Verrenberg Historisch

Haus Nr. 56 in Verrenberg (Reblandstraße 6)

Haus Nr. 56 in Verrenberg
Aufnahme von 2005
Haus Nr. 56 in Verrenberg
Aufnahme von 2014

Aufnahme Nordseite von 1926

Aufnahme Nordseite von 1962
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 56
Karte von 1818
Kartenausschnitt aus Karte von 1833; Haus Nr. 56
Urkataster von 1833
Zusatzkarte zum Urkataster 1833; Haus Nr. 56
Zusatzkarte zum Urkataster

Lage des Haus im Ort


Die Bewohner


------------Beginn nicht gesicherter Erkenntnisse --------------------------

Wenn man unterstellt, dass der Hof längere Zeit "in der Familie" blieb, könnte um 1746 Johann Georg Krämer der Besitzer gewesen sein.
Dann wäre das Gut um 1774 auf den Sohn Matthäus Krämer übergegangen.

------------Ende nicht gesicherter Erkenntnisse ----------------------------

1805 kommt (Johann) Matthäus Krämer durch Gutsübernahme von seinem Vater Matthäus Krämer zu diesem Hof.
1823 tauscht (Johann) Matthäus Krämer, der bis dato hier lebte, diesen Hof mit Johann Ludwig Zöller.
Johann Ludwig Zöller lebte zuvor im Haus Nr.4 und musste noch 750fl. bezahlen.
In diesem Eintrag des Kaufbuches wird das auf diesem Haus ruhende Recht der Schäferei erwähnt!


1825 verkaufte Johann Ludwig Zöller seinen Hof an seinen Sohn Johann Ludwig Zöller um 2800fl.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurden als Eigentümer Johann Ludwig Zöller (der Sohn) genannt. Er gab den Hof an seinen Sohn Georg Gottlieb Zöller weiter.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 wird sein Sohn Johann Friedrich Ludwig Zöller ab 1903 als neuer Besitzer genannt. Er zog 1912 nach Öhringen.
1914 wird dann als neuer Eigner Herr Christian Bender genannt. 1926 zog er nach „Hochgreut, Gemeinde Pfahlheim, Kreis Ellwangen“.

1927 gab es wieder einen Wechsel - nun war Johann Christian Jakob Schmelzle auf dem Hof.
Aber schon fünf Jahre später, 1932, war sein Stiefsohn Otto Sebbach den Hof.

Heute wohnt hier die Familie Haußler.

Bauliche Entwicklung

Es scheint, dass zwischen 1818 und 1833 einige Anbauten am Haus erfolgten und die Schuppen 56b und 56c neu errichtet worden sind.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1854 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer unheizbare Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Ludwig Zöller Wittib Wohnhaus 2stockig der 1teStock Stein der 2teGibel Holz u ge... Riegel, Plattendach 38'
30'
1St 8'
2St 7,3'
17'
1   3 1   1 gew. Keller Breit Ziegel 1 St .... ... Wände
Bretter Giebel
Brettergiebel
Backofen
gez... Wände u Backofen II Stock --- 800 IV 1000 alter Anschlag 500f.
(1861)

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1861 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer unheizbare Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Gottlieb Zöller Wohnhaus 1stockig mit Giebelwände 37,5'
38'
10'
16'
2   1 2 1 4 Dachkammern
1 gew. Keller
Breit Ziegel Riegel Wände
Bretter Giebel
Brettergiebel
Backofen
Fundamente Keller Sockelwände --- 1100 IV 1375 alter Anschlag 800f.
(1861)


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Gottlieb Zöller Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach 37,5'
37,5'
16'
18'
2   1 2 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 4 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk 1 Giebel getäfert
Backofen
Fundament gew: Keller u. Sockelmauern --- 2000 IV 2500 alter Anschlag 1150f.
(1861)
(Ist die Höhe von 16' ein Schreibfehler?)

Zwischen 1854 und 1861 wurde wohl ein Anbau erstellt (Breite von 30 auf 37,5 Fuß - ca.214cm gestiegen).

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Gottlieb Zöller Eine einstockiges Scheuer von Fachwerk mit Giebeldach nebst der einstockigen Abseite von Fachwerk mit Pultdach 61'
34'
13'
22'

12'
7'
13'
5'
          1 Tenne
2 Barn
1 Doppelstall

Scheuerräum Verlängerung
Ziegel auf Stallhöhe d. Anfang Stein sonst gem. Fachwerk 1 Giebel getäfert Fundament u. Sockelmauern --- 1300 IV 1625 alter Anschlag 1200f.
(1861)


Der Eigentümer dieses Hofes Georg Gottlieb Zöller hatte 1862 auch den Hof Nr.39 gekauft. 1872 brannte dort die Scheune ab. Diese wollte er aber nicht dort wieder aufbauen, sondern hier am von den Eltern übernommenenn Hof Nr.56. Dies setzte er 1873-74 um. Zusätzlich wurde die Scheune 56a erweitert und am Wohnhaus ein Schweinestall angebaut.
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Inschrift über dem Eingang des Haus Nr.56 in Verrenberg Inschrift über dem Eingang des Haus Nr.56 in Verrenberg

1875-76 wurde von Georg Gottlieb Zöller und seiner Frau, Catharina Friederike Löchner das Wohnhaus neu erbaut. Schweinestall und Keller wurden abgebrochen, eine Holzremise neu erstellt.
1876-77 baute Georg Gottlieb Zöller dann doch noch einen Schweinestall.

Skizze des Hofes Nr56 im Jahr 1896
In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Zöller Gottlieb, Landwirt 2 stockiges 1875 erbautes Wohnhaus an der Bitzfelder Straße von Stein mit Giebeldach 14.30
11.15
5.55
Dach 5.50
1 EG
1 I.Stock
1 EG
2 I.Stock
2 I.Stock
2 Dachboden
1 I.Stock   2 gew Keller
1 Backküche
Dachplatten Stein Nicht 4.29 z.d.56d entfernt die gew Keller u die Mauern unter Fußboden des Erdgeschoßes 11100 IV 13875 Unter nebigem Anschlag von 11000M inbegriffen ist: 1 Brennkessel mit K....... samt Kühlgefäß Anschlag 60M 1 Brackofen ohne Gemäuer unterm Herd Anschlag 150M

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Zöller Gottlieb, Landwirt 1 stockige Scheuer an der Bitzfelder Straße von Fachwerk unter Giebeldach 17.4
9.75
3.70
Dach 5.60
          1 Tenne
2 Bare mit
1 Remise
Dachplatten die westliche Giebelseite ist auf neuausgem. Fachwerk ver...fert sonst 1/3tel Stein 2/3 ausgem Fachwerk   Fundamente 1600 IV 2000 Alter ca. 200 Jahre Unterhaltung gut Unter neb Anschlag von 2600M inbegriffen ist 1 Obstkeller v Eichenholz Anschlag 30M

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Schweinestall
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Zöller Gottlieb Landwirt 1 stockiger 1877 erb. hinter dem Wohnhaus No 56 freistehender Schweinestall von gem Bauart unter Pultdach 4.90
2.50
1.50
Dach 1.80
          Schwein u Geflügelstall Dachplatten Umfassungswände von Stein, Giebel von ausgem Fachwerk Nicht 4.29 z.d der Holzremise entfernt Fundament 200 IV 250 Unterhaltung gut

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Viehhaus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
derselbe 1 1/2 stockiges 1872 erbautes Viehhaus an der Bitzfelder Straße v gem. Fachwerk unter Giebeldach 18.60
12.90
5.50
Dach 6.50
          2 Tennen
1 Doppelstall darüber Bare
Dachplatten 2/3 tel v. Stein 1/3 v ausgem Eichenholz Fachwerk 0 Fundamente u. Bodenbelag im Stall 8000 III 8000 Unterhaltung gut. Unter neb Anschlag von 8300M inbegriffen ist:
1 Dreschmaschiene mit Putzapperat Anschlag 200M
1 Futterschneidmaschiene Anschlag 80M
1 Lederriemen 31.00lg 60mm brt Anschlag 50M

Der Göppel befindet sich im Freien


1911 wurde eine elektr. Lichtanlage mit zwei Glühlampen eingebaut.

1913 wurde die Scheune 56a (andere Straßenseite) abgebrochen. An ihrer Stelle entstanden die Scheune 88 (Christian Bender) und 89 (Jakob Görtz) neu.
1918 baute Christian Bender einen Schuppen an die Scheune 56a an.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1873-74

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1873-74; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1873-74; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1875-76

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1875-76; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1875-76; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1876-77

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1876-77; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1876-77; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1913

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1913; Haus 56 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1913; Haus 56

Nachtrag zum Primärkataster, 1918 - Ergänzungskarte zum Primärkataster

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg, 1918; Haus 56 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 56

Es fehlen noch folgene Einträge:
1926/170
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1854
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
HZA Ba 115 Bd 712 Amtsrechnungen 1804/05
Staatsarchiv Ludwigsburg, F 192 III Bü 3960