Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.46 in Verrenberg

Links eine Aufnahme aus den 60er Jahren.   Mitte: Zeichnung von 1939
Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.

Haus 46 in Verrenberg Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1939; Haus 46 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 46

Die Bewohner

1815 verkaufte Jacob Bischoff sein Scheuerlein an Gottlieb Mugele um 185fl.

Wann und an wen erfolgte der Verkauf des Wohnhauses?

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Jacob Utz (46 Wohnhaus) und Johann Gottlieb Mugele (46a Scheune) genannt.
Am 16.April 1846 kaufte Jacob Utz die 1815 verkaufte Scheuer No.46 von Gottlieb Mugele um 180fl. zurück.
Jacob Utz kaufte 15.September 1846 den Hof Nr.12. Vermutlich verkaufte er gleichzeitig seinen bisherigen Hof an Johann Christoph Messer


Im Schätzungsprotokoll von 1861 wird Johann Christoph Messer als Besitzer genannt. 1875 übernahm sein Sohn Johann Peter Michael Messer eine Hälfte des Hauses.
Diese verkaufte er bereits 1879 an Christoph Michael Gebhard. Nach seinem Tod war ab 1886 der aus Schwäbisch Hall kommende Georg Adam Schödel auf der Haushälfte. Nach nur einem Jahr verkaufte er 1887 an Michael Schluchter.

Im Feuerversicherungsbuch von 1896 werden Christian Michael Schluchter und Johann Christoph Messer als Besitzer jeweils eines Anteils des Hauses genannt.
1905 übernahm Christian Michael Schluchter auch den zweiten Anteil.

1911 heiratet Christian Müller die Tochter Christina Karolina Schluchter. Damit übernahm er auch das komplette Haus.

Bauliche Entwicklung

Von 1833 bis 1930 gab es keine größeren baulichen Veränderungen.

Im Schätzungsprotokoll von 1861 wurde die Höhe des Hauses noch mit 7,5 Fuss angegeben.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Johann Messer Ein zweistockiges Wohnhaus mit angebauter einstockiger Scheuer von Stein und Fachwerk mit Giebeldach 23,5'
33,5'
16'
18'

24'
33,5'
14'
18'
1.   1 1   1 geb. Keller
1 Werkstadt
2 Dachböden mit 2 Kammern

1 Tenne
1 Stall
1 Lare
Ziegel der erste Stock Steine sonst gem. Fachwerk keine Fundament Keller u. Sockelmauern --- 1275 III 1275 alter Anschlag 675f.
(1861)


1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Anteil an einem zweistockigen Wohnhaus am Ortsweg No.1 von gemischter Bauart unter Giebeldach, mit gemeinschaftlicher Scheidewand an No.46a die Scheuer angebaut."
Der Versicherungsanschlag betrug 1400 Mark.
Das Haus war geteilt. Die Küche, Abtritt, Hauseingang und Vorplatz wurden gemeinsam genutzt.

Vermutlich wurde 1930 der Scheunenanbau errichtet und dann 1921 das Haus aufgestockt.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 46
Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 46a

Es fehlen noch folgene Einträge:
1930/144
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869