Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.56 in Verrenberg

Links: Aufnahme von 2005    Rechts: Aufnahme von 1926
Haus Nr. 56 in Verrenberg Haus Nr. 56 in Verrenberg
Links: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Mitte: Karte von 1818   Rechts: Zusatzkarte zum Urkataster 1833
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 56 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 56 Zusatzkarte zum Urkataster 1833; Haus Nr. 56

Die Bewohner

1823 tauscht (Johann) Matthäus Krämer, der bis dato hier lebte, diesen Hof mit Johann Ludwig Zöller.
Johann Ludwig Zöller lebte zuvor im Haus Nr.4 und musste noch 750fl. bezahlen.
In diesem Eintrag des Kaufbuches wird das auf diesem Haus ruhende Recht der Schäferei erwähnt!


1825 verkaufte Johann Ludwig Zöller seinen Hof an seinen Sohn Johann Ludwig Zöller um 2800fl.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Johann Ludwig Zöller (der Sohn) genannt. Er gab den Hof an seinen Sohn Georg Gottlieb Zöller weiter.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 wird sein Sohn Johann Friedrich Ludwig Zöller ab 1903 als neuer Besitzer genannt.
1914 wird dann als neuer Eigner Herr Christian Bender genannt.

1927 gab es wieder einen Wechsel - nun war Johann Schmelzle auf dem Hof.
Aber schon fünf Jahre später, 1932, kaufte Otto Sebbach den Hof.

Heute wohnt hier die Familie Haußler.

Bauliche Entwicklung

Es scheint, dass zwischen 1818 und 1833 einige Anbauten am Haus erfolgten und die Schuppen 56b und 56c neu errichtet worden sind.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1854 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer unheizbare Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Ludwig Zöller Wittib Wohnhaus 2stockig der 1teStock Stein der 2teGibel Holz u ge... Riegel, Plattendach 38'
30'
1St 8'
2St 7,3'
17'
1   3 1   1 gew. Keller Breit Ziegel 1 St .... ... Wände
Bretter Giebel
Brettergiebel
Backofen
gez... Wände u Backofen II Stock --- 800 IV 1000 alter Anschlag 500f.
(1861)

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1861 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer unheizbare Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Gottlieb Zöller Wohnhaus 1stockig mit Giebelwände 37,5'
38'
10'
16'
2   1 2 1 4 Dachkammern
1 gew. Keller
Breit Ziegel Riegel Wände
Bretter Giebel
Brettergiebel
Backofen
Fundamente Keller Sockelwände --- 1100 IV 1375 alter Anschlag 800f.
(1861)


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Gottlieb Zöller Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach 37,5'
37,5'
16'
18'
2   1 2 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 4 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk 1 Giebel getäfert
Backofen
Fundament gew: Keller u. Sockelmauern --- 2000 IV 2500 alter Anschlag 1150f.
(1861)
(Ist die Höhe von 16' ein Schreibfehler?)

Zwischen 1854 und 1861 wurde wohl ein Anbau erstellt (Breite von 30 auf 37,5 Fuß - ca.214cm gestiegen).

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Gottlieb Zöller Eine einstockiges Scheuer von Fachwerk mit Giebeldach nebst der einstockigen Abseite von Fachwerk mit Pultdach 61'
34'
13'
22'

12'
7'
13'
5'
          1 Tenne
2 Barn
1 Doppelstall

Scheuerräum Verlängerung
Ziegel auf Stallhöhe d. Anfang Stein sonst gem. Fachwerk 1 Giebel getäfert Fundament u. Sockelmauern --- 1300 IV 1625 alter Anschlag 1200f.
(1861)


1873-74 wurde die Scheune 56a erweitert und die Scheune 56b neu gebaut. Am Wohnhaus wurde ein Schweinestall angebaut.

Inschrift über Haus 56 in Verrenberg
1875-76 wurde von Georg Gottlieb Zöller und seiner Frau, Catharina Friederike Löchner das Wohnhaus neu erbaut. Schweinestall und Keller wurden abgebrochen, eine Holzremise neu erstellt.
1876-77 baute Georg Gottlieb Zöller dann doch noch einen Schweinestall.

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein zweistockiges 1875 erbautes Wohnhaus an der Bitzfelderstraße von Stein mit Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 11000 Mark.

1911 wurde eine elektr. Lichtanlage mit zwei Glühlampen eingebaut.

1913 wurde die Scheune 56a (andere Straßenseite) abgebrochen. An ihrer Stelle entstanden die Scheune 88 (Christian Bender) und 89 (Jakob Görtz) neu.
1918 baute Christian Bender einen Schuppen an die Scheune 56a an.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1873-74

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1873-74; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1873-74; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1875-76

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1875-76; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1875-76; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1876-77

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1876-77; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1876-77; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1913

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1913; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1913; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1918 - Ergänzungskarte zum Primärkataster

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1918; Haus 56 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 56

Es fehlen noch folgene Einträge:
1926/170
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1854
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869