Verrenberg HistorischDie Familie Georg Friedrich Knappenberger
(1808-1888) in Verrenberg

Georg Friedrich Knappenberger erwirbt das aktive Bürgerrecht 11.August 1836
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: durch Aufnahme
Art und Zeit des Eintritts in das Bürgerrecht: 11.August 1836

Anna Maria Agatha Weber - 1834
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 31.Juli 1834 findet sich folgendes:
Es erscheint Ana Maria Agatha Weberin und bringt vor dem Gemeinde Rath vor das sich Entschlosen habe sich in ornberg sich Bürgerlich nieder zu lassen und bittet um einen geburts brief.
Da wurde ihr von demm gemeinde Rath ein geburts Brief und Vermögens Attistat ausgestelt von 415f.

Familie Friedrich Knappenberger; Bürgeraufnahme - 1836
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom August 1836 findet sich folgendes:
Friedrich Knappenberger Bauer von Ohrnberg bittet unter Vorlegung eines Geburtsbriefes vom 1.Juni 1836 um Aufnahme für sich, seine Frau, 1 Kind und seine Mutter Catharina Friedrich Knappenberger gewesener Schneider dahier.
Nachdem vorgelegten Zeugniss besizt sowohl Knappenberger, als seine Frau ein gutes Prädicat und 1700f. Vermögen auch dessen Mutter ist gut prädizirt und hat einen ..d..th Ausgeding zu beziehen, .... zu ihrem Subsistenz hinreicht.
Unter Zustimmung des Bürger Ausschusses wurde sofort
Beschlossen
Den Knappenberger, dessen Ehefrau, dem 1.Jahr alten Kind Friederike und die Mutter, Catharina Fried. Knappenbergers Wtb. gegen Erlegung der Bürger Annahme Gebühr in das hiesige Bürger Recht aufzunehmen und die standesherl. Zustimmung einzuholen
Annahme Gebühr
   für sich 10f.
   Frau 5f.
   1. Kind 2f.30x
   für die Mutter 5f.
für 1.Feuer Aimer 1f.30x
Spotel
   für den GemRath 3f.
   für das Kamerlamt 2f. 15x
Summa 29f. 15x

Friedrich Knappenberger wird Pfleger für die Wielandschen Kinder - 1842
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 21.November 1842 findet sich folgendes:
Wurte der Friedrich Knappenberger als Pfleger gewählt und verpflichtet, für die Wielandische Kinder daß Ehr für diese sorgen wolle als Pfleg Vatter und hat auch einen Stadt und Underricht bekommen.
Brauchten die Wielandschen Kinder einen Pfleger, weil der Vater vergant wurde?

In einer Zeitungsanzeige bietet Friedrich Knappenberger seinen Hof zum Verkauf an. - 1859
Was war der Grund, dass Friedrich Knappenberger seinen Hof verkaufen wollte?

Der Dieb von Bohnenstecken wird gesucht - 1863
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 19.Juni 1863 findet sich folgendes:
Unterm 13.Juni d.J. erschien der hies. Waldschütz Michael Kipf und macht die anzeige daß in dem Wald Lindenhölzle und zwar dem Besizer Friedrich Knappenberger und Christoph Lay aus ihren Waldungen Bohnensteken entwendet worden seien, vermag aber nicht anzugeben wer diese That verübt hat, derselbe wurde beauftragt um nach den gestohlenen Gegenständen nicht nur auf hies. sondern an dem angrenzenden Markungen Nachforschungen zu treffen ob sich nichts etwa von diesen Gegenständen vorfindet oder herausstellt.
Diesem Auftrag zu folge erscheint heute Feldschütz Kipf und gibt an
ich habe diesem Auftrag zu folge Genüge geleistet und habe da ich als Feldschütz bestellt auch der ganzen Markung nach den entwendeten Gegenständen nachgeforscht und in Erfahrung gebracht daß sie der hies. Bürger Jacob Seebach von hier entwendet und auf einem Kartofelaker im Herrschig zu schüzung der Bohnen eingestekt hat
Jacob Seebach als Angeschuldigter vorgerufen gibt an
Es ist richtig daß ich diese That verübt habe und Bitte daher um diese Vergehung was mir aus Versehen geschehen ist eine Warnungsstrafe anzusezen, zugleich bin ich auch bereit dem Friedrich Knappenberger 2f. 42x. und Christoph Lay 2f.42x. als Schadenersatz zu ersezen.
Knappenberger und Lay ist mit dem Vertrag einverstanden und leisten auf alle weitere Ansprüche verzicht
Beschluß
Da der Bekl. zugestanden daß er die That verübt und sich mit den Betreffenden verständigt habe in eine Strafe von 3f. zu verfällen
Bekl. erkennt die Strafe an und Verzichtet auf den Recours

Friedrich Knappenberger klagt wegen einem Fußweg - 1867
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 17.Juli 1867 findet sich folgendes:
Heute erscheint Friedrich Kmappenberger von hier und trägt vor
Ich besize auf der hies. Markung im Distrikt Wamestfeld, worüber mir was ich nicht zu dulden habe ein Fußweg durch Muthwillen gemacht wird, ich habe solches schon öfters abgegraben und ein Warnungszeichen angebracht, am 16 d.M. Abends zwischen 5 und 6 Uhr war ich in der nähe meiner Wiesen um Futter zu holen, da kam der Stiefsohn des Carl Klaiber mit Namens Gottlieb Roth, und trat das .......


Der Rest des Eintrages liegt mir im Moment nicht vor.

Friedrich Knappenberger klagt gegen Georg Kasper Michael Schmelzle - 1878
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 17.Mai 1878 findet sich folgendes:
Friedrich Knappenberger Bauer hier erscheint vor dem Schultheißenamt und zeigt an
Nachdem öffentlich durch ausschellen bekannt gemacht worden ist, daß die Gänsebesitzer ihre Gänse einzusperren haben, habe ich die 4.Gänse des Michael Schmelzle diese Woche schon mehrmal aus meinem Gras und Baumgarten hinausgetrieben, da aber dieß nichts gefruchtet hat, habe ich dieselben heute heim getrieben und in meiner Scheuer eingesperrt.
Ich beantrage weitere Verfügung
Michael Schmelzle auf vorstehendes vernommen, anerkennt, daß seine 4.Gänse in dem Garten des Knappenberger gewesen sind welches Schmelzle als Nachläßigkeit seiner Kinder bezeichnet.
Es wird hierauf
Beschloßen
auf Grund GeRathsProtokoll Thl.II Bl. .. d. Gemeinderäthlichen Bestimmungen gemäß den michael Schmelzle Bauer hier um 1.M zur Strafe zu verurtheilen.
Schmelzle über den Rekurs belehrt verzichtet darauf und nimmt die Strafe an

Friedrich Knappenberger klagt gegen Georg Kasper Michael Schmelzle - 1880
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 05.März 1880 findet sich folgendes:
Streitsache des Friedrich Knappenberger von hier, (Ausdinger) gegen
Michael Schmelzle Bauer u. GeRath hier, Eigenthumsanspruch und Schadenersatz betreffend, wurde ein Vergleichsversuch gemacht welcher aber nicht zu Stande kam und daher der Kl. Knappenberger an das Hl. AmtsGericht als die zuständige Behörde verwiesen

Streitsache Friedrich Knappenberger gegen Peter Frank - 1884
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 01.Februar 1884 findet sich folgendes:
In der streitsache zwischen
Friedrich Knappenberger Ausdinger hier Kl.
gegen
Peter Frank Bauer hier Bekl.
Ersatzforderung v. 25M betreffend
wurde der Kl. mit seiner Forderung abgewiesen.
Beil. No. 94

Streitsache Friedrich Knappenberger gegen Friedrich Hörner - 1884
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 10.April 1884 findet sich folgendes:
Verhandlung des Rechtsstreits zwischen Friedrich Knappenberger Ausdinger hier Kl.
Gegen
Friedrich Hörner Schmied hier Bekl.
Schuldforderung von 25M betref, wurde ein abweisendes Urtheil des Kl. gefällt.
Beil. No. 96.

Friedrich Knappenberger erhält öffentliche Armenunterstützung - 1886
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 02.Februar 1886 findet sich folgendes:
Die öffentliche Armenunterstützung des 78 Jahre alten
Friedrich Knappenberger
soll von morgenden Mittwoch den 3.Febr. d.J. an beginnen. Die näheren Bestimmungen hierüber sind in dem Protokoll der Ortsarmenbehörde bl.25 enthalten.

Streitsache Friedrich Knappenberger gegen die Wittwe des Georg Schanzenbach - 1886
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 11.Juni 1886 findet sich folgendes:
Friedrich Knappenberger klagt gegen Georg Schanzenbachs wittwe v. hier auf Bezahlung für Arbeitsverdienst und kuriren v. Vieh zus. 7M 40d
Der Streitfall wurde heute verhandelt vor dem Gemeinderath und ein abweisendes Urtheil gefällt
Beil. No. 97.

Friedrich Knappenberger - als Entschädigung der Gemeinde für die Armenunterstützung
wird der Ertrag eines Weinberges gepfändet - 1887
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 20.Oktober 1887 findet sich folgendes:
alt Friedrich Knappenberger von hier bezieht schon seit 1.Feb 1886 von der Gemeinde eine Armenunterstützung von täg. 50d welches schon über 300M ausgab verursacht hat. Derselbe hat einen Weinberg in Genuß deren Ertrag auf 1/2 Eimer oder 150 Liter geschätzt wird im Werth von ca. 50M und wird
beschlossen:
diesen Ertrag als einigen Ersatz für die Gemeinde zu Pfänden, in die Kelter zu schaffen undn den Wein unter der Kelter zu verkaufen womit Gemeinderat und Keltermann Frank beauftragt wird unter vorbehalt GemRätl genehmigung


Nachtag links:
Der Wein 130 Litter wurde am 26.Oktober 87 an Sonnenwirth Zorn dahier für 60M verkauft.
bes. Protok. bei der GePfl.

Friedrich Knappenberger - als Entschädigung der Gemeinde für die Armenunterstützung
wird der Ertrag eines Weinberges gepfändet - 1887
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 20.Oktober 1887 findet sich folgendes:
Der Ortsarme Friedrich Knappenberger sucht auf den bevorstehenden Winter um bessere Kleidung nach, demselben wird ein in der Gemeinde noch vorhandener Kittel und ein Hemd sofort gegeben und wird der Gemeindepfleger beauftragt für anschaffung von ein paar Hosen zu sorgen.

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1501 Band 6)
Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828