Verrenberg Historisch

Haus Nr. 60 in Verrenberg (An der Steige 1)


Aufnahme von 1926

Aufnahme von 1962

Aufnahme aus den 1970er Jahren

Aufnahme von 2015

Aufnahme von 1962
Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1818; Haus Nr. 60
Karte von 1818
Kartenausschnitt aus Karte von 1833; Haus Nr. 60
Urkataster von 1833

Lage des Haus im Ort

Historische Aufnahme

Historische Aufnahme

Historische Aufnahme

Historische Aufnahme

Historische Aufnahme


Die Bewohner



Vermutlich wurde der Hof 1624 von Hanß Würsten erkauft.

Im Lager- und Gültbuch von 1628 ("Steuerliste" S.634) wird Jochen Conradts als Eigentümer genannt. Nach seinem Tod ging der Hof auf seine Frau über.
Vermutlich 1659 ging das Gut dann an den Sohn Hannß Conradt weiter.

Im Lager- und Gültbuch von 1684 wird eben dieser Hans Conradt als Eigentümer genannt.

Im Lager- und Gültbuch von 1740 ("Steuerliste" S.289) über das Amt Pfedelbach wird Hans Georg Zöller als Besitzer genannt. Vermutlich hat er das Guth von Hannß Conradt oder dessen Erben erkauft.
Er musste folgende jährliche Gülth bezahlen:
6 Kreuzer "Von Eine Sommer Hun"

Der nächste Eintrag belegt, dass er den Hof an seinen Schwiegersohn Johann Jacob Keller weitergab.
Johann Georg Brand heiratet 1778 die Tochter Eva Catharina Keller. Als ihr Mann 1797 starb, verkaufte sie das "Söldenguth" an den Schwager ihres Mannes, Johann Georg Bort um 240fl.
Er verkaufte dieses Söldner Guth 1798 an seinen Neffen Johann Michael Bort.

Bei der Erstellung des Urkatasters 1833 wurde als Eigentümer eben dieser Michael Bort (der Sohn) genannt. Der Hof blieb nun ohne Unterbrechung im Besitz der Familie Bort.

Michael Bort verkaufte 1839 sein Söldners Guth an seinen Sohn Georg Adam Bort um 3000fl.

Die nächsten Eigentümer waren:
Georg Adam Michael Bort (1846 - 1917)

1861 hatte Johann Philipp Frank einen Teil der Scheune 60A.

Laut Feuerversicherungsbuch von 1896 war Friedrich Johann Christian Bort ab 1918 auf dem Hof.
Sein Sohn Wilhelm Bort hat den Hof übernommen.
Heute wohnt hier die Familie Erich Bort.

Bauliche Entwicklung

1628 wird von einem "Häußlein und Gärtlein" geschrieben.

1740 heist es: "Von einem Haus und daran gebauther Scheuren, ..." . Dies lässt vermuten, dass bis 1818 keine wesentlichen bauliche Veränderungen gab.
Zwischen 1818 und 1833 wurde ein Schweinestall und ein Backofen an das Wohnhaus angebaut.Auch wurde auf der gegenüber liegenden Straßenseite die Scheune 60A erbaut.


Zeichnung Haus 60 1861 Verrenberg Bild links: Zeichnung von 1861

Im unteren Eintrag des Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus

(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Adam Bort Ein einstockiges Wohnhaus und Scheuer von Fachwerk mit Giebeldach nebst Scheuren Anbau von Fachwerk mit Giebeldach an diesen Anbau angebaute Holzremise auf freipfosten mit Pultdach 38'
31,5'
9,5'
17'

30'
31,5'
12,5'
17'

12,5'
20'
12,5'
14'

20'
9,5'
7'
6'
1.   2 1 1 2 Dachböden mit 2 Kammern

1 Tenne
2 Barn
1 geb. Keller

Scheuernraum
Bahre
Ziegel gem. Fachwerk Backofen

Scheuernverbindung
Fundament u. Sockelmauern

Fundament Keller u. Sockelmauern
--- 1200

525

150

25
IV 1500

450

187,30

31,15
alter Anschlag 900f./475f./neu/neu
(1861)

1889-90 wurde Backofen und Schweinstall abgebrochen und an einem Stück neu aufgebaut.
1895 kam an den Scheunenanbau eine Remise hinzu und wurde der Schweinestall wieder an die Stelle angebaut, wo er bereits bis 1890 war.
Wann wurde von der Familie Schumacher der Keller mit Remise (1850-52 erbaut) gekauft?

Skizze des Hof No 60 in Verrenberg - 1896 Skizze des Hof No 60 in Verrenberg - 1896

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zum Haus
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Bort Adam, Landwirt 1 stockiges Wohnhaus Ecke der Oehringer Steige u der Hillergasse von Fachwerk unter Giebeldach 11.00
9.10
Sout. 2.10
Erdg 2.60
Dach 5.40
1 EG   2 EG
2 Dachboden
1 EG 1 Sout. Doppel Viehstall Dachplatten auf hohem Sockel von ausgem Fachwerk Zusammenhang mit der Remise Fundamente einhäuptiges Gemäuer im Souterrain u Stallbodenbelag 3280 IV 4100 Alter ca. 150 Jahre Unterhaltung gut
Unter neb. Anschlag von 3200M inbegriffen:
1 Vortreppe mit Pultdach ausgenommen die Fundamente

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
derselbe 1 stockiger Scheuer unter gleichem Dach ohne eigene Wand angebaut 8.50
9.10
3.60
Dach 5.40
          1 Tenne
2 Bare mit
1 geb. Keller
Dachplatten ausgemauertes Fachwerk zusammenhang mit der Remise Mauern unter Tennenboden Ebene 1200      

In diesem Eintrag im Schätzungsprotokoll von 1896 sieht man einige Details zur Scheune 60a (an der Zehntscheuer 7)
(Als Maß dient der Meter.)
Name Beschreibung des Gebäudes Ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Mark Klasse Umlage Kapital Mark Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe in Metern Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen und Klassenbegründung
heizbare Zimmer unheizb. Zimmer u gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Bort Adam, Landwirt 1 stockige Scheuer an der Oehringer Steige von Fachwerk mit Giebeldach, mit eigener Wand an die Scheuer Nu.7 angebaut 14.90
9.10
4.10
Dach 5.60
          2 Tennen
2 Bare
1 Remise
Dachplatten ausgemauertes Fachwerk keine Fundamente 2200 III 2200 Unter neb. Anschlag von 2200M inbegriffen ist: eine Obstpresse mit eis. Spindel und Steinbiet Anschlag 60M
Alter ca. 150 Jahre
Unterhaltung gut


1911 wurde eine elektr. Lichtanlage mit drei Glühlampen eingebaut.

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628

Nst: Ba 55 / Bd 75; Haus 60

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684

Nst: Ba 55 / Bd 79; Haus 60

Aus dem Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800

Nst: Ba 55 / Bd 89; Haus 60

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 60
Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 60

Nachtrag zum Primärkataster, 1889-90

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1889-90; Haus 60 Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1889-90; Haus 60

Nachtrag zum Primärkataster, 1896 - Ergänzungskarte zum Primärkataster

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 18896; Haus 60 Ergänzungskarte zum Primärkataster Verrenberg 1833; Haus 60

 

Quellennachweis.

Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 89 (1716) 1740-1800
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 79 1684
Hohenloher Zentralarchiv Nst: Ba 55 / Bd 75 1628
Pfedelbacher Oberamtsrechnung von 1797 (pag. 75)
Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
SW-Bilder: Familie Erich Bort
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869