Besitzer des Hauses Flurstück Nr.63 in Verrenberg
Links: Aufnahme von ca. 1925
Mitte Links: Diese Aufnahme zeigt das Gebäude wie es in seiner Struktur 1927 erbaut worden war.
Mitte Rechts: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die
Lage des Hauses im Ort erkennen.
Das im Urkataster dargestellte Haus wurde 1927 abgebrochen und durch ein neues
ersetzt (siehe Bild o.l.).
Die Bewohner
Georg Zentler verkauft 1812 die Hälfte von einem einstöckigen Wohnhaus und Scheuerle unten im Dorf um 300fl. an Georg Michael Weber.
Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer je zur Hälfte
Michael Braun (der Sohn) und Johann Georg Weber genannt.
Als Michael Braun 1839 heiratete zog er vermutlich weg und
verkaufte seine Haushälfte an Johann Georg Weber, der damit das ganze (kleine) Haus bewohnte.
Ein Abnährungsvertrag des Johann Michael Brumm zeigt, dass dieser 1846 bei Johann Georg Weber im Haus Nr.63 wohnte.
Nach Johann Georg Weber lebte seine Tochter Regina Magdalena mit ihrem Mann Georg Christian Dahler im Haus.
In einem Nachtrag des Feuerversicherungsbuch steht Johann Jäger ab 1882
als neuer Besitzer.
Im nächsten Nachtrag von 1910 ist dann sein Sohn Johann Gottlieb Jäger genannt.
Nach dem Tod von Johann Gottlieb Jäger war wohl eine Erbengemeinschaft
da, die das Haus an die Familie Friederich vermietete.
1955 wurde das Haus dann an Frau Neubauer und ihre Mutter verkaufte.
Durch die Heirat mit Georg(?) Gauger kam nun dieser Name auf das Haus.
Heute wohnt hier die Familie Eisenmann.
Bauliche Entwicklung
1850-52 wurde die Hoffläche etwas größer, das Wohnhaus und die Scheune scheinen sich aber seit
1833 nicht verändert zu haben.
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
| Name |
Beschreibung des Gebäudes |
Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile |
Versicher- ungs- anschlag |
Classe |
Umlage Capital |
Bemerkungen |
| Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke |
Länge, Breite, Höhe |
Gelaße |
Dachdeckung |
Umfassungs- und Giebelwände |
Feuergefährliche Einrichtungen |
als unzer- störbar |
wegen des Anspruchs auf Baubeiträge |
| heizbare Zimmer |
gegypste Kammern |
gewöhnliche Kammern |
Küchen |
Stallungen |
sonstige Gelaße |
| Christian Dahler |
Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach |
41' 19,7' 7' 12' |
2. |
|
1 |
2 |
|
2 Dachböden in 2 Abtheilungen 1 geb. Keller |
Ziegel |
gem. Fachwerk |
Hausnähe |
Fundament Keller u. Sockelmauern |
--- |
425 |
IV |
531,15 |
alter Anschlag 200f. (1861) |
1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus in der Hillergasse, von gemischter Bauart unter Giebeldach."
Der Versicherungsanschlag betrug 720 Mark.
1896 wird der Wohnhausanbau so beschrieben:
"Ein einstockiger 1875 erbauter Wohnhausanbau von gemischter Bauart ohne eigene Wand an No.63 angebaut."
Der Versicherungsanschlag betrug 920 Mark.
1927 wurde das alte Wohnhaus abgebrochen (nicht der Anbau von 1875) und an seiner Stelle ein größeres Haus errichtet.
Der Eintrag im Primärkataster von 1833
Nachtrag zum Primärkataster, 1850-52
Nachtrag zum Primärkataster, 1923
Nachtrag zum Primärkataster, 1927
Quellennachweis.
Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
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