Verrenberg Historisch

Haus Nr. 30 in Verrenberg (Lindelbergstraße 6)


Aufnahme von 1962

Aufnahme von 2005
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 30
Karte von 1833
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 30
Karte von 1818

Lage des Haus im Ort


Die Bewohner

Am 15.10.1831 ist im Gemeinderatsprotokoll zu lesen, dass im Haus des Adam Erhard für Cholerakranke eine Wohnung eingerichtet werden soll.
Zu vermuten wäre, dass dies der Beginn der Teilung des Gebäudes war. Da er 1820 das aktive Bürgerrecht bekam und 1821 heiratete, steht zu vermuten, dass er 1820 oder 1821 diesen Hof übernahm.

Hälfte 1:
1831 war Adam Erhardt noch Eigentümer des ganzen Hauses.
Hat der die Hälfte (2), in der 1831 eine Wohnung für Cholerakranke eingerichtet worden war verkauft!?
Seine Frau starb 1847 er selbst 1859.
Im Schätzungsprotokoll von 1861 steht Christian Schmidt als Besitzer
1876 ging die Haushälfte auf seinen Sohn Johann Christian Gottfried Schmidt über.

Hälfte 2:
1831 war in dem ursprünglich ungeteilten Haus eine Wohnung für Cholerakranke eingerichtet worden. Vermutlich hatte Adam Erhardt nach der Epedemie diese Hälfte verkauft.
Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Friedrich Wieland genannt.
In den Schätzungsprotokollen von 1861 und 1866 steht Christoph Gebhard als Besitzer.
Vermutlich ging das Haus 1866 auf seinen Schwiegersohn Christian Jakob Ernst Baumgärtner über, der 1868 in das Haus Nr.57 zog.
Im Feuerversicherungsbuch von 1869 steht Johann Zorn als Eigner. Ihm folgte im selben Jahr sein Sohn Ludwig Zorn.
1880 übernahm Johann Christian Gottfried Schmidt auch diese Hälfte.


Gesamtes Haus:
Ab 1880 hatte Johann Christian Gottfried Schmidt beide Haushälften.
Um 1911 übernehm dann der Sohn Christian August Schmidt das Haus.
Später folgte dann August Schmidt.
Heute wohnt hier Familie Helmut Schmidt.

Bauliche Entwicklung

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Johann Zorn

Christian Schmidt
Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach 19,8'
24'
8'
15'
1.   1 1   1/2 geb. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk Backofen
1 Giebel getäfert
Fundament Keller u. Sockelmauern --- 250
225
IV 312,30
281,15
alter Anschlag 200f./175f.
(1861)


1877 ist zu 1833 keine bauliche Veränderung sichtbar.
1891 lesen wir von einem Scheunenanbau (Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052)
1892-93 wurde von Christian Schmidt die bestehende Scheune erweitert.
1896 kam dann ein Schuppen dazu.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schmidt Christian Bauer 1 stockiges Wohnhaus am Windischenbacher Weg, von Fachwerk unter Giebeldach 10.40
7.05
Erdg 2.30
Dach 4.10
1 EG   3 EG
4 Dachboden
1 EG   1 geb Keller Dachplatten 1/5tel von Stein 4/5tel von ausgemauertem u verblendetem Fachwerk Backofen auf Holzgebälk Nicht 4.29, z.D. v Schuppen No.30b entfernt Mauern unter Erdgeschoßfußboden 1800 IV 2250 Alter 200 Jahre
Unterhaltung gut
1883 durchgreifend verbessert
Unter neb Anschlag von 1800M inbegriffen ist ein Backofen ausgenommen der Gemäuer unter dem Holzrost

Skizze der Scheune No.30 in Verrenberg 1896 Skizze der Scheune No.30 in Verrenberg 1896
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheuer
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schmidt Christian Bauer 1 stockige 1891 neuerbaute nördlich vom Wohnhaus freistehen Scheuer von gem Bauart mit einseitigem Giebeldach 8.90
8.00
3.50/2.50
Dach 3.50/5.10
        1 1 Tenne
1 Bare
Dachplatten Stallwände von Stein, der westliche Giebel iat auf ausgem Fachwerk mit Dachplatten behängt, sonst von teils ausgem teils geschliertem Fachwerk   Fundamente und Bodenbelag im Stall 1160 IV 1450  



Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1877

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1877; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1892-93

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1892-93; Haus 30 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1892-93; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1896

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1896; Haus 30 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1896; Haus 30

Ergänzungskarte zum Primärkataster

Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 30-31

Es fehlen noch folgene Einträge:
1930/140
1952/26
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869