Verrenberg Historisch

Haus Nr. 37 in Verrenberg (Golbergstraße )

Haus Nr. 37 in Verrenberg
ehemaliger Standort
Haus Nr. 37 in Verrenberg
Aufnahme 1926
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 37
Karte von 1818
Kartenausschnitt aus Karte von 1833; Haus Nr. 37
Urkataster von 1833

Lage des Haus im Ort

Aufnahme von 1992

Aufnahme ca. 1960


Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Scheune Nr. 37a und die Linde


Die Linde:
1623 wird eine Erbschenke erwähnt, diese ist aber nicht die Linde (wie in manchen Schriften steht) sondern die gegenüberliegende Sonne.

Die namensgebende "Linde" stammt vermutlich von einer "Friedenslinde", die nach dem 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) gepflanzt wurde. Anm.: Nach Kriegen oder Pestepidemien gab es den Brauch, sogenannte Friedenslinden zu pflanzen. Die meisten erhaltenen Exemplare erinnern an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, einige aber auch noch an den Westfälischen Frieden, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.
Am Pfingstsonntag 1955 schlägt ein Blitz in den Lindenbaum und zerstört ihn.
1963 wurde eine neue Linde gepflanzt


Das Schankrecht

Der aktuelle Stand der Forschung legt nahe, dass zumindest von 1623 bis 1826 die Sonne die einzige Wirtschaft im Ort war.

Nach aktuellen Forschungsergebnissen begann erst mit Ludwig Carle der Ausschank von Wein auf diesem Hof!
Da der Sonnenwirth Wilhelm Franz Happold seine Erbschenke um 1826 nicht (ständig ?) geöffnet hatte, konnten die Weinaufkäufer sich im Ort weder verpflegen, noch dort übernachten. So mussten diese abends immer den Weg nach Öhringen oder Bitzfeld antreten. Was sicher nach Verkostung des angebotenen Weines nicht immer einfach war.
Ludwig Carle hatte bereits die Erlaubnis, seinen eigenen Wein zeitlich befristet bis zum 22.Dezember 1826 ausschenken zu dürfen. Am 22.März 1826 bittet er darum, dass eben diese zeitliche Begrenzung aufgehoben wird. Eine Antwort dazu fehlt in den Unterlagen.
Am 04.Mai 1827 bittet er um die Erlaubnis, eine Schildwirtschaft zum "Rößle" führen zu dürfen. Zur Begründung führte er an, dass seine Gäste sich ohne "Labung" abends noch nach Öhringen oder Bitzfeld aufmachen mussten, was mit einigen Problemen verbunden war. Er wusste wohl, wie schlecht die Aussichten auf Erfolg waren. Darum schloss er gleich die Bitte an, zumindest eine Gassenwirtschaft betreiben zu dürfen.

Die Erlaubnis für einen ständigen Weinausschank wird Ihm am 11.Mai 1827 erteilt. An Kosten wurden festgelegt:
   Concession 8 Gulden
   Inkognitionsgeld 2 Gulden 8 Kreuzer

Im Zuge diverser Schriftwechsel dazu wurde sein Vermögen auf 4000 Gulden geschätzt.

1840 wird er im Gemeinderatsprotokoll erstmals als "Speis Wirth" bezeichnet.
Im Gemeinderatsprotokoll vom 05.April 1845 wird die Visitation der Wirthe geregelt.
Da die Maase und Trinkgeschire der Wirthe jährlich 2mal visitiert werden sollen, so wurde
Beschlossen
Es sollen mit dieser Visitation
Gemeinderath Ilg und
Gemeinderath Kraft
beauftragt, und sollen dieselben auf den Befehl des Ruggerichts …….. Buches bl. 58b ...§.1. aufmerksam gemacht werden.

Erst am 04.Januar 1847 macht der "Speisewirth" Ludwig Carle wieder einen Versuch, eine Concession für eine Schildwirtschaft zu bekommen. Dazu führt er aus, dass er gewillt ist ein neues, großes Haus zu bauen, welches sich bestens dazu eignet. Dabei erwähnt er, dass gegenüber das Gasthaus "Sonne" ruht.

Im Gemeinderatsprotokoll vom 30.März 1849 taucht der Name "Linde" erstmals auf.
"Deren 2 Söhnen des Linden-Wirth Ludwig Carle, wurte ...".

Als am 6.März 1853 der Speisewirth Jacob Mäule um die Concession einer Schildwirtschaft bittet, führt er aus, dass die Schildwirthschaft zur Linde keine Gäste beherbergt.
Vermutlich in den 20er Jahren des 20.Jhdt. wurde das Recht auf Beherbergung aufgegeben.

Nach dem II.WK wurde nur sporadisch geöffnet, um die Konzession zu erhalten.
Ab 1953 wird die Wirtschaft von Gertrud und Karl Klaiber jährlich im Februar weiter betrieben.
1981 erhält Gertrud Klaiber weiterhin die Konzession.
Ab 2006 wird die Linde von Traude und Bernd Rothenhöfer monatlich ein paar Tage als Besenwirtschaft geöffnet.

Andere Wirtschaften in Verrenberg:
Speise Wirtschaft (Haus Nr.47 1842-1992)
Schildwirtschaft Sonne (Haus Nr.22 1623-19??)
Brandweinbrennerei (Haus Nr.14 1861-mind.1923)
Brandweinbrennerei (Haus Nr.28 vor 1845-????)


Die Bewohner



------------Beginn nicht gesicherter Erkenntnisse --------------------------

These:
Der im Kartenausschnit links farblich markierte Bereich gehörte ursprünglich zusammen und hatte einen Besitzer.
Dieser Besitzer war Hannß Weber (1610-1683). Kam er aus Schwöllbronn?
Er teilte dieses Gut zwischen seinen beiden Söhnen
- Johann Hans Weber (1640-1705) Haus 36
- Jerg Lienhardt Weber (1642-1675) Haus 37
auf.

Haus36:
Der Sohn Jonas Weber (1679-1751) ab ca. 1711
Wieder der Sohn Johann Friedrich (1721-???). Dieser zog 1753 weg. Darum verkaufte er an seinen Schwager
Der Schwager Johann Andreas Ilg (1721-1787) ab 1756
Wieder der Sohn Johann Michael Ilg (1763-1826) ab 1789

Haus37:
Der Sohn Jerg Lienhardt Weber (1642-1675) ab 1694
Der Sohn Johann Leonhard Weber (1670-1756) ab 1694
Wieder der Sohn Johann Andreas Weber (1716-1772) ab 1741
Der Schwiegersohn Johann Matthäus Ilg (1748-1787) ab 1772


Johann Michael Ilg und Johann Matthäus Ilg waren verwandt
Die Summen, die jeweils bei der Hofübergabe fällig wurden, zeigen, dass es sich um recht stattliche Höfe gehandelt haben muss.

Nach aktuellem Stand der Forschung wurde beim Bau des Haus Nr.37 1799 im 2.Stock ein Backofen eingebaut, der wohl für einen Bäcker gedacht war. Dieser wurde zwischen 1869 und 1896 entfernt.
Nach mündlicher Überlieferung war im Haus Nr.37 auch eine Küche eingebaut, die eher für den Betrieb einer Wirtschaft, als wie einem normalen Haushalt dimensioniert war.



------------Ende nicht gesicherter Erkenntnisse ----------------------------


1772 müsste Johann Matthäus Ilg auf diesem Haus gewesen sein. Nach seinem Tod 1787 heiratet seine Witwe 1788 Johann Ludwig Carle aus Pfedelbach.

Im Feuerversicherungsbuch von 1896 wird 1799 als Baujahr angegeben.

1818 verkaufte Johann Ludwig Carle seinen Hof für 4000fl. an seinen Sohn Johann Ludwig Carle.
Im Kopf des Kaufvertrages oben links steht "Stiftungsverwaltung Oehringen".
Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde eben dieser Ludwig Carle als Eigentümer genannt. 1854 war es dann sein Sohn Friedrich Ludwig Adam Carle. Als dieser 1887 ledig ohne Erben starb, ging das Haus auf seinen Bruder Carl Christian Carle über. Dierser wurde auch im Feuerversicherungsbuch von 1896 als Besitzer genannt.
Vermutlich nach seinem Tod bekam sein Sohn Christian Friedrich Carle den Hof.

Seine Tochter Gertrud Carle heiratete 1951 Karl Klaiber. Sie lebten im Haus Nr.69 und hatten das Haus Nr.37 vermietet.
Über die Zeit des 2.WK und danach waren hier Flüchtlinge untergebracht. Dabei wird u.a.der Name Joseph Boschek erwähnt, ein Flüchtling aus Ungarn, ein Bäcker.

Anfang des 20.Jahrhundert lebte hier die Familie Kiss in Miete.

 

Bauliche Entwicklung - Haus 37 - die alte Linde:

Zeichnung von 1684 mit dem leeren Platz wo später das Haus 36/37 entstand; Haus 36 Im Feuerversicherungsbuch von 1896 wird 1799 als Baujahr angegeben.

Auf der Zeichnung des Pfedelbacher Maler Creutzfelder von 1670, sind die Häuser 36 und 37 eingezeichnet. Es muss hier also bereits vor 1799 ein Haus gestanden sein.
Zu diesem kann mit Gewissheit nichts gesagt werden, jedoch ist zu vermuten, dass Ähnlichkeiten mit dem Nachbarhaus Nr.36 zu dieser Zeit hatte. Demnach dürfte es einstöckig und nicht allzu groß gewesen sein.


Im Gemeinderatsprotokoll vom 16.Mai 1829 heist es:
Gemeinderäthliches Zeugniss Welches in hiesigen Gemeinde Raths Prodocol dem Gasenwird Ludwig Karle von hier wird himit pflichtmäsig bezeigt daß er während seines vor einem Jahr aus Noth und er neuem Scheure Bauwesens wobey er über 1 Vrtl Jahr viel Handwerks Leude namendlich Zimmer leute Maurer und Schreiner haben mußte einen so bedeutenden Wein aufwand gehabt habe daß es nicht hinreichen wird wenn ihm ein Umgeld oder Nachlaß von 3 ... allergnädigst verwilligt wird.
Dies würde auf einen Neubau der Scheune Nr. 37a 1829 hinweisen.


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1854 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Ludwig Karles Wittib Wohnhaus
2 stokig
1 Stock Stein
2 u Giebel Holz u Ringelmauer Plattendach
 

41'lang
32'breit
1 Stock 7,5'
2de 7,6'
Giebl
17' Hoch
1.   2 und 2 Dachkam-
mern
1   Brunnen, 1 gewölbter Keller Breit Ziegel 1 Stock Stein, der 2. u 2 Giebel Holz und Riegelgemäuer Backofen im 2.ten Stock   --- 1000 IV 1250 alter Anschlag
1200f.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Carl Karle Ein zweistockiges Wohnhaus von Stein u. Fachwerk mit Giebedach 40'
31'
17'
20'
2.   2 1   1 geb. Keller
2 Dachböden mit 3 Kammern
2 Geschirerkammern
Ziegel der erste Stock Stein sonst gem. Fachwerk Backofen Fundament Keller u. Sockelmauern --- 1900 IV 2375 alter Anschlag 1000f.
(1861)
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen un Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Carle Larl Schulth. 2 stockiges
1799 erbautes Wohnhaus
im obern Dorf v gem Bauart unter Giebeldach
11,60
9,10
Erdg 2,30
I.Stock 2,40
Dach 6,0
2 (I.Stock) 2 Dachböden mit
1
1 (I.Stock)
2 (Dachb)
1 (I.Stock) 1 Schafstall 1 gew. Keller
1 Remise
Dachplatten Erdgeschoß von Stein, sonst von gem Fachwerk 0 der gew. Keller und die Fundamente 3600 III 3600 Alter 97 Jahre Unterhaltung: mittelmäßig


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1854 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Ludwig Karles Wittib Scheuer
2 stokig
der 1. Stock Stein
2 u Giebel Holz u Ringelmauer Plattendach
 

74 1/2'lang
37'breit
1 Stock 7'
2de 5,5'
Giebl
20' Hoch
        1 2 Dannen
2 Bare
Breit Ziegel 1 Stock Stein, 2. u Riegelgemäuer Kamin 30' und 37' wo ein Backofen nicht Feuerhaft ist     1000 IV 1250 alter Anschlag
800f.
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen un Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Carle Larl Schulth. 1 stockige, dem Wohnhaus gegenüberstehende Scheuer v gem Bauart unter Giebeldach 21,40
10,60
4,00
Dach 6,70
        1 Doppelstall mit Doppelbare
1 einfacher Stall mit Bare
  Dachplatten Stallwände v Stein Rest v ausgem. Riegelfach- holzfachwerk 0 Mauern unter Barebodenebene u der stein. Bodenbelag in beiden Ställen 5500 III 5500 alter 90 Jahre Unterhaltung gut 1850 vergrößert Unter neb. Anschlag rund 200M ....... ist eine feststehende Futterschneid- maschiene Anschlag 80M

Carl Christian Carle will neue Scheune bauen - 1860
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 16.April 1860 liest sich das so:
Es erschien Carl Carle Lindenwirth von hier, und trägt vor, ich habe mich entschlossen, eine neue Scheuer in meinem Sommergarten neben meinem Haus von 71 lang und 40 breit mit Steinernem Stok versehen aufzubauen worüber ich eine Zeichnung und Situationsplan habe fertigen lassen, und somit hier zur Einsicht vorlege ich bitte daher um Gemeinderäthliche Genehmigung dieses Gesuchs
Auf vorstehendem Antrag hat man die angrenzenden Nachbarn um die Bauausführung sichern zu können in Kenntniß gesezt, und zur Erklärung aufgefordert ob sie über diese Erbauung etwas zu erwiedern wissen.
Der nächste Nachbar Friedrich Kern derselbe erklärt daß von ihm aus keine Hindernis im Wege stehen
Der 2te Nachbar war Christian Mezger Gemeinderath von hier gibt ebenfalls an daß er gegen dieses Bauvorhaben nichts einzuwenden habe.
Der Gemeinderath hat über dieses Gesuch Berathung gepflogen und
Beschlossen
Diesem Gesuche statt zu geben weil dieser Neubau nicht Feuergefährlich zu stehen kommt, hievon aber dem K. Oberamt Oehringen einen Protokollauszug nebst Riß und Plan zur Hohen Genehmigung vorzulegen
Aufgrund dieses Protokolleintrages und der veränderten Bauweise (1854 2 stöckig => 1861 1 stöckig) kann angenommen werden, das diese Scheune im Jahr 1860 erbaut wurde.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zur Scheune (1861 war der Eintrag identisch)
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Carl Karle Eine einstockige Scheuer von Stein u. Fachwerk mit Giebedach 75'
37'
14'
22'
          2 Tennen
3 Bare mit 1 einfachen und ein Doppelstall
Ziegel Auf Stallhöhe und Umfang Stein sonst gemauert Fachwerk Kamin und ges... vom Haus ..... Fundament und Sockelmauern --- 2500 III 2500 alter Anschlag 1400f. (1861)

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein zweistockiges 1799 erbautes Wohnhaus im obern Dorf von gemischter Bauart unter Giebeldach."
Der Versicherungsanschlag betrug 3600 Mark.
Es gab keine größeren baulichen Veränderungen bis zu seinem Abriss in den 80er Jahren.

Der Keller

Der Zugang zum Keller war über eine Eingangstür, die Richtung Straße angebracht war.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 37

Nachtrag zum Primärkataster

Nachtrag zum Primärkataster 1877 Haus 36-37

Nachtrag zum Primärkataster, 1854-55

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1854-55; Haus 37 und 69 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1854-55; Haus 37 und 69

Nachtrag zum Primärkataster, 1919

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1919; Haus 69 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1919; Haus 69

Ergänzungskarte zum Primärkataster

Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 37

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Staatsarchiv Ludwigsburg E 175 I Bü 6198 Wirtschafts- und Schankkonzessionen
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle