Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.51 in Verrenberg

Links: Aufnahmen von 1926 und 1918   Mitte: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Haus Nr. 51 in Verrenberg Haus Nr. 51 in Verrenberg Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 51 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 51

Die Bewohner

Im Lagerbuch von 1684 (Seite 36a) ist Hannß Zentler als Eigentümer eines "öden Haußplatz" eingetragen. Er musste folgende jährliche Gülth bezahlen:
1 1/2 Kreuzer "an Geldt"

Im Lagerbuch von 1740 (Seite 274) ist der Sohn Hannß Georg Zentler als Eigentümer "öden Haußplatz" eingetragen. Er musste folgende jährliche Gülth bezahlen:
1 Kreuzer und 2 Pfennig "an Geldt"

Auch zu Zeiten seines Sohnes Johann Heinrich Zentler dürfte es noch ein "öden Haußplatz" gewesen sein.
1758 kaufte Johann Georg Bezold den vermutlich noch öden Platz. Die Witwe seines Sohnes Johann Peter Bezold wird 1778 als Schutzverwandte bezeichnet. Sie wollte das Bürgerrecht, um ein Häuslein (Nr.10b?) zu bauen. Die Tochter von Johann Peter Bezold, Catharina Barbara Bezold heiratet 1800 Georg Martin Endress. War er es, der das Haus baute?

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Martin Endress genannt.
Zuvor war das Haus vermutlich im Besitz seines Schwiegervaters Johann Peter Bezold.

1844 verkaufte die Witwe des Martin Endress das Söldnergut an den Schwiegersohn Johann Christian Rapp.
Als dieser1846 nach Langenbeutingen zog, verkaufte er das Guth an Christian Täuber.


Im Feuerversicherungsbuch von 1869 wird der Geschirrhändler Christian Wilhelm Massa als Hofeigner erwähnt. Er war bereits 1862 nach Verrenberg gekommen.
1891 hatte er noch 1/3 des Hauses, sein Schwiegersohn Johann Wilhelm Dieterich 2/3.

Der gemeinsame Sohn Ludwig Dieterich übernahm 1930 den Hof.

Bauliche Entwicklung

Im Lagerbuch von 1684 (Seite 36a) wird der Hof so beschrieben:
"von einem öden Haußplatz ..."

Im Lagerbuch von 1740 (Seite 274) wird der Hof so beschrieben:
"Einen öden Haußplatz, so jetzo ein Graßgarten im weyer, ..."


1833 wird ein Haus und eine Scheune erwähnt.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Wilhelm Massa Ein zweistockiges Wohnhaus nebst angebauter Scheune von Stein und Fachwerk mit Giebedach 34'
28,5'
15'
20'
1.   1 1 1 1 geb. Keller
2 Dachböden mit 1 Kammer

1 Tenne
Ziegel der erste Stock Stein sonst gem. Fachwerk Backofen Fundament u. Sockelmauern --- 1200 IV 1500 alter Anschlag 375f.
(1861)


1886-87 wurde eine Remise und ein Backofen angebaut.

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein zweistockiges Wohnhaus am Ortsweg No.1 von gemischter Bauart unter Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 2600 Mark.

1914 wird die Remise als Scheune benutzt. Ein Anbau erweitert die Scheune.

1927 entstand auf der gegenüber liegenden Straßenseite die Scheune 51/1.

Als das Haus 1963 abgebrochen wurde, war es im Besitz der Familie Dietrich, die ihr neues Wohnhaus daneben errichtete (wo in früheren Zeiten der alte Feuerlöschteich war).

Auf der Karte von 1818 ist oberhalb des Hauses der alte Feuerlöschteich zu erkennen. Von den älteren Verrenbergern wird noch erzählt, dass er in ihrer Jugend auf der anderen Straßenseite (Hof Hofmann) war.

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684

Nst: Ba 55 / Bd 79; Haus 51

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 51

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 51

Nachtrag zum Primärkataster, 1886-87

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1886-87; Haus 51 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1886-87; Haus 51

Nachtrag zum Primärkataster, 1914

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1914; Haus 51

Nachtrag zum Primärkataster, 1927

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1927; Haus 51

Es fehlen noch folgene Einträge:
1958/72
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869