Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.60 in Verrenberg

Links:Aufnahme mit Walter Heinle und oben rechts die Scheune 60a   Rechts: Aufnahme von 1926
Haus Nr.60 in Verrenberg Haus Nr.60 in Verrenberg

Links: Karte von 1818    Rechts: Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 60 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 60

Die Bewohner

Für Details einfach auf das Bild klicken.

Im Lager- und Gültbuch von 1628 ("Steuerliste" S.634) wird Jochen Conradts Witwe als Eigentümerin genannt. Hatte sie es von Hanß Wüesten erkauft? Sie gab es vermutlich an ihren Sohn Hannß Conradt weiter.

Im Lager- und Gültbuch von 1684 wird Hans Conradt als Eigentümer genannt.

Im Lager- und Gültbuch von 1740 ("Steuerliste" S.289) über das Amt Pfedelbach wird Hans Georg Zöller als Besitzer genannt. Er musste folgende jährliche Gülth bezahlen:
6 Kreuzer "Von Eine Sommer Hun"

Der nächste Eintrag belegt, dass er den Hof an seinen Schwiegersohn Johann Jacob Keller weitergab.
Johann Georg Brand heiratet 1778 die Tochter Eva Catharina Keller. Als ihr Mann 1797 starb, verkaufte sie das "Söldenguth" an den Schwager ihres Mannes, Johann Georg Bort um 240fl.
Er verkaufte dieses Söldner Guth 1798 an seinen Neffen Johann Michael Bort.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer eben dieser Michael Bort (der Sohn) genannt. Der Hof blieb nun ohne Unterbrechung im Besitz der Familie Bort.

Michael Bort verkaufte 1839 sein Söldners Guth an seinen Sohn Georg Adam Bort um 3000fl.

Die nächsten Eigentümer waren:
Georg Adam Michael Bort (1846 - 1917)

1861 hatte Johann Philipp Frank einen Teil der Scheune 60A.

Laut Feuerversicherungsbuch von 1896 war Friedrich Johann Christian Bort ab 1918 auf dem Hof.
Wilhelm Bort
Heute wohnt hier die Familie Erich Bort.

Bauliche Entwicklung

1628 wird von einem "Häußlein und Gärtlein" geschrieben.

1740 heist es: "Von einem Haus und daran gebauther Scheuren, ..." . Dies lässt vermuten, dass bis 1818 keine wesentlichen bauliche Veränderungen gab.
Zwischen 1818 und 1833 wurde ein Schweinestall und ein Backofen an das Wohnhaus angebaut.Auch wurde auf der gegenüber liegenden Straßenseite die Scheune 60A erbaut.


Zeichnung Haus 60 1861 Verrenberg Bild links: Zeichnung von 1861

Im unteren Eintrag des Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus

(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Adam Bort Ein einstockiges Wohnhaus und Scheuer von Fachwerk mit Giebeldach nebst Scheuren Anbau von Fachwerk mit Giebeldach an diesen Anbau angebaute Holzremise auf freipfosten mit Pultdach 38'
31,5'
9,5'
17'

30'
31,5'
12,5'
17'

12,5'
20'
12,5'
14'

20'
9,5'
7'
6'
1.   2 1 1 2 Dachböden mit 2 Kammern

1 Tenne
2 Barn
1 geb. Keller

Scheuernraum
Bahre
Ziegel gem. Fachwerk Backofen

Scheuernverbindung
Fundament u. Sockelmauern

Fundament Keller u. Sockelmauern
--- 1200

525

150

25
IV 1500

450

187,30

31,15
alter Anschlag 900f./475f./neu/neu
(1861)


1889-90 wurde Backofen und Schweinstall abgebrochen und an einem Stück neu aufgebaut.
1895 kam an den Scheunenanbau eine Remise hinzu und wurde der Schweinestall wieder an die Stelle angebaut, wo er bereits bis 1890 war.
Wann wurde von der Familie Schumacher der Keller mit Remise (1850-52 erbaut) gekauft?

1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein einstockiges Wohnhaus, Ecke der Oehringer Staige und der Hillergasse von Fachwerk unter Giebeldach."
Der Versicherungsanschlag betrug 3200 Mark.
1911 wurde eine elektr. Lichtanlage mit drei Glühlampen eingebaut.

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628

Nst: Ba 55 / Bd 75; Haus 60

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684

Nst: Ba 55 / Bd 79; Haus 60

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 60

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 60
Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 60

Nachtrag zum Primärkataster, 1889-90

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1889-90; Haus 60 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1889-90; Haus 60

Nachtrag zum Primärkataster, 1896 - Ergänzungskarte zum Primärkataster

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 18896; Haus 60 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 60

 

Quellennachweis.

Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628
Pfedelbacher Oberamtsrechnung von 1797 (pag. 75)
Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
SW-Bilder: Familie Erich Bort
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869