Verrenberg Historisch

Haus Nr. 21 in Verrenberg (Golbergstraße 21)


Aufnahme von 1926

Aufnahme von 2005
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 21
Karte von 1818
Kartenausschnitt aus Karte von 1833; Haus Nr. 21
Urkataster von 1833

Lage des Haus im Ort


Die Bewohner

Es scheint, als hätte Johann Friedrich Weiß ursprünglich das ganze Haus besessen und jeweils eine Hälfte an die Töchter Maria Magdalena Weiß (1802) und Anna Barbara Weiß (1815) gegeben.
Da er nachweislich im Haus Nr.45 Knecht war und dieses Gut vermutlich um 1777 übernahm, stellt sich die Frage, wann, warum und mit welchem Geld er dieses Haus übernahm.

Als Johann Adam Halt 1815 Maria Magdalena Weiß heiratete, übernahm er diese Hälfte des Haus Nr.21 von seinem Schwiegervater Johann Friedrich Weiß.
Die andere Hälfte hat seine andere Tochter 1802 in die Ehe mit Johann Leonhard Gerbig eingebracht.

1822 tauschte Johann Adam Halt den Hof mit Johann Georg Kimmel (Haus Nr.33).

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer Johann Georg Kimmel genannt. Seine Tochter Catharina Friederika heiratete 1851 Georg Friedrich Schanzenbach.

Laut einem Nachtrag von 1880 im Feuerversicherungsbuch von 1869 war sein Sohn Georg Friedrich Schanzenbach seit diesem Jahr Besitzer des Hauses.
1882 verkauft Adam Bort einen halben Keller unter dem Haus an Georg Friedrich Schanzenbach.

1914 ist dann dessen Sohn Johann Friedrich Schanzenbach auf der Haushälfte.

1920 kaufte er noch die andere Haushälfte (21B). Damit ist die Teilung des Hauses beendet!

Bauliche Entwicklung

Die Bewohner dieses Hauses waren Teilhaber an dem Brunnen des Hauses Nr.20

Die Scheune 21a war 1796 errichtet worden. Sie wurde inzwischen abgebrochen.

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Friedrich Schanzenbach

Leonhardt Gerbigs Witwe
Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach 42,8'
31'
9'
18'
1.   1 1   1/2 gew. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
1 Brauerei

1/2 gew. Keller
2 Dachböden mit 2 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk Backofen Fundament, Keller u. Sockelmauern --- 550
550
IV 687
687
alter Anschlag 300f/300f.
(1861)


In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schanzenbach Georg 1 stockiges Wohnhaus v. Fachwerk, mit No.21/2 unter gleichem Giebeldach u mit gemeinschaftlicher Scheidewand 6.15
8.80
Souterrain 1.90
Erdg 2.30
Dach 5.50
1 EG   1 EG
2 Dachboden
1 EG   1 geb Keller
1 Brauerei
Dachplatten ausgem Fachwerk Nicht 4.29m z.d. vom Backofen entfernt, zusammenhang mit No.21/2 Fundament 1600 IV 2000 Alter ca. 200 Jahre
Unterhaltung mittelmäßig
Unter nebigem Anschlag von 1600M inbegriffen ist.
1 Brennkessel mit Kupfereinsatz u Kupfergefäß Anschlag 60M

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Schanzenbach Georg 1 stockige 1796 erbauten nördlich vom Wohnhaus No.21 freistehende Scheuer von gem Bauart mit Giebeldach 11.80
10.65
4.10
Dach 7.00
        1 1 Tenne
2 Bare
1 Remise
Dachplatten Stellwände von Stein, sonst von ausgem Fachwerk; Nicht 4.29 z.D. vom Wohnhaus No.21 entfernt Fundament 2700 IV 3375 Alter 100 Jahre
Unterhaltung gut


1915 wurde eine elektr. Anlage mit drei Brennstellen eingebaut.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 21

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869