Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.48 in Verrenberg

Links: Aufnahmen aus den 60er Jahren und die gleiche Stelle 2005   Mitte: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 48 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 48 Haus 48 in Verrenberg Haus 48 in Verrenberg, 2005
Unten, das Haus einmal im Urzustand und bereits zur Hälfte abgebrochen. Haus 48 in Verrenberg Haus 48 in Verrenberg beim Abbruch

Die Bewohner


Am 18. Juni 1822 musste Michael Hobach wohl seine Liegenschaften samt Haus verkaufen. Am 2.Oktober 1822 konnte er sie zu den gleichen Konditionen wieder auslösen.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer Michael Hobach genannt. Da er und seine Frau nicht aus Verrenberg stammen, haben sie die Gebäude vermutlich um 1800 gekauft.

Vermutlich zur Hochzeit ihrer Tochter Maria Dorothea Hohbach 1842 mit Georg Christian Görz ging das Anwesen auf die beiden über.
1865 fand, laut Gemeinderatsprotokoll, ein Güterverkauf an die Tochter Catharina Rosine Görz statt, die in diesem Jahr Friedrich Vogg heiratete.
Im Feuerversicherungsbuch von 1869 ist Friedrich Vogg als Besitzer eingetragen.

Ihm folgte 1870 Abraham Kuhn aus Affaltrach. Er verpachtete noch im gleichen Jahr das Gut an Jacob Friedrich Christ
Maria Elisabetha Hohbach lebte von ihrer Kindheit bis zu ihrem Tod im Haus Nr.48, auch als dieses 1870 an Abraham Kuhn verkauft wurde.

Johann Gottfried Lederer kaufte das Haus 1890.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 steht Johann Gottfried Lederer als Besitzer.
In einem Nachtrag von 1908 steht Friedrich Geist aus Rapbach als Eigner.
1924 war es dann Karl Lederer. War seine Frau eine geb. Geist?

Bis zum Bau des öffentlichen Backhaues 1906 liesen viele Verrenberger hier ihre Brote backen.

Bauliche Entwicklung

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Friedrich ??? Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Ziegel Giebeldach 42'
22,4'
8,5'
15'
1.   2 1 1 1 geb. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
Ziegel das Stockwerk Stein, sonst gem. Fachwerk Backofen Fundament Keller u. Sockelmauern --- 600 IV 750 alter Anschlag 300f.
(1861)


1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus am Ortsweg No.1 von Fachwerk unter Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 2200 Mark.

Bis 1899 scheint es keine größeren baulichen Veränderungen gegeben zu haben. In diesem Jahr baute Karl Lederer eine Remise an die Scheune an. Der Schweinestall wurde durch einen Backofen ersetzt.

1965 verkaufte die Familie Lederer das Haus an die hiesige Darlehenskasse. Diese brach das Gebäude ab und errichtete an dieser Stelle ihre Filiale.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 48

Zusatzkarte zum Urkataster 1833

Zusatzkarte zum Urkataster 1833 ; Haus 48

Nachtrag zum Primärkataster, 1899

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1899; Haus 48 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1899; Haus 48

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle