Verrenberg HistorischDie Familie Johann Georg Haußler
(1825-1907) in Verrenberg


Johann Georg Haußler will das Bürgerrecht - 1850
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 20.März 1850 findet sich folgendes:
Johann Georg Haußler von Unterhöfen geb. d. 12. März 1825 bittet um Aufnahme in das hiesige Bürgerrecht Behufs seiner Verheirathung mit Eva Katharina geb. Wenninger
Durch Geburtsbrief vom 19. März 1850 weist sich Bewerber nicht nur über gutes Prädikat sondern auch über ein Vermögen von 2730f. aus.
Es wurde daher
Beschlossen
Dem Johann Georg Haußler in das hiesige Bürgerrecht aufzunehmen und anzusezen
pro ..ept 10f.
Surrogat für FeyerEimer und Obstbäume 2f. 42x.
Nachtwachtsurrogat 6f.
Waisenhausgebühr 1f.
Gemeinderathsportel 3f.
Aufwärter 6x.
Summa 22f. 48x.

Johann Georg Haußler erwirbt das aktive Bürgerrecht durch Heirat - 1850
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: Aufnahme d. 20.März 1850 Ge R Prot II 118b
Art und Zeit des Eintritts in das aktive Bürgerrecht: Verheurathung im April 1850

Johann Georg Haußler will an die Scheune anbauen - 1853
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 17.Mai 1853 findet sich folgendes:
Johann Haußler dahier bittet um dien Erlaubniß an seine Scheuer auf die Seite gegen den Weinberg im Hiller hin einen Anstoß welches als Futtergang benuzt werden solle anschifften zu dürfen der einzige Nachbar ist Michael Kipf welcher erklärt er habe gegen das Gesuch des Haußlers nichts einzuwenden
Beschluß
Dem vorliegenden Gesuch unter der Bedingung zu entsprechen daß sich Haußler genau an die Localfeuerschau Baier in Oehringen gegebenen Vorschriften zu halten hatte

Johann Haußler klagt den Schafknecht - 1855
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 15.September 1855 folgendes:
Es erschien Johann Haußler von hier und klagt an daß ihm der hiesige Schäfer Kollmer oder dessen Schafknechtm seinen Klee in dem Aker im Lehenfeld abgeweidet habe und bittet daher, Gemeinderäthliche Einsicht von dem angerichteten Schaden zu nehmen.
Die Gemeinderäthe Hörger und Schanzenbach wurden daher beauftragt sich auf obgenannte Grundstük zu begeben um Einsicht in diese Sache zu nehmen und nach Erfund dessen hiemit Anzeige davon machen.
Die obgenannte Deputation erschien nach genommener Einsicht und gibt an, daß die Klage des Johann Haußler Grund habe, auf obgenannte Grundstück sei der sich darauf befindliche Klee gänzlich vernichtet der Schaden welcher von den Schafen verursacht worden sei haben sie Taxirt auf 1f. 15x
Auf vorstehendes wurde Schafknecht Lindenberger vorgerufen und verständigt, derselbe gibt an
Er habe diesen Schaden nicht verursacht er sei mit seiner Herde gar nicht auf diesen Kleeaker gekommen, er könne auch nicht behaupten ob solches der Schäfer von Schwöllbronn verursacht habe.

Nachtrag links:
Kläger hat auf weitere Untersuchung Verzicht geleistet

Johann Haußler klagt gegen Walddiebe - 1856
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 16.Juni 1856 folgendes:
Es erschien Johann Haußler und Michael Roth von hier und bringen Klagbar vor daß Ihnen in ihrem gemeinschaftlichen Wald im Lindenhölzle am 7.Mai d.J. 16 Forchen abgeschnitten und entwendet worden sind, sie haben seit dieser Zeit durch den Waldschüzen Michael Kipf in Erfahrung gebracht daß Christian Wieland led 17 Jahr alt Johann Keller 12 Jahre alt solches gethan haben. Sie tragen daher auf Schadenersatz nebst Bestrafung über diesen Unfug der Thäter an
Auf diese Angabe wurden die Beklagten vorgeladen und erschienen beide in Persohn desgl. Waldschüz Kipf
1. Wieland wurd über die Klage verständigt gibt hierauf an ich habe kein Forchen umgeschnitten desgleichen auch kein Holz entwendet
Keller gibt an ich habe nicht in dem umgeschnitten sondern ich habe nur die ...... Holz an den Bäumen abgebrochen aber der Wieland hat 2. Schnitthaben bei sich gehabt und hat damit einige Forchen umgeschnitten und hat sie nach Hause getragen
Wieland wurde noch einmal gefragt ob die Angabe des Kellers der Wahrheit gemäß sei gibt hierauf an
ist richtig daß ich einige abgeschnitten und nach Hauße getragen habe aber daß ich die 16 Stück abgeschnitten ist Unwahrheit den die Regina Hörger von hier war auch in der Sache anwesend welche eine Holzhabe gehabt und auch Forchen umgehauen und nach Hauß getragen hat weiter weiß ich nichts anzugeben
Beschluß
Da die Regina Hörger welche nach Angabe des Wieland mitbetheiligt sein soll von Hause entfernt war später vorzuladen und über die Angabe des Wieland zu hören
Nach einigen Tagen wurde die Regina Hörger vorgeladen, welche auch erschien. Dieselbe wurde über vorstehendes verständigt gibt an
es ist richtig daß ich Dürres Holz geholt und einige Dürre Forchen umgeschnitten habe
Beschluß
Die Beklagten dem Gemeinderath zur Bestrafung bei dem nächsten Ruhtag zu übertragen

Johann Georg Haußler will den Schweinestall zur Holzremise umbauen - 1857
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 14.Juli 1857 findet sich folgendes:
1) Es erschien Johann Haußler und trägt vor ich habe mich entschlossen meinen hinter dem Hause mit Steinernen Stock versehenen Schweinestall zu vergrößern und zwar so daß ich denselben zu einer Holzremise welche 25'' lang und 20'' breit werden soll benüzen kann ich bitte daher daß der Gemeinderath seine Zustimmung hiezu gebe
2) Ferner erschien ...
Der Gemeinderath hat über vorstehende 2.Gesuche Berathung gepflogen und
Beschloßen
Diesen Gesuchen statt zu geben weil diese Bauten nicht Feuergefährlich werden die Baukomission aber hievon in Kenntniß zu sezen daß über das Bauunternehmen Riße und Plan gefertigt und dem K. Oberamt zur Genehmigung mittelst vorgelegt werden

Will seinen Wein selbst ausschenken - 1876
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 08.November 1876 heist es:
Johan Haußler hier erscheint und trägt vor, daß er sein Dießjahr eigenes Gewächs ca. 1300 Litter Weinmost ausschenken wolle und bittet um Einleitung hiezu treffen zu wollen.
Dem bittsteller Haußler wurde
Bezeugt
daß das Quantum von 1300 Litter eigenes Gewächs und kein erkauft worden ist, auch in polizeilicher Hinsicht von hier aus dem Ausschank kein Hinderniß im Wege steht

Hat kein passendes Maas - 1877
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 08.März 1877 heist es:
Wurde bei den hies. Gewerbetreibenden durch Hl. Eichmeister Bauer aus Hall Maase und Gewichte sisidirt.
Das Ergebniß war folgendes
1. Johann Zorn hat sich 1.Bitter Vormalmas anzuschaffen, 5. Beutellwein Gläser sind wegen unrichtiger Eiche wegzunehmen.
2. Mornhinweg hat 2. 1 1/2 stengeln zu laßen.
3. David Scholl hat zum Brandweinausschank einen S.z. Litterw...s v. 1.Lit. bis 1/3 Lit. anzuschaffen
4. Johan Haußler Gassenwirth hat keine Vormalmaase
Vorstehendes ist vom Hl. Oberamt angeordnet worden und wurde je einer mit 1.M. gestraft.
Mit der Nachfisidation ist das Schultheißenamt beauftragt und ist bis 1.April d.J.der Er.. und zu berichten

Frei laufen lassen des Hundes - 1879
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 29.Mai 1879 heist es:
Der in Oehringen Stationierte Landjäger Häcker hat am 28ten Mai Morgens 1 1/2 Uhr zur Anzeige gebracht, daß er bei seiner Durchstreife hier den Hund des Johann Haußler Bauer hier frei laufend getroffen habe.
Johann Haußler Bauer hier, hierüber vernommen gibt an, ich ziehe nicht in abrede daß nein Hund frei gelaufen ist, aber wegen meiner abgelegenen Wohnung und da mir schon öfters Holz gestohlen worden ist dieß nichts anders möglich mit rücksicht desen und da mein Hund der kleinere Race angehört und nicht bißig ist sollte mir dieß erlaubt sein.
Dem Haußler wird entgegnet, daß das frei laufen laßen von Hunden bei Nachtzeit verboten ist, hierauf erklärt Haußler, was thue ich dann mit einem Hund, dann zahle ich den Hundstax umsonst.
Weiter habe ich nichts anzugeben
Auf Grund des verhandelten wird
Beschlossen
Den Johann Haußler Bauer hier wegen laufen laßen seines Hundes bei Nachtzeit gemäß Art. 22 zif.1. der Polizeistrafgesetzes in eine Geldstrafe von 1.M. einer Mark zu verfällen
Die Eröffnung des vorstehenden Straferkenntnißes mit der vorgeschriebenen Rekursbelehrung welcher aber auf den Rekurs verzichtet und die Strafe annimmt

Johann Haußler bekommt ein Zeugnis - 1879
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 14.Juli 1879 findet sich folgendes:
Heute wurden folgende Zeugnisse ausgestellt, auf Anordnung des Kl. Oberamts Gerichts Oehringen
I. Dem Johann Haußler ledig wegen Körperverletzung in Untersuchung stehend.
 - Prädikat gut,
 - Vorstrafen keine,
 - eigenes Vermögen noch nicht dagegen von den Eltern zu hoffendes ca. 1500M.,
 - Militärwesen, im Jahr 1877 ausgemustert.

Johann Haußler klagt wegen Diebstahl an - 1880
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 22.September 1880 folgendes:
Auf Anzeige des Johann Haußler Bauer hier, daß ihm Martin Frank, Tagl. V. Unterohrn sein Obst im Zwergweg aufgelesen habe wurde Frank heute um 1M gestraft
Beil No 69

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828