Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.20 in Verrenberg

Auf der Urkatasterkarte von 1833 können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.

Links das Wohnhaus (20);   Rechts die Scheune (20a) Haus Nr. 20 in Verrenberg Scheune Nr. 20a in Verrenberg
Links sehen Sie einen Ausschnitt aus der Katasterkarte von 1833   Rechts Karte von 1818 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 20 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 19-21

Die Bewohner


1819 kaufte Johann Georg Brand das Söldnersguth seiner Mutter Maria Elisabetha Brand um 2400fl. Vermutlich handelte es sich um das Haus Nr.20.

Nach seinem Tod 1836 heiratete seine Witwe im folgenden Jahr Johann Michael Christoph Wüstholz

Bei der Erstellung des Urkatasters 1837 wurde als Eigentümer Johann Michael Christoph Wüstholz genannt.

1839 verkaufte Johann Michael Christoph Wüstholz sein Guth an seinen Bruder Johann Jacob Wüstholz um 2687fl.. Er zog 1840 nach Michelbach/Wald.

1846 musste Johann Jacob Wüstholz seine Scheune an Johann Georg Weippert und Georg Friedrich Weiß verkaufen, um seine Gläubiger zu bedienen.

Johann Jacob Wüstholz starb 1852, seine Frau 1856.

1854-55 wird ein Herr Pfähler aus Öhringen erwähnt.

Im Feuerversicherungsbuch von 1869 steht Michael Ahles als Besitzer angegeben.
(Die Scheune 20a gehörte hälftig Karl Hägele und Jakob Seebach)

1873 gehörte die Scheune 20a je zur Hälfte Michael Ahles und dem Schulmeister Herb.

Im Nachtrag von 1883 findet sich Gottlieb Strecker.
Im Feuerversicherungsbuch von 1896 wird Gottlieb Strecker als Besitzer bestätigt.

In einem undatiertem Nachtrag wird dann Jacob Sebbach genannt.
1924 ist Johann Schmelzle der Besitzer.
1927 ist zuerst Wilhelm Herbst und noch im selben Jahr Karl Sommer Eigner.
Ende des 20.Jahrh. war der Name Sommer auf dem Haus.

Bauliche Entwicklung

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Michael Ahles Ein einstockiges Wohnhaus von Fachwerk mit Giebeldach nebst dem Anbau am Eingang auf freipfosten mit Pultdach 37'
32,2'
9,7'
18'

22,5'
5'
6'
4'
1.   1 1 1 1 gew. Keller
2 Dachböden mit 3 Kammern
Ziegel gem. Fachwerk   Fundament, Keller u. Sockelmauern --- 800 IV 1000 alter Anschlag 400f.
(1861)



1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus am Ortsweg No.1 freistehend von Fachwerk mit Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 1920 Mark.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 20

Nachtrag zum Primärkataster 1854-55

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg 1854-55; Haus 20 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg 1854-55; Haus 20

 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869