"
www.Ancestry.com
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828