Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.30 in Verrenberg

Links: Aufnahme von 2005   Mitte: Karte von 1818
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen. Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 30 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 30 Haus Nr. 30 in Verrenberg

Die Bewohner

Vermutlich war bis 1823 die Familie Friedrich Lindenberger auf dem Söldnersguth. Die Witwe verkaufte es 1823/24 an ihren vorehelichen Sohn Johann Peter FRANK.
Da dieser bereits das Haus Nr.26 gekauft hatte, dürfte er es schnell weiterverkauft haben.

Am 15.10.1831 ist im Gemeinderatsprotokoll zu lesen, dass im Haus des Adam Erhard für Cholerakranke eine Wohnung eingerichtet werden soll.
Zu vermuten wäre, dass dies der Beginn der Teilung des Gebäudes war.

Hälfte 1:
1831 war Adam Erhardt noch Eigentümer des ganzen Hauses.
Hat der die Hälfte (2), in der 1831 eine Wohnung für Cholerakranke eingerichtet worden war verkauft!?
Seine Frau starb 1847 er selbst 1859.
Im Schätzungsprotokoll von 1861 steht Christian Schmidt als Besitzer
1876 ging die Haushälfte auf seinen Sohn Johann Christian Gottfried Schmidt über.

Hälfte 2:
1831 war in dem ursprünglich ungeteilten Haus eine Wohnung für Cholerakranke eingerichtet worden. Vermutlich hatte Adam Erhardt nach der Epedemie diese Hälfte verkauft.
Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Friedrich Wieland genannt.
In den Schätzungsprotokollen von 1861 und 1866 steht Christoph Gebhard als Besitzer.
Vermutlich ging das Haus 1866 auf seinen Schwiegersohn Christian Jakob Ernst Baumgärtner über, der 1868 in das Haus Nr.57 zog.
Im Feuerversicherungsbuch von 1869 steht Johann Zorn als Eigner. Ihm folgte im selben Jahr sein Sohn Ludwig Zorn.
1880 übernahm Johann Christian Gottfried Schmidt auch diese Hälfte.


Gesamtes Haus:
Ab 1880 hatte Johann Christian Gottfried Schmidt beide Haushälften.

Heute wohnt hier Familie Helmut Schmidt.

Bauliche Entwicklung

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Johann Zorn

Christian Schmidt
Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach 19,8'
24'
8'
15'
1.   1 1   1/2 geb. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk Backofen
1 Giebel getäfert
Fundament Keller u. Sockelmauern --- 250
225
IV 312,30
281,15
alter Anschlag 200f./175f.
(1861)


1877 ist zu 1833 keine bauliche Veränderung sichtbar.
1891 lesen wir von einem Scheunenanbau (Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052)
1892-93 wurde von Christian Schmidt die bestehende Scheune erweitert.
1896 kam dann ein Schuppen dazu.

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus am Windischenbacherweg von Fachwerk unter Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 1800 Mark.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1877

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1877; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1892-93

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1892-93; Haus 30 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1892-93; Haus 30

Nachtrag zum Primärkataster, 1896

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1896; Haus 30 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1896; Haus 30

Ergänzungskarte zum Primärkataster

Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 30-31

Es fehlen noch folgene Einträge:
1930/140
1952/26
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869