Verrenberg HistorischDie Familie Johann Friedrich Vogg
(1843-1870) in Verrenberg

Johann Friedrich Vogg möchte das Bürgerrecht trotz minderjährigkeit - 1865
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 17.Februar 1865 findet sich folgendes:
Heute erscheint Johann Friedrich Vogg Sohn des Johann Friedrich Vogg Bürgerlich in Kochersteinsfeld. Wohnhaft in Büttelbronn Oamts Oehringen und trägt vor.
Ich habe mich mit der Rosina Görtz Tochter des Georg Christian Görtz von hier ehlich versprochen, und stelle daher die Bitte mir das hiesige Bürgerrecht zu ertheilen.
Behuf dieses Gesuchs hinterlegt Bittsteller einen von dem Gemeinderath Kochersteinsfeld gefertigten Geburtsbrief vor wornach derselbe ein gutes Prädikat und an Vermögen 3109f. besizt wovon aber der Vater des Bittstellers 1109f. in Nuznießung stehen bleiben, die Braut des Bittstellers bekommt von ihren Eltern an Vermögen 600f. welches sie von dem übernommenen Gutskaufschilling als Heurathgut abrechnen darf. Da also der Nahrungsstand für gesichert erscheint und hierals der Fall nicht zutrifft um welchen der Bürgerausschuß um seinen gutächterliche Äußerung zu vernehmen wäre so wurde einstimmig
Beschlossen
Dem Bittsteller vorerst das hies. Bürgerrecht zu ertheilen mit dem Anfügen, daß man den Bittsteller von der Minderjährigkeit welchen er noch nachzusuchen hat Diszensirt oder sich indessen vor der PfarrAmt Trauung etwaige Hinderniß zuschleichen

Johann Friedrich Vogg bekommt das Bürgerrecht - 1865
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 15.Juni 1865 findet sich folgendes:
Nach Blatt. 120 dieses Buchs ist dem Friedrich Vogg von Kochersteinsfeld das hies. Bürgerrecht ertheilt worden mit dem Anfügen wenn der Bittsteller da er noch zur Zeit minderjährig ist von der Minderjährigkeit Diszensirt oder sich indessen vor der Pfarr Amtlichen Trauung etwaige Hinderniße einschleichen.
Nach dem vom K. OberAmt Oehringen hierher gelangter Mittheilung vom 12.Juni d.J. ist der Bittsteller durch Regierungs Dekret von 7/9 Juni 1865 Diszensirt worden gegen erlegung von 50f. Sportel welche nach vorgelegter Bescheinigung bezahlt worden sind.
Der Gemeinderath hat hierüber Berathung gepflogen und
Beschlossen
Dem Friedrich Vogg das Bürgerrecht .... sich über die Minderjährigkeit zu ertheilen, und einen Proklamationschein auszustellen, jedoch unter wiederholter Bedingung daß der Bittsteller sämtliche Kosten und Annahmengebühren baar zu bezahlen hat im falle aber die Pristerliche Trauung nicht statt findet wieder aus der Bürgerliste gestrichen und die Annahmegebühr von 10f. aus der hies. Gemeindekasse wieder zu erheben hat.
Es wurden hiermit angesezt
dem Bräutigam
a. Bürgerannahme Gebühr 10f.
b. Feuerlöschgeräthschaften und Obstbaumpflanzungen 8f. 42x
c. Gemeinderathsprotokoll 3f.
d. Waisenhausgebühr 1f.
e. Aufwärter 6x
f.Auszug          6x
  22f. 54x

Johann Friedrich Vogg erwirbt das aktive Bürgerrecht durch Heirat - 1865
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: Annahme Heurath GeRathProt III bl. 119b
Art und Zeit des Eintritts in das aktive Bürgerrecht:

Friedrich Hörner bekommt ein Zeugnis - 1874
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 02.September 1874 findet sich folgendes:
Auf Anordnung des Königl. Oberamts Oehringen wurde v. Gemeinderath den nachstehenden Persohnen die beigesetzten Zeugnisse über Predikat, vermögen und Vorstrafen ausgestellt.
1. .......
3. Friedrich Hörner
  Predikat und Vermögen unbekannt da er erst seit März d.J. hier ist
Vermögen ca. 960f. unter Pflegschaftl. Verwaltung

Verhandlung wegen sammeln von Holz im Wald - 1876
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 07.Januar 1876 folgendes:
Der hier aufgestellte Waldschütz Peter Schanzenbach in den Privatwaldungen bringt zur Anzeige, daß er am Mittwoch den 5.Januar die Rosina Vogg's Wittwe mit einem Schubkarren voll Holz vom Wald heimfahrend getroffenhabe. Ich stellte sie hier über zu Rede worauf sie mir erwiederte das geh mich nichts an.
Da ich als Waldschütz verpflichtet bin, so bringe ich dieses Behufs Bestrafung zur Anzeige

Verhandelt den 28t Januar 1876
Rosina Voggs Wittwe vernommen gibt an:
Mein 11.Jahre altes Müdchen ist wohl mit meinem Wissenin den Wald zum Holz zusammen zulesen gegangen.
Sie kam heim und holte mich weil sie das Holz nicht fort brachte dieß war ein Büschel, ich nahm den Schubkarren und fuhr mit demselben hienaus lud die Büschel darauf und noch von meines Vaters Baumstück im Lindenhölzle etwas Zwetschgebaum Reisig.
Ich wußte nicht, daß das Dürre Holz lesen im Wald verbotten ist.
Da noch verschiedene andere auch solches Holz geholt haben

Ab und vor
Waldschütz Schanzenbach
Sind andere auch schon im Wald gewesen die das gleiche Holz geholt haben?
Es ist richtig daß letzten Sommer schon einige von mir getroffen wurden welche ich gewarnt habe. Seit dem sind sie nicht mehr gekommen
Beschluß
Auf Grund der Verhandlung die Voks Wittwe ernstlich zu verwarnen dieselbe aber für diesmal Straffrei zu laßen

Friedrich Robert Karl Hörner ist wohnsteuerpflichtiger Beisitzer seit 1878
Im Verzeichnis der wohnsteuerpflichtigen Einwohner im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: Oehringen
Art und Zeit als Beisitzer: Verehl. D. 17.Dezember 1878 mit Katharina Rosina geb. Görtz Wittwe Vogg
Art und Zeit des Austritt als Beisitzer:  
Bemerkung:  

Streitsache Friedrich Knappenberger gegen Friedrich Hörner - 1884
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 10.April 1884 findet sich folgendes:
Verhandlung des Rechtsstreits zwischen Friedrich Knappenberger Ausdinger hier Kl.
Gegen
Friedrich Hörner Schmied hier Bekl.
Schuldforderung von 25M betref, wurde ein abweisendes Urtheil des Kl. gefällt.
Beil. No. 96.

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis der wohnsteuerpflichtigen Einwohner ab 1828