Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.2 in Verrenberg

Links: Zwei Bilder des Hauses   Mitte: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen. Haus 2 in Verrenberg Haus 2 in Verrenberg Kartenausschnitt aus einer Karte von 1818; Haus Nr. 2 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 2

Die Bewohner

Im Lagerbuch von 1684 ("Steuerliste" S.2b) wird Hannß Georg Beyerbach als Eigentümer genannt. Zu diesem Zeitpunkt war der Hausplatz öde. Es stand (von früher) noch eine Scheune.
Als nächster Besitzer ist Sebastian Weiß genannt.
1728 ist dann ein Hannß Georg Weeber geschrieben. Es folgte ihm sein gleichnamiger Sohn Hannß Georg Weeber als Eigentümer. 1779 ging der Hof dan auf Johann Michael Weber über.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1837 werden als Eigentümer von je der Hälfte Leonhard Weber und Friedrich Knappenberger genannt. Letztere hatte die Tochter Anna Maria Agathe Weber in diesem Jahr geheiratet und die Hälfte des Hauses erkauft.

Nach dem Tod von Leonhard Weber 1843 verkauft die Witwe die zweite Hälfte des Hofes an ihren Schwiegersohn Friedrich Knappenberger um 2000fl.

Carl Christian Knappenberger erkaufte im Jahr seiner Hochzeit 1861 eine Hälfte des Hofes. Er darf 1000f. des Kaufschilling als Heiratsgut abrechnen. 1883 zog er weg.

Die andere Hälfte bekamm sein Bruder Johann Friedrich Knappenberger. Dieser zog 1881 in die USA und verkaufte seine Hälfte an Johann Joseph Stark.

Laut dem Feuerversicherungsbuch von 1896 war Johann Joseph Stark in diesem Jahr auf dem Hof.
1909 wird im Feuerversicherungsbuch ein Christian Johann Stack genannt.

1912 wird im Grundbuchheft Maria Kühner, Dienstmädchen in Verrenberg (geb. den 04.10.1893) angegeben. Hatte ihr Vater Karl Christian Kühner den Hof für sie gekauft?
Sie starb am 13.05.1913 mit 19 Jahren. Das Erbe tratt die Mutter Christiana Kühner, geb. Feinauer, Witwe des verstorbenen. Christian Kühner an. Als sie 1925 starb wurde das Haus vermutlich verkauft.

Der nächste Eintrag gibt 1933 Johann Braun und dessen Ehefrau Christiane geb. Gock als Besitzer an.

Von 1971 an war die Familie Stark auf dem Haus.

Bauliche Entwicklung

Scheune 2a in Verrenberg Scheune 2a in Verrenberg Bild links: Die Scheune 2a

1684 heist es:
Ein öden Haußplatz zusambt einer Scheuren welche an noch in gebrauch und aufgebaut steht, ..

1740 heist es:
Ein Hauß und angebauthen Vieh auch Schweinstall,..


Zwischen 1818 und 1833 wurde am Haus sowohl ein Backofen, als auch ein Schweinestall angebaut.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Friedrich Knappenberger Ein zweistockiges Wohnhaus von Stein und Fachwerk mit Giebelvietel Walmdach 49'
32'
14,2'
20'
2.   2 1 1 1 gew. Keller
1 ......gang
2 Dachböden mit 4 Kammern
Ziegel der erste Stock Steine sonst gem. Fachwerk Backofen im IIten Stock Fundament gew: Keller u. Sockelmauern --- 2000 IV 2500 alter Anschlag 1700f.
(1861)



1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein 2stockiges Wohnhaus an der alten Oehringer Steige von gemischter Bauart unter Giebeldach"

1899 brannte die alte Scheune ab und wurde durch eine neue ersetzt.
1911 kamen im Haus zwei elektrische Glühlampen hinzu, im folgenden Jahr in der Scheune zwei Glühlampen und ein 3PS Motor.
Im April 1985 wurde dann auch diese abgerissen. Heute steht an dieser Stelle ein Wohnhaus.


Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684

Nst: Ba 55 / Bd 79; Haus 2

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 2

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 2

Nachtrag zum Primärkataster, 1899

Oben: Wegfall der alten Scheune    Unten: Neubau Scheune
Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1899; Haus 2 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1899; Haus 2
Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1899; Haus 2 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1899; Haus 2

Ergänzungskarte zum Primärkataster

Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 2

Es fehlen noch folgene Einträge:
1914/289
1920/78
1923/20?
1927/18
 

Quellennachweis.

Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869