Verrenberg HistorischDie Familie Johannes Gebhard
(1787-1847) in Verrenberg


Johannes Gebhard erwirbt das aktive Bürgerrecht durch Heirath - 1821
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: durch Geburt
Art und Zeit des Eintritts in das aktive Bürgerrecht: durch Heurath ao 1821

Johann und Ludwig Mugele haben Johann Gerhardt geschlagen - 1835
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 01.April 1835 heist es:
im Namen des Königs
In der Untersuchungssache gegen Johann und Ludwig Mugele von Vörrenberg wegen nächtlicher Mißhandlung des Johann Gebhardt von dort erkant das K. Amts Gericht Pfedelbach daß der gegen Johann Mugele GemeindePfleger von Vörrenberg und Ludwig Mugele von da erhobene bezicht einer nächtlichen Verübung von Real Injurien gegen Johann Gebhardt von als überwisen zu beruhen habe, und dem Johann Gebhardt in Rücksicht der ihm erwießenermaßen zur laß
fallenden Trunkenheit der Ersatz der Untersuchungskosten aufzulegen sey
So beschloßen im K. Amts Gericht Pfedelbach
den 1ten April 1835

Eva Catharina Gebhard soll ein "Wardtgeld erhalten - 1837
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 05.Juli 1837 findet sich folgendes:
Nach einem Oberamtlichen Erlaß solle der Hebame Johahanies Gebhardt ein Wardtgeld ausgesezt werden
so wurde Beschlossen
Jährlich ein Wardt Geld zu bezahlen von der Comon Case 3f.

Johannes Gebhard - der invalide Webermeister bekommt ein Zeugnis - 1841
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 16.Juni 1841 findet sich folgendes:
Dem Invalieden Webermeister Gebhardt wird ein gemeinderäthliches Prätikats und Vermögenszeugniss ausgestellt.
1) ist er noch nicht in Untersuchung gestanden auch noch nicht gestraft worden
2) besizt er an Vermögen 200f.

Eva Catharina Gebhard - Erhöhung des "Wardtgeld" - 1841
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 07.Juli 1841 findet sich folgendes:
Von dem Gemeinderath wird beschlosen das Wardtgeld der Hebame Gebhart wird von 3f. Bis auf 5f. Jährlich erhöt

Johannes Gebhard - noch ein Zeugnis - 1842
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 18.Februar 1842 findet sich folgendes:
Dem Invaliden Johann Gebhardt von Vörrenberg wird auf K. Ober Amtlichen Erlaß ein gemeinderäthliches Predicat und Vermögens und Familienzeugnß Ertheilt
1) besizt er an Vermögen ohngefer 100f. Und ist schon 19 Jahre angestelt als Wegknecht auf der Staats Straßen
2) hat er eine Familie von 5 Kindern
3) kann man ihn nicht Nachtheiliges nachsagen und hat noch keine Strafe ..standen.

Louisa Gebhardt wird wegen Diebstahl gestraft- 1854
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 10.Oktober 1854 folgendes:
ferner hat der Feldschütz die ledige Luise Gebhardt und die Carolina Frankin welche noch Schulpflichtig ist am 10.Oct 1854 auf dem Johann Frank seinem Aker im Geigerspiel angetroffen dieselbe haben mit einander 7.Stöke Kartoffeln entwendet
Die beiden wurden über obige Angabe verständigt geben an wir haben gedacht dem Akerbesitzer haben solche zu graben vergessen und es werde nichts zu sagen haben wenn wir diese vollends heraus graben
Vorstehende Louise Gebhardt wurde daher in eine Strafe von dem Gemeinderath von 15x verfällt.
und die Schulpflichtige Franken sollen in der Schule vom Lehrer abgestraft worden

Belehrung der Hebamme Chatharina Gebhardt - 1856
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 15.Juli 1856 folgendes:
Auf einen hohen Erlaß des K.OberAmts Oehringen vom 15.Juli 1856
Ist der sich hier befindlichen Hebamme Chatharina Gebhardt die Auflage gemacht worden, daß wenn sie bei einer Unehelichen Geburt anwohne dem SchultheißenAmt sogleich Anzeige davon zu machen habe im Unterlassungsfall sei mit Strenger Strafe gerügt werde
Die Eröffnung und Belehrung
Beurkundet den 23.Juli 1856

Der Feldschütz klagt gegen die Wittwe des Johann Gebhardt - 1861
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 21.September 1861 heist es:
Es erscheint der hies. Feldschüz Michael Kipf und macht die Anzeige daß die Johann Gebhardts Wittwe von hier in den hies. Krautgärten im Fluhr 3,kleine Krautshärzel u 1.Hakhaben entwendet habe, er habe sie angeret und den Vorhalt gemacht daß sie heute schon in viele Krautgärten gekommen sei was er von Gäslesberg aus gesehen habe.
Kipf gibt an wie er der Gebhardt zu 15.Schritte zu nahe gekommen sei habe sie das Kraut unter einen Weitenbusch geschmissen und weiter gelaufen ich habe zu ihr gesagt sie hätte das Kraut nicht wegzuschmeißen brauchen ich werde es sogleich ausfündig machen. ich begab mich sogleich in die Krautgärten um nachzuforschen welchen der Garten gehört, wo Kraut entwendet ich habe gesehen daß da dem Krautgarten des Leonhardt Carle ersehen daß 2. Häuptet entwendet sind.
Die Wittwe Gebhardt hierüber vernommen gibt an
es ist richtig daß ich in des Käpplers Krautgarten 1.Häuptel die anderen 3. weiß ich nicht wem der Krautgarten gehört hat entwendet weiter weiß ich nichts anzugeben
Der Werth für diese 4.Stück beträgt 2x
Beschluß
Da dieses wohl verübter .... Felddiebstahl und die Gebhardt denselben zugestanden aber die Gegenstände einen minderwerth haben die Gebhardt in eine 12.Stündige Arreststrafe zu verfällen
Die Eröffnung
Die Gebhardt gibt an daß sie immer Kränklich und nicht im Stande sei eine Arreststrafe auszustehen sie bitte daher die angesezte Strafe in Geld zu verwandeln.
Da die Gebhardt schon hochbetagt und ihre Angabe der Wahrheit gemäß ist so wurde ihrer Bitte entsprochen und in eine Geldstrafe von 1f. 30x verfällt

Christina Dorothea Gebhard - möchte nach Langenbeutingen heiraten - 1863
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 04.Juni 1863 findet sich folgendes:
Auf Aufsuchen der Christina Gebhardt Tochter des +Johannes Gebhardt, gewesener Bürgers und Weingärtners von hier, welche die Absicht erklärt hat zu Langenbeutingen Oberamts . Häuslich niederzulassen. Wird von dem unterzeichenten Gemeinderath Beurkundet
1) Daß gedachte Christina Gebhardt ehliche Tochter des Johannes Gebhardt und seiner Gattin Catharina geb. Brand und laut vorgelegtem Taufschein am 25.Merz 1832 zu Verrenberg geboren ist
2) Daß dieselbe zur Evangelischen Confession sich bekennt
3) Daß sie zur Zeit unverehlicht und Mutter von 1.Kind ist im Alter von 1 1/2 Jahren welches ihrer Mutter nachfolgen soll
4) Daß sie Württembergische Staats, und Gemeindebürgerin zu Verrenberg ist
5) Daß sie hinsichtlich ihres Prädikat an keinem der im Geseze vom 15.Apr. 1828 Art. 19 bezeichneten Mängel leidet
6) Das was ihr Vermögen betrifft, dieselbe nach vorgelegten Capital Dokumenten
an Liegenschaften 0f.
an Capital und anderen Ausständen 395f.
an baarem Gelde ca. 20f.
an sonstigen Fahrniß mit Ausschluß der Kleider   
und Leibeweiszeug
60f.
im ganzen also 475f.
besizt, worauf nichts in Nuzniesung steht und unsers Wissens keine Schulden haften
7) Daß ihrem Austritt aus dem hies. Gemeindeverband unseres Wissens kein Hindernis im Wege steht.

Volkstümliche Überlieferungen aus Verrenberg zum Thema Hebamme - 1900
Aus dem Konferenzaufsatz des Verrenberger Volksschullehrer Pfeiffer aus dem Jahr 1900
Nach dem Glauben der Kinder holte früher die Hebamme die Kinder in Heilbronn aus dem Siebenröhrenbrunnen; jetzt heißt es, der Storch beiße zuerst die Mutter in den Fuß und bringe dann ein Kindlein.

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828
http://pilot.familysearch.org