| Gesuche von beurlaubten Soldaten - 1829 |
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Im Verrenberger "Befehlbuch für das Schultheißen amt" vom 28.August 1829 findet sich folgendes: Das Königliche Ministerium hat befohlen daß kein beurlaubter Soldat persöhnlich bei dem Königl. Kreis Ministerium etwas nach suchen darf. .s den das er hiezu die erlaubniß von seiner höchsten instriz erhalten was er über d… ein Schriftliches Zeugniß welches von seinem Regimendts Commanden beizubringen habe erweisen müßte und hat hiebei nur den Besondern Fullaur genommen wen nähmlich ein Individiums nachweisen könne daß ihm die Bitte dem Krigs Ministür ein Gesuch persöhnlich vortragen zu dürfen von seiner höchsten Instanz verwäugert werden. Inden gegen diesen Befähl handelden wird daß Köh. Krigs Minister on rücksicht auf alle neben umständen arrethüren lassen und seinem Regimend zu und ersuchung und bestrafung zu schiken. Daß Schultheisenamt hat gegenwärtigem Ministererlaß sämtlichen in Urlaub befindlichen Soldaten zu eröfnen und von Zeit zu Zeit diese Bakandmachung zu wiederholen. |
| Eine Bürgerwehr wird aufgestellt - 1848 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 10.August 1848 findet sich folgendes: Zufolge oberamtl. Auflage v. 2.d. Monats die Errichtung einer Bürgerwehr betrefend hat man heute die erforderl. Berathung hierüber angestellt, und beschlossen 1. Zu Mitgliedern der Organisations Comision zu erwählen Schultheis Mugele Gemeinderath Mugele Christoph Gebhard Michael Kipf Friedrich Löffler sämtlich ausgediente Militärs (die letzten drei; Bemerkung Heinle) 2. für einen Anschluß von einem andern Amt, etwa Windischenbach sich nicht zu erklären da hier nach genauerer Er..ung sich nach 40. Wehrpflichtige befinden |
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Kurze Erklärung zur Bürgerwehr 1848 in Württemberg (Quelle Wikipedia.org) In Württemberg und Hohenzollern kam es im März 1848 an vielen Orten zu gewalttätigen Ausschreitungen, insbesondere der Bauernschaft, gegen die Feudalherrschaft. Ende März 1848 verbreitete sich in Windeseile das Gerücht, vierzigtausend Franzosen seien nach Baden eingedrungen, brandschatzten Wolfach und seien auf dem Marsch nach Osten. Jetzt endlich, quasi innerhalb weniger Tage, beschloss der württembergische Landtag die Ablösung der Lehnsherrschaft. Zur Abwehr der französischen Invasion wurde landesweit die Aufstellung von Bürgerwehren verfügt. Auch als sich das Gerücht als unwahr herausstellte, wurde nach dem Beispiel der Schweiz mit dem Aufbau von regulären Bürgerwehren begonnen. Jeder selbständige Bürger war zum Dienst verpflichtet. Mangels Waffen, Koordination und Ausbildung blieb es aber in den meisten Orten eine heterogene Veranstaltung, die sich bereits 1849 größtenteils von selbst wieder auflöste. |
| Die Gemeinde bereitet sich auf mögliche Einquartieungen vor - 1866 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 20.Mai 1866 findet sich folgendes: K. Oberamtlichen Auftrag zu folge vom 25.Mai 1866 Amts blatt No. 63 soll für die his. Gemeinde eine Einquartierungs Commission nach Art. 39 und 40 des Quartiergesezes vom 18 Juni bestellt werden. Diesem Auftrag zufolge hat man eine Abstimmung vorgenommen und haben somit Stimmen erhalten Gemeinderath u Gemeindepfleger Mugele ... Gemeinderath Carle 5 Gottlieb Zöller 6 welche als gewählt zu betrachten sind. |
| Die Gemeinde bereitet sich auf mögliche Einquartieungen vor - 1870 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 23.Juli 1870 findet sich folgendes: In betreff der kriegerischen Verhältnissen jeziger Zeit sieht sich der Gemeinderath im Beisein des Bürgerauschuß oberamt. veranlaßt zu der bevorstehenden Einquatierung für sorge zu treffen 1) Soll eine Commission zur Anlegung der Quatierliste, und wenn Einquatierung erfolgen sollte die Quatierbillete zu fertigen die betreffenden angekommenen Mannschaften nach der Quatierliste zu vertheilen 2) Soll die bestellte Commission beauftragt sein etwas Haber zur fürsorge anzukaufen den Ankauf von Heu und Stroh vorerst zu unterlassen 3) In die Commission sind außer dem Ortsvorsteher gewählt worden Gemeinderath Mugele Gemeinderath Mezger Peter Frank hierauf wurd Beschlossen Daß die bestellte Commission vorerst ca. 10Centner Haber so bald wie möglich anzukaufen habe nach dem in jeziger Zeit laufenden Preisen |
| Die Verrenberger im Feld sollen eine Gabe erhalten - 1870 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 15.September 1870 findet sich folgendes: Über die kriegerischen Verhältnisse haben die Bürgerlichen Collegien wegen Beörderung eine Gabe aus der Gemeinde zu nehmen welche entweder an die hies. Im Felde stehenden Mannschaften oder an an den Sanitätsverein in Stuttgart für Verwundete zu fließen soll Verabredung getroffen. Es wurde hierau Beschlossen 50f. aus der Gemeindekasse zu verwilligen und zwar für 6 Mann von hier welche sich unter der h... befinden mit Namens Johann Walter Peter Messer Johann Messer Wilhelm Schanzenbach Johann Heinrich Christian Görtz 30f. An den Sanitätsverein in Stuttgart 20f. welches durch das K. Ober Amt Oehringen weiter befördert werden solle |
| Die Verrenberger im Feld sollen eine Gabe erhalten - 1871 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 30.März 1871 findet sich folgendes: In betreff der Kriegersche gewesenen Verhälnissen ist für jezt zwar der Frieden geschlossen, die ausmarschierte Mannschaft ist aber bis heute noch nicht zurückgekehrt und befindet sich noch in Feindesland, aus diesem Grund haben die Collegien Beschlossen Derjenigen Mannschaft welche sich noch im Ausland befindet eine Gabe aus der hies. Gemeindekasse zufließen zu lassen und zwar dem Soldaten Johann Walter 3f. Peter Messer 3f. Johann Messer 3f. Wilhelm Schanzenbach 3f. Johann Heinrich 3f. Christian Görz 3f. Dem S... Christian Wieland welcher im Jan 1871 erst einberufen worden ist 5f. Summa 23f. Die Gemeindepflege dahier solle beauftragt werden vorstehenden Betrag aus der Gemeindekasse zu nehmen und an die betreffenden Mannschaften ohnverweilt zu vermitteln |
| Vorbereitung für ein Manöver - 1877 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 10.August 1877 findet sich folgendes: Nach der Anordnung des Kl. Oberamts vom 31. Juli d.J. Hohl. Bote No 92 S.367 werden die Gemeinden angewiesen zu dem bei dem Bevorstehenden im September im Bezirk stattfindenden Manöfer die Gestellung etwa nöthig werdender Vorspann wozu die Gemeinde nach Regbl von 1875 verpflichtet sind, zu sichern. Hierauf wird Beschlossen Vorsorglich einige Vorspannsuchmerke zu bestellen und nach vorangegangner öffentlichen Bekanntmachung im Ort an den wenigst nehmenden zu vergeben Nachtrag links: Dieses auf den Monat Sept. 1877 bestimmte Manöfer ist ( soviel bekannt wegen ausgebrochener Rotzkrankheit bei den Pferden in der Stuttgarter Reiterkaserne) im Hohl. Bote No. 107 wieder abbestellt worden. |
| Für eine mögl. Mobilmachung sind folgende Dinge zu stellen - 1888 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 24.Juli 1888 findet sich folgendes: gemäß erlaßes des Königl. Oberamts vom 21.Juli d.J. hat die Gemeinde Verrenberg im Mobilmachungsfall pro 1888/89 für den Magazin Fuhrpark 1 Wagen mit Zubehör und 1 p. Geschirre zu stellen. Nach der in dem Minist. Amtsbl. V. 1877 No.8 S. 120/121 brdvhriebenen Beschaffenheit zu stellen. Hierüber wurde heute Berathen und dem Christian Brand Bauer hier die Stellung eines Wagens und Geschirre übertragen. Brand ist im Besitz folgender Zubeörde 1. Blaihe 1. Peitsche 5. Bindstrike 1. Achsschmierbüchse 1. Handlaterne im Korb Kartäsche und Staigel von der Gemeinde sind noch anzuschaffen und bereit zu halten 5. Reifen 10. k....ich zur Befestigung der ..... 1. St... einige halbzöllige B....lich zum vergleiten der Leitern |
| Die Veteranen von 1870/71 bekommen einen Zuschuss zu einem Essen - 1895 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 26.August 1895 findet sich folgendes: Aus Anlaß der 25 jährigen wiederkehr des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 ist nach erhaltener Mittheilung für die in Öhringen wohnhaften Kriegstheilnehmer auf Montag den 9.September d.J. ein Festessen aus dortiger Stadtkasse verwilligt worden, wozu auch 3. hier wohnende Kriegstheilhaber nehmlich Amtsdiener Görtz Johann Heinrich Johann Walther eingeladen wurden und ist zu diesem Festessen nun ein Beitrag nachgesucht worden, Es wird unter Anerkennung ihrer Leistungen Beschlossen: Für diese 3 genannte Kriegstheilnehmer für je einen 3M zusammen 9M aus der Gemeindekasse zu verwilligen. |
| Vorbereitung zu einem Manöver - 1895 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 26.August 1895 findet sich folgendes: Zur Vertheilung der Einquatierungen der diesjährigen Truppenübungen (Manöver) welche vom 3.Sep. d.J. an beginnt, ist gemäß Art.39 des Gesetzes vom 18.Juni 1864 Regbl.S.101 eine Komission bestehend aus wenigstens 3 Mitglieder zu wählen. Diese Wahl wurde heute vorgenommen und wurden gewählt 3.Mitglieder 2 aus dem Gemeinderat: Gemeindepfl. Mezger GemRat Frank 1. außer dem Gemeinderat Johann Bort |
| Geldspende für die Veteranen von 1870/71 - 1910 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 15.August 1910 findet sich folgendes: Anläßlich der 40jährigen Gedenktage der Schlachten und Siege von 1870./71. unsern Vereranen zu ehren wird vom Gemeinderat Beschlossen Den hiesigen Veteranen Amts- und Polizeid. Görtz, Christian Kühner und Pensioniert. Bahnwärter Rupp eine Geldspende von je 5M zu bewilligen mit dem Anfügen, daß wenn es ihr körperlicher Zustand erlaubt, sie am Festessen mit Bankett teilnehmen |
| Kriegswohlfahrtspflege - 1915 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 02.November 1915 findet sich folgendes: Kriegswohlfartspflege wurde nach eingehender Beratung Beschlossen 1. Mangelnder Bedürfnisse halber werden mehrleistung zur Familienhilfe noch für die hiesigen fast ausschließlich Landwirtschaft treibende Bevölkerung Erwerbslosenfürsorge einzurichten 2. Die herstellung einer Erwerbslosenfürsorge erscheint infolge ausschließlich Landwirtschaft treibender Einwohner in hiesiger Gemeinde nicht notwendig. Entsprechende Beschlüsse aber für gegebene Fälle, schon jetzt durch den Ortsvorsteher vorbereiten zu lassen |
| Mittelstandshilfe - 1915 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 02.November 1915 findet sich folgendes: Auf den Erlaß des Kgl. Ministeriums des Innern vom 11. Oktober 1915 No II 10103 und des K. Oberamts vom 16. Oktober d.J. No 777 betreffend: Mittelstandshilfe wird in Anbetracht, daß in hiesiger Gemeinde Kleingewerbetreibende und Handwerker die unter den Folgen Krieges zu leiden haben sich keine befinden Beschlossen Dem Verein Mittelstandshilfe in Württemberg Bedürfsnishalber nicht anzuschliesen. |
| Regelung des Fleischverbrauchs - 1916 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.Mai 1916 findet sich folgendes: Unter Bezugnahme auf den Erlaß des K. Oberamts vom 20.April 1916 wird gemäß verfügung Staatsanzeiger No 82 §21. Ziff 1 der Fleischversorgung des Ministeriums des Innern über Regelung des Fleischverbrauchs Beschlossen Den Bauern und Mezger Jakob Sebbach von hier als stellvertr. Fleischbeschauer bezw. zum feststellen des Fleischgewichts bei Hausschlachtungen in hiesiger Gemeinde aufzustellen. Bei Notschlachtungen soll der Fleischbeschauer beigezogen werden. Derselbe wurde nach seiner Bestellung vom Ortsvorsteher über seine Obliegenheiten, namentlich über seine Bestimmung des Schlachtgewichts eingehend Belehrt und auf gewissenhafte Erfüllung der ihm übertragenen Aufgabe eidlich verpflichtet |
| Kriegsanleihe - 1917 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.April 1917 findet sich folgendes: Die Gemeindepflege hat bei der Oberamtssparkasse Oehringen auf Büchlein No 1054 1760M noch zu fordern Nach kurzer Beratung wird heute einstimmig Beschlossen 1) Hivon zur Kriegsanleihe für 1000 tausend Mark N…. 667M50d zu zeichnen |
| Zeitungsbericht - 1917 |
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»Unteroffizier d. R. Friedrich R., Pferdebauer aus Verrenberg, gehörte zu dem freiwilligen Patrouillenkommando der 9. Kompagnie des Reserve-Inf.-Regiments 121. Im letzten Frühjahr lag er mit seinen Kameraden viele Nächte draußen vor dem Drahtverhau auf der Lauer, um eine feindliche Patrouille abzufassen. Immer weiter zogen sich unsere Lauerposten an das gegnerische Hindernis heran. Oft wurden sie beschossen von Maschinengewehren, doch wagte sich kein Feind aus dem Graben zum Kampfe Mann gegen Mann. Im April 1916 drang er kühn über das Hindernis in den vordersten feindlichen Graben ein, fand ihn leer und kroch nun übers freie Feld nach dem zweiten und schließlich nach dem dritten Graben, ohne auf feindliche Posten zu stoßen. Erst beim Rückweg, den er wieder übers offene Gelände nahm, wurde er wieder durch einen Doppelposten entdeckt. Doch auch jetzt ist er unerschrocken; eine Handgranate tötet einen Mann des Postens, ein Gewehrschuß streckt den zweiten schwer verletzt nieder. Der Weg nach dem eigenen Graben war zu weit, um einen der kampfuntüchtig gemachten Feinde zurückzutragen, zudem war die Besatzung wach geworden und schoß wie toll nach allen Seiten. Als Beute nahm er den beiden Leuten Waffen und Ausrüstungs- gegenstände ab, die wichtigen Aufschluß über den gegenwärtigen Truppenteil gaben; unversehrt kehrte der Kühne in unsere Linie zurück, trotz heftigen Feuers. Ein neuer Versuch in der folgenden Nacht, unter schwierigen Umständen unternommen, führte ihn wieder in die zweite gegnerische Stellung und wieder gelang es dem Verwegenen, durch einen geschickten Handgranatenwurf einige Gegner niederzustrecken; auch jetzt konnte er ihre Waffen glücklich zu seiner Kompagnie zurückbringen. Die Goldene Militär-Verdienstmedaille belohnte den kühnen und tapferen Mann.« |
| Fleischversorgung - 1917 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 07.Dezember 1917 findet sich folgendes: Auf Grund des $10 Abs. 3 der Verfügung der Fleischversorgungsstelle betr. Viehaufbringung, vom 21. Nov 1917 (Staatsanzeiger No. 274 ist in jeder Gemeinde ein Viehaufbringungsausschuß aus 3 Mitgliedern zu bilden. Dem Ausschuß haben anzugehören der Ortsvorsteher oder dessen Stellvertreter und 2 vom Gemeinderat zu wählende geeignete Sachverständige Landwirte. Beschluss Der Ortsvorsteher gibt seine Äußerung darüber ab daß er dem Viehaufbringungsausschuß angehören wolle. Es sind somit noch 2 weitere Mitglieder vom Gemeinderat zu wählen, nach erfolgter Abstimmung wurden gewählt 1. Gemeinderat Marmein 2. Gemeinderat Mezger |
| Kriegsanleihe - 1917 |
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Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.April 1917 findet sich folgendes: Die Gemeindepflege hat bei der Oberamtssparkasse Oehringen auf Büchlein No 1054 1760M noch zu fordern Nach kurzer Beratung wird heute einstimmig Beschlossen 1) Hivon zur Kriegsanleihe für 1000 tausend Mark N…. 667M50d zu zeichnen |
| Zeitungsbericht - 1940 bis 1944 |
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Die folgenden Mitteilungen sind Rundbriefen der Gemeinde an die ausmarschierten Soldaten des II. Weltkriegs zwischen 1940 und 1944 entnommen: »Liebe Kameraden 16. Januar 1940 Zum Zeichen, daß wir in der Heimat Euch, die ihr an der Front und in der Garnison eure Pflicht erfüllt, nicht vergessen, übersendet Euch eure Heimatgemeinde ein kleines Liebesgabenpäckchen, begleitet mit den herzlichsten Grüßen und Wünschen, daß der Krieg bald siegreich zu Ende gehen möge, und Ihr in Bälde wieder bei uns in der Heimat seid. Heil Hitler! Der Bürgermeister« »Liebe Kameraden im grauen Rock Verrenberg, den 30.Nov. 1941 Mit Stolz und Ergriffenheit sehen wir in der Heimat die überwältigenden Leistungen und den beispiellosen Mut und Einsatz, die Ihr nun bis heute an allen Fronten, wo nur ein deutscher Soldat stehen mag, geleistet habt. Zu großem Dank ist die Heimat Euch lieben Kameraden verpflichtet. Ihr folgt aktiv dem Spruch unseres geliebten Führers: "Wer leben will muß kämpfen!" Daß wir noch eine Heimat haben, wo noch Haus und Hof steht und die Bewohner darin ein- und ausgehen können, das verdanken wir Euch, denn wo wäre heute Deutschland, wenn es unseren Feinden gelungen wäre, über unsere Heimat hereinzufallen. Unser Führer aber mit seiner starken Wehrmacht hat diese Gefahr rechtzeitig erkannt und Ihr habt mit diese Gefahr für immer beseitigt. Der dritten Kriegsweihnacht gehen wir nun entgegen und die meisten von Euch haben schon zwei Weihnachten im Feindesland verbringen müssen. Hier begleitet Euch auch mein und der ganzen Gemeinde Wunsch, daß, so es möglich gewesen wäre, Ihr die dritte Kriegsweihnacht in der Heimat im Kreise Eurer Lieben hättet feiern dürfen. Mit Zuversicht schauen wir in die Zukunft und dem Jahr 1942 entgegen, das uns den endgültigen Sieg und Frieden über Europa bringen wird. Auf Wiedersehen und alles Gute wünscht Euch Eure Heimatgemeinde. Heil Hitler! Die Gemeindeverwaltung: I.A. Der Bürgermeister« »Liebe Kameraden! Verrenberg, den 5.Dezember 1942. Es ist mir ein Bedürfnis, Euch liebe Kameraden, die Ihr draußen an allen Fronten steht oder in den Garnisonen eure Pflicht erfüllt oder in den Lazaretten Eurer Heilung und Genesung entgegenseht, wieder einmal einen Gruß aus eurem lieben Heimatort zu senden. Die Heimat wird Euch und Eure Ruhmestaten nicht vergessen, denn eure Leistungen sind ja schon seit Kriegsbeginn keine heimliche Taten, sondern sichtbares Zeichen, auf die die Heimat mit Stolz und Zuversicht dem Endsieg entgegensieht. Was die Heimat Ihren Soldaten verdankt, läßt sich zusammenfassen in ein einziges Wort: Alles! Und in diesem Sinne liebe Kameraden grüße ich Euch alle recht herzlich im Namen der ganzen Gemeinde mit Heil Hitler! Der Bürgermeister« Liebe Kameraden! Verrenberg, den 1.Februar 1944 Täglich, ja stündlich sind wir mit unseren Gedanken bei Euch, die Ihr draußen im Kampf um Deutschlands Freiheit steht, vom Osten, Süden, Westen und bis hinauf in den hohen Norden einen festen Ring um unsere Heimat schließt, oder die ihr in den Lazaretten eurer Heilung und Genesung entgegenseht oder in den Garnisonen oder sonst im Heimatgebiet eure Pflicht erfüllt. Niemals ist es möglich, daß Euch die Heimat vergessen könnte, wo ihr doch bereit seit, wenn es sein muß, für die Heimat alles zu geben. Die Heimat steht fest und geschlossen hinter ihren Soldaten mit dem unerschütterlichen Glauben, daß der Sieg dem deutschen Volke beschieden sein muß. Soldaten und Heimat sind ausgerichtet nach den Worten: "Führer befiehl, wir folgen !" Und in diesem Sinne, liebe Kameraden, übersendet Euch Eure Heimatgemeinde ein kleines Päckchen, begleitet mit den herzlichsten Grüßen. Heil Hitler! Der Bürgermeister« |