| Schulmeister und Lehrer |
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| Name | Zeit von-bis | Bemerkung |
| Vater von Johann Leonhard Weber | ???? - 1723? | Im Visitationsprotokoll (HSTA Stgt. A281 Bü 1517)von 1734 heist es zu Johann Leonhard Weber: "Hat bey seinem Vater in loco. 1 Viertel Jahr provisonirt." |
| Johann Leonhard Weber | 1723 - 1744 | 1723 gab es noch kein Schulhaus => der Lehrer musste also im Ort wohnen und
Platz für den Unterricht haben. (HSTA Stgt. A281 Bü 1515) Bei der Einweihung des neuerbauten Kirchtürmles 1738 wird er als Schulmeister genannt. Folgende Unterrichtszeit finden sich in diesem Visitationsprotokoll (HSTA Stgt. A281 Bü 1518): Im Winter: Vormittags 8 - 10 Uhr Nachmittags 12 - 15 Uhr Im Sommer: Vormittags 8 - 10 Uhr Nachmittags keine Schule 1740 wird er nicht nur als Schulmeister bezeichnet, sondern es heist auch: Als Meßner die Uhr Zeiten, die morgen- und abendglocke leitten. Doch sey das Wetter geläutt nicht üblich (HSTA Stgt. A281 Bü 1519) Als Schulmeister, Mösner und Bäcker bezeichnet im Visitationsprotokoll von 1744 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart: A281 Bü 1523). Dort heist es auch, dass die Schule im ganzen schlecht besucht wird (im Winter jedoch etwas bessser) |
| Georg Friedrich Wirkner | 1744 - 1751 | Als Schulmeister bezeichnet in den Familienregistern
seiner Söhne. Im Visitationsprotokoll (HSTA Stgt. A281 Bü 1524) von 1745 heist es: "Schulmeister in Verrenberg ist Georg Friedrich Würckner ...". Er hatte das Amt an Martini 1744 übernommen. Der Unterricht heist es ferner: Verrenberg eine halbe stund weit guten Weg, allwo ein thürmlein stehet, worin die schul täglich und 2 mahl bettstund wochentlich von dasigem Schulmeister gehalten wird |
| Johannes Weber | 1751 - 1773 | Als Schulmeister und Bäcker bezeichnet im Eintrag
des Eheregister (1760)
Im Dezember 1771 beklagt er sich beim Oberamt in Pfedelbach, dass er nicht weiter Schulmeister in Verrenberg sein will, solange er sein Schulgeld nicht erhält. Der Unterricht wurde in seinem Haus, dem Wirtshaus "grünen Baum" abgehalten. "Wann diese Kinder das 10te jahr erreichen, gehen sie hernach in die ordentliche Schule nacher besagtem Bitzfeld".. "Der zeitliche Schulmeister zu Verrenberg, ... , muß die Schul in seinem Hauß halten, ..." Nun plagt die Gemeinde die Sorge, es könnte ein auswärtiger Schulmeister ins Ort geschickt werden, für den eine Wohnung und ein Schulraum bereitgestellt werden muss. "wir kennen auch keinen Fremden der Weib und Kind hat, im orth Vörreberg an nehmen, weilen wir kein zu gerichtes besonders Schulhauß haben, Es ist zwar Ein Schulhauß in unserer Kürch, da kann aber kein Handwercksmann hineinziehen, und darinen seine[n] Haußhalt anstellen, weilen es nur Eine Stuben hat, und die Kürch und Dornbau [= Turmbau] hat die Gmeein in Vörrenberg über zweytausend Gulten ohne fuhr und hand frohn gekostet, und wo Solches durch Ein Feuer verun Klickt [= verunglückt] würde, so wäre Gemein nicht im Stande Solches mehr zu Bauen, und [die] Wohnung zur schulstuben ist nicht zu gerichtet, und wann So[lches?] Sein mieste, so hette die gemein mehr als hundert Thaler un Kosten, und bey Solchen harten Zeiten, ist es ohnmögl[ich]." HZA Ba 30 Bü 978 In Verrenberg selbst wurden bis zu diesem Zeitpunkt nur die Kinder bis 10 Jahren und nur im Winter unterrichtet. Der Unterricht war im Haus des Schulmeisters, im Wirtshaus "grüner Baum". weilen ohnehin die mehreste Kinder nur zur Winterszeit in die Schule gehen" HZA Ba 30 Bü 979 Seite 1 Er zog Anfang 1773 von Verrenberg nach Pfedelbach. |
| Thomas Weydmann | April 1773 - Sep 1773 |
Er hielt vertretungsweise in diesem halben Jahr den Unterricht in seinem Haus ab. |
| Conrad Albrecht Heuber aus Öhringen |
1774 - 1776 | Nach dem Wegzug von Johannes Weber sollte erst
Thomas Weydmann, dann Johann Friedrich Weiß
Nachfolger werden. Weiß hatte angeboten, "die Stube auf der Kirche auf seine eigene Kosten zu richten
laßen". Eigentlich wollte die Gemeinde jemanden aus dem Dorf zum Schulmeister, da für einen auswärtigen keine Wohnung vorhanden war. Details finden Sie auf einer weiteren Seite. Im April 1774 wurde Conrad Albrecht Heuber zum Schulmeister in Verrenberg ernannt Wo wohnte er? Wo fand der Unterricht statt? Am 29 Juni 1774 bittet der neue Verrenberger Schulmeister Heuber, dass die Schwöllbronner Jugend nicht in Bitzfeld, sondern von ihm unterrichtet werden soll, damit er sein karges Einkommen aufbessern kann. Auch fordert er die bis dahin dem Bitzfelder Schulmeister zustehenden Naturalien von den Verrenberger Gemeinde. Die Naturalien waren nach Bitzfeld gegangen, da der dortige Schulmeister die Verrenberger Kinder ab dem 10.Lebensjahr unterrichtet hatte. Nun wurden alle Kinder im Ort unterrichtet. Auch an einer zweiten Stelle des Schreibens wird betont, dass nun alle Kinder in Verrenberg unterrichtet werden. HZA Ba30 Bü 980 |
| Sohn des Johann Andreas Rößler aus Pfedelbach | Erst war es Beabsichtigt, nach dem Wegzug von
Conrad Albrecht Heuber den Sohn des Johann Andreas Rößler aus Pfedelbach zum neuen Schulmeister in
Verrenberg zu machen.
HZA Ba30 Bü 981 |
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| Johann Michael Zendler aus Heilbronn |
Der Informator Johann Michael Zendler aus Heilbronn
bewirbt sich um die vakante Schulstelle in Verrenberg.
HZA Ba30 Bü 982 |
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| Adam Michael Ebert aus Unterohrn 06.03.1739-07.05.1785 |
1776 - 1785 |
Oktober 1776 wird Adam Michael Ebert zum Schulmeister in Verrenberg ernannt Im Juni 1779 stellt er ein Gesuch um Verbesserung seiner Besoldung. Quelle: HZA Ba30 Bü 983 1779 heist es im Visitationsprotokoll, dass er im Rathaus wohnt und auch dort Schule hält!! Man bedenke dabei, dass zu diesem Zeitpunkt das 1.OG noch nicht aufgesetzt war! Es muss sich also um eine kleine Wohnung unter dem Dach gehandelt haben! Er hielt im Winter Tags 6 Stunden, Sommers nur Vormittags 2 Stunden Schule. Zudem hielt er zweimal in der Woche im Rath- und Schulhaus Beetstunde. Quelle: HSA Stuttgart: A281 Bü 1527 - Visitationsprotokolle 10.08.1783: Lehrer Adam Michael Ebert kauft Kirchenstuhl der verstorbenen Zenthin vor seine Frau: unter der Emporkirch, linker Hand, hinter der Kanzel. Er offeriert 45 cr. 1784 steht im Visitationsprotokoll, dass Adam Michael Ebert kaum 50fl. Jahresverdienst hat sich daher zusätzlich noch als Tagelöhner verdingen muss. Daher kommt es auch mal vor, dass er Arbeitet und seine Frau nach den Schulkindern schaut. Quelle: HSA Stuttgart: A281 Bü 1527 - Visitationsprotokolle Bei der Kirchenvisitation in Bitzfeld (April 1785) durch den Superintendent aus Weinsberg wurde die anwesende Schuljugend getestet. Dabei wurde die Verrenberger als schlecht befunden. Aufgrund seines Berichtes an seinen Pfedelbacher Kollegen wollte dieser eine Schulvisitation in Verrenberg durchführen. Die Verrenberger protestierten, da der Bitzfelder Pfarrer bereits für den folgenden Tag eine eigene Visitation angekündigt hatte. Das Pfedelbacher Rath Brecht verbot darauf hin den Verrenbergern ihre Kinder zu dieser Visitatio zu lassen und bestellte den Schulmeister Ebert für den folgenden Tag 8 Uhr zu sich. Quelle: Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein Sf 10 / Bü 620 Adam Michael Ebert stirbt am 07.05.1785. Er hatte bis 14 Tage vor seinem Tod noch unterrichtet. Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein Sf 10 / Bü 484 |
| Sohn des Heinrich Kasimir Nägelin aus Ammertsweiler | Der Stabschultheiß Heinrich Kasimir Nägelin aus
Ammertsweiler bittet um die Übertragung der Schulstelle in Verrenberg an seinen Sohn.
HZA Ba30 Bü 985 |
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| Johann Friedrich Weiß | 1785 - 1812 | Er lebte ursprünglich in Bitzfeld. 1773 wird er nach
dem Weggang von Johannes Weber bereits als Schulmeister vorgeschlagen, wurde es aber erst 1785. Er war der letzte Verrenberger, der "nebenher" in seinem Haus die Schule hielt. Bei der Schulvisitation 1785 ist er bereits als Schulmeister genannt. Sein Vorgänger Adam Michael Ebert ist zu dieser Zeit krank und stirbt kurz danach. Quelle: HSA Stuttgart: A281 Bü 1527 - Visitationsprotokolle Ab 1786 heist es dann in den Visitationsprotokollen, dass er in seinem eigenen Haus wohnt, worin er im Winter wegen Holzmangel die Schule hält. Im Sommer dagegen ist der Unterricht in der oberhalb des Kirchlens befindlichen Schulwohnung. Unterrichtet wird im Winter Tags 5 Stunden, im Sommer nur Vormittags 2 Stunden. Quelle: HSA Stuttgart: A281 Bü 1527 - Visitationsprotokolle 15.02. 1812: Bei der in Vörrenberg vorgenommenen Schulvisitation fanden Unterzeichnete, dass die schulkinder gut unterrichtet seyen, fleißig zur Schule kommen und erhebliche Fortschritte machen. Den Fleißigsten wurde noch außer dem Wecken und Papier 2-3 cr als Prämie gegeben. Pfr. Roemer |
| Daniel Friedrich Burkhardt | 1813 - 1836 | Er stammte aus Bretzfeld, wo er auch wohnte.
Da er kein Wohnhaus in Verrenberg hatte, musste ein Schulraum gefunden werden. Dieser fand sich unter dem Dach
der Kapelle. In einer Schulvisitation vom 18. April 1814 wurde folgendes Berichtet: Zu einem besonderen Vergnügen gereichte es den Unterzeichneten bey der heute vorgenommenen Schulvisitation, die Fortschritte der hiesigen Schuljugend so wohl im Lesen, Schreiben, Auswendiglernen, als auch Rechnen wahrzunehmen. Erst seit einem Jahr genießen sie den Unterricht ihrers gegenwärtigen Schullehrers, eines im Schulwesen unterrichteten Mannes, der, weil sie vorher nur von einem blossen Bürger spärlich unterrichtet waren, die Schule aus der Finsternis an das Licht brachte. Die Schüler, so vorher im Schreiben ganz zurück waren, wetteifern mit jeder benachbarten Schule und ebenso verhält es sich auch bey ihnen, bey anderen Pensen. der Herr segne ferner den Fleiß des Lehrers und der gesamten Schuljugend. Pfarrer Roemer, Bürgermeister Carle, HeiligenPfleger Stricker. Am 12.08.1831 heist es: "Die Vörrenberger Schule bedarf mehr Licht". Es wird beschlossen, drei Fenster anzubringen; zwei in der Rückwand, eines gegen den Turm. Bei einer Schulvisitation am 04.Mai 1832 wird folgendes Berichtet: Der Zustand der Schule läßt zu wünschen übrig. Am Fleiß des Lehrers scheint es indes nicht zu fehlen, sondern mehr an den Gaben der Kinder. Pfarrer Schiller 21.10.1836: Visitation: mit dem Fleiß des lehrers zufrieden, Zustand der Schule ist mittelmäßig. Lehrer Daniel Burkhardt Provisor perpetuus in Vörrenberg Lehrer Burkhardt wird am 17. Nov. 1836 in Bretzfeld als Lehrer eingesetzt. |
| Unbekannt |
Bei einer Schulvisitation am 27. April 1837 wird folgendes Berichtet: Kenntnisse der Kinder ziemlich schlecht. Man muß aber den guten Willen des jungen Lehrers anerkennen und wünscht, dass er die Schulzucht strenger handhaben würde und namentlich das Hinauslaufen der Kinder beschränken möchte." |
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| Georg Friedrich Engelhardt | ????-1840 | In seinem Familienregister wird er als Schullehrer bezeichnet. Ebenso wird erwähnt, dass er 1840 nach Braunsbach ging. |
| Rieker | Wilhelm Ludwig Wegmann | 1844? - 1848 |
| Jacob Zundel | 1848 - 1858 | |
| Friedrich Herb | 1858 - 1876 | In der
Einkommensbeschreibung von 1859 wird er erwähnt. 1871 stellt er noch die Maase des Schullokals zusammen. 1876 wird dann vom Gemeinderath die Bitte gestellt, "nach langem Unglück mit Lehrer Herb, die hiesige Schulstelle mit einem tüchtigen Lehrer in kurzer Zeit zu besetzen" War damit gemeint, dass den Eheleuten ein mitteläßiges Prädikat bescheinigt wurde und Friedrich Herb wohl um 1873 vergant ('pleite') wurde. |
| unbekannte Aushilfe | 18.01.1876 | Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 18.Januar 1876 steht sinngemäß: Wegen Suspendierung des Schulmeisters Herb wurde vom Kl. Consistorium zur Haltung der hies. Schule ein Stellvertreter berufen, welcher einen Kleiderkasten und einen Bücherstender beansprucht hat. Zur Standesamtsführung ist ein Aktenkästchen und eine Aushängtafel anzuschaffen, was hiermit genehmigt wird |
| Friedrich Stecher | 06.10.1876 - 06.02.1890 |
Das Bild links müsste um 1880 entstanden sein!Er wird in der "Einkommens-Beschreibung der Schulmeister-Stelle in Verrenberg" von 1885 erwähnt. Er war bis 1874 Lehrer an der deutschen Schule der Templer in Haifa (heute Israel). Mit seinem Austritt aus der Tempelgesellschaft verlor er auch diese Stelle. (Die Tempelgesellschaft ist eine um 1850 in Süddeutschland entstandene protestantische Religionsgemeinschaft) |
| Reutter | 1890 - 1897 | 1890 übernimmt der Schullehrer Reutter den Vorstand des Gesangvereins. |
| Karl Friedrich Pfeiffer | 1897 - 22.10.1902 |
Das Bild links entstand um 1910 in Bissingen1897 übernahm der Lehrer Pfeiffer den Vorstands des Gesangvereins. Er zeichnet die Volkstümlichen Überlieferungen um 1900 in Verrenberg auf. |
| Grünenwald | ???? - ???? | Im Winter 1902/03 übernahm Lehrer Grünenwald Schulstelle und Chorleitung, trat aber beides schon im Februar an Lehrer Laiblin ab. |
| Karl Laiblen | 1903 - 1913 |
Mit Wirkung vom 01.02.1903 wird Karl Laiblen die Schulstelle in Verrenberg übertragen. Er hat auch den Organistendienst bei Beerdigungen von Verrenberger Gemeindegliedern zu besorgen. Der Verrenberger Volksschullehrer Laiblen wird mit Wirkung vom 01.Mai 1913 nach Waldenbuch versetzt. Am 24.April 1913 wird nach Besichtung der Lehrerwohnung durch Pfarrer Rothendörfer ein Verzeichnis der Mängel erstellt. Diese sind zu beheben, bevor die vakante Lehrerstelle wieder besetzt werden kann. Der Verrenberger Gemeinderat nahm dann am 17.Mai 1913 dazu Stellung. Details dazu finden Sie hier. |
| Hertlin | 1914 - 1928 |
Zu seinem Dienstbeginn findet sich im Gemeinderatsprotokoll folgendes:"Dem Unterlehrer Friedr. Hertlin ist die ständige Lehrstelle zu Verrenberg übertragen und als eintrittstag der 30. Dez 1913 bestimmt worden" Er wurde zum Kriegseinsatz einberufen und kehrte 1920 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Ende 1927 oder Anfang 1928 zog er weg. Der Ortsschulrat hatte den Schulkämmerer zur Besichtigung der Lehrerwohnung eingeladen. Diese fand am 18.Januar 1928 statt, wobei einige Mängel schriftlich festgehalten wurden. Details dazu finden Sie hier. |
| Hofmann | 1928 - 1934 |
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| Aisenpreis | 1934 - 1938 |
Er ging bereits nach vier Jahren, um in Wildbad eine Stelle anzutreten. Am 27.August 1938 übergab der wegziehende Lehrer Aisenpreis seine Dienstwohnung an die Ortsschulbehörde. Details gibt es hier. |
| Pfäffle | 1939 |
Er musste mit Beginn des Krieges zur Wehrmacht, konnte aber ab 1948 wieder unterrichten.Hier eine Aufnahme mit seiner Frau vor dem Lehrerwohnhaus in Verrenberg |
| 1939 - 1945 | Während des 2.Weltkrieg war ein ständiges kommen und gehen der Lehrer (u.a. Herr Grünwald). | |
| Albrecht | 1945 - 1947 |
Er lebte bei der Familie Pfäffle in der Lehrerwohnung. |
| Pfäffle | 1948 - 1955 |
Mit dem 01.Januar 1939 tratt der Lehrer Pfäffle seine Stelle in Verrenberg
an. Im September 1939 musste er dann einrücken. Während des 2.Weltkrieg war ein ständiges kommen und gehen
der Lehrer (u.a. Herr Grünenwald).Erst am 26.Januar 1948 konnte der Lehrer Pfäffle seine Tätigkeit wieder
voll aufnehmen. |
| Günther | 1955 - 197? |
Er war der letzte Lehrer in den alten Schulräumen,
sowie der erste in der neuen Schule. |
| Pfarrer in Bitzfeld |
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| Name | Zeit von-bis | Bemerkung |
| Kleriker Giselbert | 1260 - ???? | Aus der Orginalurkunde der Vergabung des Patronatsrechts |
| Burkhardt, ewiger Pfarr zu Bitzfeld | 1425 - ???? | Paul A. Veith, Register aus Würzburg S. 32 |
| Pfarrer Ludovicus | 1454 - ???? | Abtissin Margarethe von Stein und Arnegg bessert seine Pfründe auf. DISS Mack, S.62; CF No 4 |
| Pfarrer Konrad Krauss | 1470 - ???? | Aus Ruprechtshofen, heute Rupertshofen Dekanart Blaufelden. Dieselben Ausbesserungen
des Klosters Anteil am Kleinzehnt zu Verrenberg: Jährlich 1 Malter Korn, 1/2 Fuder Wein als Ersatz für zurückgenommenen wüsten Weinberg zu Verrenberg. DISS. Mack, S.62 |
| Pfarrer Johannes Kuepfferlin | 1470 - ???? | Von Ruprechtshofen, heute Rupertshofen Dekanart Blaufelden. Er erhielt zum Bau
einer Scheuer auf dem Widdumhof: 5fl. und 1 Malter Korn am 24.November. 1470 in Pfarrei Waltpach eingesetzt. Nr. 2, 3, 4: DISS Mack, S.62 |
| Jacob Weinlin | 1542 - 1545 | Hat ein Vermögen von 150fl. und gibt 50Cr von seiner Pfründt. CF auch: H. Gräf Forschungen aus Württemberg-Franken, Band 51 |
| Anton Stammler | 1545 - 1548 | Interimist, entlässt seine Frau, 1549 entlassen wegen Schulden. Aus : Vorarbeiten zum Württembergischen Pfarrerbuch im LKA Stuttgart. |
| Magister Jakob Kraushaar | 1554 - 1558 | Quelle, S.. Nr.7., auch Kraushaar, Crispus., Pfefferlin, Magister von Hall 1562-1568 in Gröningen, ab 1568 in Lendsiedel und zugleich spezial, D.H. Dekan für Kirchberg und Gaggstatt ab 1571, gestorben 31.12.1574 |
| Laurentius Sohn | 1558 - 1576 | |
| Magister Gallus Mann | 1576 - 1612 | Unterschrieb Formula Concordiae 1584. Er erhielt 4 M. Weinberg erblich verliehen am Glöckelberg. |
| Magister Johann Jacob Notter | 1612 - 1635 | Er hat 1624 den Bau der Predigtkirche verwirklicht. Besass ein eigenes Haus und hat einen kostbaren, vergoldeten Abendmahlskelch gestiftet. Notter starb 1635 an der Pest |
| Magister Caspar Schöllhammer | 1635 - 1635 | |
| Magister Adam Monachus | 1636 - 1637 | Monachus schrieb einen Bittbrief an Abt Christoph von Walkenried, als Lichtenstern nach dem Restitutionsedikt wieder katholisch war. |
| Filiale von Waldbach Pfarrer Hertelin | 1637 - 1640 | |
| Magister Christoph Hertelin | 1640 - 1664 | War Pfarrer in Waldbach. Musste Bitzfeld 3 Jahre mit betreuen |
| Magister Johann Andreas Sigel | 1664 - 1670 | |
| Magister Thomas Richter | 1671 - 1679 | |
| Magister Johann Christoph Schmid | 1679 - 1726 | War 47 Jahre Pfarrer in Bitzfeld. 1726 erkämpfte er den Neubau des Pfarrhauses. Er stiftete zusammen mit seinem Sohn den Taufstein |
| Magister Johannes Schmid | 1726 - 1769 | Sohn von Johann Christoph, war 45 Jahre Pfarrer in Bitzfeld. Er schenkte den Verrenbergern am 1. Januar 1739 das "alte Bitzfelder Kreuz" nach der Aufstockung des Turms. |
| Magister Johann Christian Ludwig Esenbeck | 1769 - 1783 | |
| Magister Ludwig Christoph Steinhofer | 1784 - 1793 | |
| Magister Friedrich Gottlieb Fritz | 1793 - 1803 | |
| Magister Carl Ferdinand Mittler | 1803 - 1810 | Mittler liess die Mezler Orgel einbauen |
| Magister Günther Eberhard Roemer | 1811 - 1831 | Er beklagte sich, dass er sein eigenes Pferd halten musste, um in die Filialen zu kommen. Pfarrer Roemer hatte gross Probleme mit der bürgerlichen Gemeinde wegen dem "Pförch". Er schickte ein Gesuch an König Friedrich -26. Juli 1814- und bat um Entlassung seines kranken Sohnes Friedrich (bei der Garde zu Fuß). Er wurde am 2.August 1814 entlassen. Das Dokument wurde von Graf von Franquemont unterschrieben (HSTA E 290/60) |
| Magister Wilhelm Friedrich Schiller | 1832 - 1866 | |
| Magister Wilhelm Heinrich Kraiss | 1866 - 1878 | |
| Pfarrer Gustav Adolf Ramsperger | 1878 - 1891 | |
| Pfarrer Stephan Strebel | 1893 - 1905 | |
| Pfarrer Wilhelm Kochendörfer | 1906 - 1931 | |
| Pfarrer Wilhelm Kumpf | 1932 - 1940 | Pfarrer Kumpf war Ortsgruppenleiter des Amtes für Volkswohlfahrt der NSDAP |
| Vikar Manfred Schnitzler ernannt | 1940 | Manfred Schnitzler ist am 29.September 1941 in Russland gefallen. Pfarrer Müller aus Schwabbach hielt in Bitzfeld Gottesdienst |
| Pfarrer Hans Julius Alfred Gös | 1940 - 1943 | Pfarrer Gös kam von der Stiftskirche in Stuttgart. War auch zuständig für Schwabbach. Musste 2 Bitzfelder und 1 Bretzfelder Glocke abliefern. Am 8.September 1943 eingezogen. 1947 in Russischer Gefangenschaft gestorben. |
| Pfarrer Wilhelm Wagner | 1943 - 1947 | |
| Amtsverweser Johann Harry Karnowski | 1948 - 1953 | |
| Pfarrer Ernst Friedrich | 1954 - 1960 | In seiner Amtszeit wurde die Kirche aussen (1954) und innen (1956) vollkommen renoviert. 1960 wurde er Leiter von Lichtenstern. |
| Pfarrer Albert Scheuerle | 1960 - 1971 | |
| Pfarrer Dr. Werner Grimm | 1974 - 1981 | |
| Pfarrer Dr. Andreas Stöckl | 1982 - 1986 | Dr .Stöckl war nach seiner pensionierung Bischof der ev. luther. Kirche in Georgien und starb am 2. Mai 2006 in Omsk (Sibirien), 67jährig |
| Amtsverweser Andreas Kaiser | 1986 - 1989 | |
| Pfarrer Günther Maier-Flaig | 1989 - 1994 | Pfarrer Maier-Flaig hatte noch bis bis 1993 Gottesdienste in Bretzfeld zu halten.
Seit 1993 ist Bretzfeld-Rappach eine eigenständige Gemeinde Letzte Amtshandlung von Pfarrer Maier-Flaig war die Trauung von Ursula und Bernd Heinle am 09.Juli 1994. |
| Pfarrerin Karin Kuhn | 1995 - |
| Nachtwächter |
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| Namen | Jahr | Bemerkung |
| Gemeinderat | 1847 | Bis dato war es so geregelt, dass wer das aktive Bürgerrecht wollte ein Jahr lang
die Nachtwache versehen musste. Da es hin und wieder vorkommt, dass so viele männliche Individuen aufgenommen werden, dass nicht alle die
Nachtwache halten können, soll es eine neue Regelung geben. Die ins aktive Bürgerrecht neu Eintretenden sollen, so weit sie zur ordnungsgemäßen Versehung der Nachtwache nicht verwendet werden können, 6fl. zahlen. |
| Gemeinderat | Dez 1851 | Wegen Diebstahls wurde beschlossen eine stille Schaarwacht aufzustellen.
Kein Bürger darf sich weigern. Jede Nacht sollen zwei Männer die ganze Nacht von 10 bis Morgens 4 Uhr sich im Ort befinden ... Was war mit der "normalen" Nachtwache? |
| Georg Leonhard Carle und Johann Michael Ahles |
Feb 1853 | Von Lichtmeß 1853 bis 1854 sind zur Nachtwache zwei Nachtwächter eingestellt
worden. Die Stelle teilen sich Leonhard Carle und Michael Ahles. Sie erhalten jeweils 16fl.. Die Aufgabe wird so beschrieben: Muß der Accord dieser Nachtwach so versehen von Martini bis Georgi vor Mitternacht von 9 Uhr bis nach Mitternacht 4 Uhr jede Stunde ausgerufen werden muß. Von Georg bis Martini von 11 Uhr bis Morgens 3 Uhr. Wenn die Accordanten diese vorgeschriebene Vorschriften nicht so befolgen, wie es vorgeschrieben ist, so haben sie eine Strafe zu bekommen. Als einzige Kanidaten sind erschienen: Leonhard Carle und Michael Ahles. |
| Georg Leonhard Carle und Johann Leonhard Weiß |
Feb 1854 | Der Accord wurde neu vergeben um 30f. (beide zusammen) |
| Georg Leonhard Carle | Feb 1855 | Leonhard Carle erhält als einziger Bewerber die Stelle bis 1Juli 1855 um 16f. |
| Georg Leonhard Carle und Johann Michael Ahles |
Juli 1855 | Michael Ahles und Leonhard Carle teilen sich den Job um 30f. |
| Georg Leonhard Carle und Johann Michael Ahles |
Juni 1856 | Michael Ahles und Leonhard Carle teilen sich den Job um 30f. |
| Georg Leonhard Carle und Johann Friedrich Gebhard |
Juli 1857 | Leonhardt Carle und Johann Gebhardt bekommen den Zuschlag um 34f. |
| Johann Michael Ahles und Johann Weber (der aus Phalbach oder der hiesige?) |
Juli 1858 | Michael Ahles und Johann Weber übernehmen den Accord um 36f. (zusammen) |
| Johann Michael Ahles und Johann Weber (der aus Phalbach oder der hiesige?) |
Juli 1859 | Nachtwache machen weiterhin Michael Ahles und Johann Weber |
| Johann Michael Ahles und Johann Friedrich Jörg |
Juli 1860 | Als Nachtwächter verpflichtet Michael Ahles und Friedrich Jörg. Sie sollen zudem bei den Ruhestörungen durch die Eisenbahnarbeiter der Polizei u Justiz Hilfe leisten |
| Johann Georg Schluchter | Januar 1862 | Seine Amtsperiode als Nachtwächter ist zu Ende und wird für ein Jahr verlängert. Er erhält 36f. |
| Johann Georg Schluchter | Juli 1862 | Seine Amtsperiode als Nachtwächter ist zu Ende und wird für ein Jahr verlängert. Er erhält 36f. |
| Gemeinde | Juli 1863 | Seit mehreren Jahren ist von einer jeglichen Mannsperson die in das hies. aktive Bürgerrecht
aufgenommen worden ist sind demselben 6f. Sorogate für Nachtwache zu zahlen angesezt worden weil für jezt die Nachtwächter von dem Gemeinderath
bestellt und die Belohnung hierfür aus der Gemeindekasse bezahlt wird und vorher .... ein jeder der in das hies. Bürgerrecht eingetrethen ist
1 Jahr lang die Nachtwache hat versehen müßen aber keine 6f. hat bezahlen dürfen. Nach dem im Monat Merz 1863 abgehaltenen Ruhgericht wurde Recoefoirt daß ein solches Eintrittsgeld nicht statthaft seie, sondern der Betrag von 6f. soll zwar ferner hier angesezt aber nicht unter dem Titel Sorogat für Nachtwache aufgeführt werden. Der Gemeinderath hat über dies einstimmig beschlossen: Die oben erwähnte Gebühr unter den Titel, Gebühr für Feuerlöschgerätschaft und Obstbaumpflanzungen statt bisher angesezten 2f. 42x ferner hie 8f. 42x anzusezen. |
| Johann Georg Schluchter und Johann Michael Ahles |
1863 - 1871 | Die Nachtwache machen Michael Ahles und Johann Georg Schluchter. Jeder bekommt pro Jahr 18f. |
| Johann Georg Schluchter und Johann Michael Ahles |
Juli 1873 | Die Nachtwächter Georg Schluchter und Michael Ahles wollen eine Aufbesserung ihre Gehaltes: alt waren es 36f. pro Jahr. Neu 44f. (gemeinsam) |
| Johann Georg Schluchter und Johann Michael Ahles |
Juni 1874 | Die Nachtwächter Georg Schluchter und Michael Ahles wurden im Amt bestätigt. |
| Johann Georg Schluchter und Johann Michael Ahles |
Juli 1875 | Die Nachtwächter Georg Schluchter und Michael Ahles wurden im Amt bestätigt. Die Bezahlung wird erstmalig in Mark angegeben: 37 Mark und 70 Pfennig für jeden der beiden. |
| Gemeinde | Juli 1876 | Es soll über die Sommerszeit keine Nachtwache eingerichtet werden. |
| 1876 | Nach P 37 des Kl. Verordnung vom 21ten Dezember 1876 betreff Feuerpolizei soll in jeder Gemeinde eine der Verhltnissen entsprechende Wachten ... | |
| Gemeinde | April 1877 | Der Gemeinderat bekräftigt, dass auch weiterhin eine Nachtwache gehalten werden soll. |
| Gemeinderat | 15.Dez 1892 | Laut der Kl. Verordnung vom 21.ten Dez 1876 betr. Feuerpolizei soll in
jeder Gemeinde eine den Verhältnisse entsprechende Nachtwache bestehend dieser Verordnung ist schon lange nicht , theils aus
Ersparnißgründen, theils weil es nicht als wesentliches Bedürfniss gehalten wurde, entsprochen worden, was das Kl. Oberamt bei der
letzten Gemeinde Visitation zu einem .... veranlaßt hat. In Erwägung, daß die hiesige Einwohnerschaft mit ausnahme einiger klein Gewerbetreibender nur in Weingärtner und Bauernstand besteht und von letzteren bezüglich des Viehstandes ohnedieß häufig Nachtwache erforderlich und überdieß durch die vielen Fehlherbste sparsamkeit geboten ist, wird beschlossen: Bei der Königl. Kreis Regierung durch Vorlegung eines Protokollauszugs um Dispensation von der Nachtwache nachzusuchen. |
| Gemeinderat | 28.Dez 1892 | Da Entgegen der Verordnung von 1876 in Verrenberg keine Nachtwache eingerichtet
ist, gibt es eine entsprechende Rüge der Kreisregierung. Der Verrenberger Gemeinderat beschliest: ..., dass bei außerordentliche Gelegenheit wie Herbstzeit, Neujahr, Kirchweih für die Ruhe und Sicherheit der Gemeinde neben der Polizei durch Nachtpatrolle durch die Ortsbürger und Wohnsteuerpflichtigen Einwohner gesorgt wird. |
| Gemeinderat | 04.April 1893 | Von seiten der Kreisregierung wird klargestellt, dass die
Verordnung von 1876 weiter Gültigkeit hat und eine Nachtwache aufgestellt werden muss. Beschlossen: Eine Nachtwache i der Weise einzurichten, daß nach dem Verzeichniß der Feuerwehrpflichtigen Manschaft ein jeder Feuerwehrmann eine Nacht zu wachen hat. Es hat hienach jeder der seine Nachtwache in der letzt verfloßenen Nacht versehen hat, dem nächstgelegenen Feuerwehrmann die Nachtwache für die kommende Nacht zu übergeben. |
| Danach gab es in den Gemeinderatsprotokollen keinen Eintrag mehr zur Nachtwache. Es ist zu vermuten, dass die Nachtwache klamheimlich wieder eingestellt wurde. |
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| Bis dato wurden nur die Gemeinderatsprotokolle bis 1898 ausgewertet. | ||
| Feuer(wehr) |
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| Jahr | Bemerkung | |
| 1794 | Das Haus Nr.33 brennt nieder | |
| 1810 | Das erste "Feuerversicherungs Cataster" wird angelegt. Im Jahr 1835 wird das Oberamt um Erlaubniss gebeten, ein neues Feuerversicherungs Cataster anlegen zu dürfen, da das alte von 1810 durch den längeren Gebrauch und viele Abänderungen unbrauchbar wurde. Leider ist dier Band nicht mehr im Archiv auffindbar! |
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| 1840 | Das Haus Nr.22 brennt nieder | |
| 1841 | Der Werkmeister Beyer von Öhringen und der Maurermeister Ernst Frank von
Büttelbronn wurden als "local Feuerschauer" verpflichtet. |
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| 14.Dezember 1847 | Im "Befehlbuch für das Schultheißenamt Vörrenberg" heist es: Zu beseitung entstandener Zweifel über Einzelne Bestimmungen der FeuerlöschOrdnung vom Jahr 1808 und zum Zwecke einer besern Ausbildung dieser Anstald wird dem Ortsvorstehern in Gemäsheit hohen Ministerial Erlasses folgendes zu erk..uen gegeben 1) In kleinen Orten, wo es an den Mitteln zu Anschaffung von Fahrfeuerspritzen fehlt, genügt es an Trag = (Hand) Feuerspritzen 2) statt der sonst üblichen Lederschlaichen können auch hänfene Schläuche gebraucht werden. Bey den Fahrspritzen müßen nach und nach die Schlauchschrauben einerley Kaliber bekommen. 3) Bei Anschaffung neuer FeuerEimer ist darauf zu sehen daß sie einen Gehalt von Wenigstens 5 Maas Wasser erhalten. Sie können von Leder, Hanf oder Stroh gemacht werden; die letzterer Art sind innen mit Pech zu verwahren 4) Von der VerPflichtung zu Haltung einer vorräthigen Anzahl Wasser Bütten wird die Höhl. Regierung da, wo Weinbau getrieben wird, und die Leute im Ort mit Bütten schon versehen sind, dispensieren, auch genügt es statt der Bütten an größeren Kübeln welche an Stangen tragbar sind. 5) Zu den Lokalen, wo die Geräthschaften aufbewahrt werden, sind mehrere Schlüßel anzuschafen und diese theils bey dem Orts Vorsteher, theils bey dem Spritzenmeister theils bey dem Oberm.. der Feuerrotte, die Zuerst abzugehen hat, zu verwahren. 6) Die Eintheilung der Bürger und Besitzer in Rotten ist überal beizuhalten. Die erste Rotte hat aus den Jüngsten und die letzte aus den ältesten Gemeindeangehörigen zu bestehen und jeder derselben ist eine Anzahl von Bauhandwerksleuten, wenn sich solche in einer Gemeinde befinden, zuzutheilen. 7) Bei einem Brand hatt in einer Parzelle wo sich bloß ein Anwalt oder Gemeinde Rath befindet, hat dießer sogleich dem Oberamt unmittelbare Anzeige durch einen Feuerreiter zu machen und zugleich dem Schultheißen durch einen Feuerbotten Nachricht zu geben. Feuerreiter werden nur dann abgeschikt wenn von Anfang an schon Gefahr vorhanden ist, und zu besorgen ist daß man ohne fremde Hülfe des Feuers nicht Meister wird. 8) Die Absendung eines Feuerreiters biß auf 4 Stunden vom Brandblatze kann in dem Fall unterbleiben, wenn in dem Orte des Brandes und in der Nachbarschaft so viel Leute zur Hülfeleistung reauirirt werden kennen, daß weiteren Leistungs Kräften überflüßig sind, so daß in Einzelnen Fällen der Feuerreiter auf 3 und bey befölgerten Gegenden auf 2 Stunden beschränkt werden kann. 9) Das Vorhandensein einer Feuers-Gefahr darf in keiner Weiße verheimlicht werden vielmehr muß alsbald Feuerlärm gemacht werden und sobald die Mittel hiezu gegeben sind dem Ortsvorsteher und beziehungsweise Oberamt unverweilt Anzeige gemacht werden. Bey den Ruhgerichten wird das Oberamt über die Einhaltung vorstehender Bestimmungen genaue Nachforschung anstellen |
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| 03.Dezember 1849 |
Die zweite Scheune des Georg Matthäus Mugele brennt nieder.
Gemeint ist nicht die ans Haus angebaute Scheune, sondern ein Gebäude neben dem Haus Nr.6. In der "Monatliche Übersichten über Brandfälle, 1849" (Hauptstaatsarchivs Stuttgart E 143 Bü 3008) heist es u.a.:
Lezten Montag Abends zwischen 6.-7. Uhr ist in der Scheune des Demeinderaths Mathäus Mugele von Verrenberg ein Brand ausgebrochen
und in wenigen Stunden war das Gebäude mit allen darinen befindlichen Vorräthen an Dinkel, und Roggengarben, Erbsen Büscheln,
Stroh eingeäschert. Die Scheuer stand unten im Dorfe und 18 Rhute davon steht das Haus des Michael Jörg, das durch die
Löschanstalten etwas beschädigt wurde.Auf welche Weise dieser Brand entstanden, konnte nicht erhoben werden. Der Beschädigte versichert, daß an jenem Tag gar niemand in die mittelst eines Vorhängeschlosses wohlverwahrt gewesene Scheuer wozu er den Schlüssel in seiner Stube aufgehoben , gehommen sei, auch war kein Vieh oder Schwein stall darien und man vermuthet allgemein, daß irgend ein Bösewicht auf der hinteren Seite des Gebäudes zwischen der Mauer und dem Dach an einer Stelle, wo Erbsenbüschel aufbewahrt geweawn Feuer eingelegt haben könnte. Der Verlust an Vorräthen, die nicht versichert waren, wird zu etwa 200f. angeschlagen. Die Scheuer ist mit 400f. in die Brand Versicherung gelegt und und es sind 15/16 Theile als zerstört angenommen worden, an dem Wohnhaus des Michel Jörg aber ist 1/20. zu Grund gegangen. Es hätte daher die Brand Versicherungscasse dem Mugele 375f. und dem Jörg 10f. Entschädigung zu leisten. Dem Beschädigten Mathäus Mugele ist ein bemittelter Mann, erst seit 4.Jahren geheiratet, Vater eines Kinds, und ein gutes Prädicat. |
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| 1854 | Bei dem lezten Brand, welcher in Gettesbach ausgebrochen war, ist in der hiesigen
Gemeinde eine unangenehme Anordnung wegen der Feuerschutzordnung vorgekommen, auf
diese Anordnung sieht sich daher der Gemeinderath veranlasst folgende Verfügung
zu treffen: 1) Ist einem jeden Bürger zur Pflicht gemacht worden, daß wenn im hiesigen oder in einem anderen Orte ein Brand ausbricht, ein jeder Feuerwehrpflichtige sogleich wenn die Feuerglocke geläutet wird, auf dem Rathhaus zu erscheinen hat, derjenige welcher nicht sogleich erscheint wird mit einer Geldstrafe von 1f. 15x unabweigerlich Gerügt werde. Derjenige welcher nicht bei dem Lärmenmachen nach einer Viertel Stunde erscheint. |
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| 1860 | Das "erste Viertel" der Gemeindebürger hat im Februar 1860 den Feuersee gereinigt | |
| Spätjahr 1860 | In den Gemeinderatsprotokollen heißt es: "Das bisherige Armenhaus ist im heurigen Spätjahr abgebrannt." Damit war das Haus Nr.41 gemeint. |
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| 23.Juli 1863 | Seit mehreren Jahren ist von einer jeglichen Mannsperson die in das hies. aktive Bürgerrecht
aufgenommen worden ist sind demselben 6f. Sorogate für Nachtwache zu zahlen angesezt worden weil für jezt die Nachtwächter von dem Gemeinderath
bestellt und die Belohnung hierfür aus der Gemeindekasse bezahlt wird und vorher .... ein jeder der in das hies. Bürgerrecht eingetrethen ist
1 Jahr lang die Nachtwache hat versehen müßen aber keine 6f. hat bezahlen dürfen. Nach dem im Monat Merz 1863 abgehaltenen Ruhgericht wurde Recoefoirt daß ein solches Eintrittsgeld nicht statthaft seie, sondern der Betrag von 6f. soll zwar ferner hier angesezt aber nicht unter dem Titel Sorogat für Nachtwache aufgeführt werden. Der Gemeinderath hat über dies einstimmig beschlossen: Die oben erwähnte Gebühr unter den Titel, Gebühr für Feuerlöschgerätschaft und Obstbaumpflanzungen statt bisher angesezten 2f. 42x ferner hie 8f. 42x anzusezen. |
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| 11. August1863 | Die unentgeltliche Aufgabe den Feuersee zu reinigen haben übernommen: Carl Carle, Michael Zentler, Christian Metzger, Michael Schmelzle, Johann Haußler, Peter Frank. Sie beginnen am 11 August |
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| 04.Juni 1866 | Am 04.Juni 1866 war Oberamtsfeuerschau. Es wurde bemängelt, das die Hausnummern im ganzen Ort nur noch schlecht lesbar sind. Es wird jemand beauftragt diese mit guter Farbe neu zu schreiben. Die Kosten tragen die Hausbesitzer |
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| 1868 | In Gaildorf und Rosenfeld hatte es diesen Winter jeweils ein Brandunglück gegeben. Dafür wird gesammelt. |
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| 30.Juni 1872 | Haus und Scheune Nr.39 brennen nieder.
Im Gemeinderatsprotokoll heißt es: "Da aber seit 1849 drei Brände in der Gemeinde waren (letzter Brand Nacht 30.6. - 01.07.1872 die größte Scheuer des Ortes und das Haus, beides Gottlieb Zöller gehörig) hat sich die Gemeinde entschlossen eine Saugfeuerspritze ..." |
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| 1873 | Lt Verfügung muss in jeder Gemeinde eine Bauschau gehalten werden. Dazu wurden gewählt: Schultheiß Carle, Gemeinderath Mugele und Werkmeister Bürger von Öhr. |
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| 02.Mai 1873 | Das Oberamt hat schon früher angeregt, dass die Gemeinde eine Feuerspritze
anschaffen soll. Dies ist wegen fehlenden Mitteln unterblieben. Da aber seit 1849 drei Brände in der Gemeinde waren (letzter Brand Nacht 30.6. - 01.07.1872 die größte Scheuer des Ortes und das Haus, beides Gottlieb Zöller gehörig) hat sich die Gemeinde entschlossen eine Saugfeuerspritze bei den Haller Fabrikanten Kirchdörfer und Vater ?? zu kaufen. Der Preis beträgt 890f. (inkl Schläuche..). Lieferung soll der Mai sein. An der Scheune Nr.13 soll eine Remise eingerichtet werden. |
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| 02.Juli 1873 | Es gibt ein Defizit im Etat 1873/74 von 2151f. Grund ist hauptsächlich die Feuerspritze und die dazu gehörige Remise. |
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| 27. Dezember 1873 | Zur Bezahlung der Feuerspritze wurden 600f. aufgenommen. Da es Ende des Jahres schwere Hagelschäden gab, waren die Steuereinnahmen nicht wie geplant. Es sollen nun 700f. aufgenommen werden. |
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| 06.Juni 1874 | Die Feuerversicherung beteiligt sich an der neuen Saugfeuerspritze, unter
der Voraussetzung, dass 6 Steiger ausrüstet werden. |
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| 01.September 1874 |
Der Feuersee im obern Dorf (der sogenannte Seigump ) ist so mit
Schlamm gefüllt, dass er kein Wasser mehr enthält. Er soll gereinigt werden.Unklar ist, wo dieser zweite Feuersee lag. Ist es die Parzelle 720, die auf der Karte links unterhalb des Haus Nr.34 zu sehen ist? |
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| 1874 | Brennt das Haus Nr.39 mit Anbau ab?. So steht es in einem Nachtrag des Feuerversicherungsbuch von 1869. Hatte es nach 1872 bereits 1874 wieder gebrannt, oder hat sich hier der Schreiber vertan? |
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| 03. Oktober 1876 | Der Kommandant der hiesigen Feuerwache Johann Bort
regt an, dass die Steigerabteilung von 7. Mann um weitere 5 Mann aufgestockt werden sollte um voll einsatzfähig zu sein.
Dem Wunsch wird statt gegeben. Es soll folgendes beschafft werden: - 5 Helme, wovon einer zur Auszeichnung des Commandanten einen weißen Roßschweif erhalten soll. - 5 Steigergurthe - 3 Steigerseile - 3 Beile - 1 Signalhorn - 1 Drillerpfeifle - 1 Einthönige Hagge - 6 blecherne Butten mit ledernen Hülsen nach dem Muster der ... - 6 hölzerne Schepfen mit eisernen Stieldaugen mit Stielen. |
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| 05.April 1877 | Die Feuerschau-Comission wurde gewählt. Mitglider sind Schultheiß Carle und Werkmeister Bayer von Öhringen. Stellvertreter ist der Gemeinderat Mugele. |
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| 24.Januar 1879 | Dem Feuerwehrkomandant Johann Bort von hier bittet
den Gemeinderat um Übernahme des jährlichen Beitrag des Landesvereins der württembergeschen Feuerwehren von jährlich 2M
aus Anlaß des Landes Inspektors Grosmann. In Erwägung: - dass eine Feuerwehrkasse nicht besteht. - die hiesige Feuerwehr sich durch Tüchtigkeit und gute Dienstleistung erpracht hat. - Der Beitritt als Wohltätigkeit anerkannt wird. Es wird zugestimmt. In einem späteren Nachtrag links heist es: Ist deshalb als unstatthaft erklärt worden, weil hier keine organisierte Feuerwehr besteht, wurde in letzter Zeit nicht mehr bezahlt. |
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| 1879 | Das Haus Nr.33 brennt erneut. | |
| 23.September 1879 | Die Ortsfeuerschau ist schon seit 1877 nicht mehr vorgenommen worden, da der Werkmeister Bayer aufgrund eines Fußleidens es nicht machen kann. Es wird als Stellvertreter Johann Spengler bestellt. | |
| 18.Juli 1880 | Im "Schultheißenamt Protokoll" heist es: Übung der Feuerwehr und Sprizenbroben |
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| 28./29.Oktober 1880 | Das Haus Nr.39 brennen schon wieder! Ein weiterer Nachtrag im Feuerversicherungsbuch belegt, dass schon in der Nacht vom 28./29.Oktober 1880 das Haus erneut abgebrannt ist! Laut dem Feuerversicherungsbuch von 1896 wurde 1881 das Wohnhaus neu gebaut. In den Gemeinderatsprotokollen heißt es dazu: Auf den 28/29 Oktober des Jahres bei Christian Vollmer dahier vorgekommende Brand, hat das Oberamt die Ausstellung von Prädikats- und Vermögenszeugnisse über Christian Vollmer und Karl Krenkler Schumacher als Hausmiether hier angeordnet. |
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| 21.Mai 1886 |
Zur Ausführung der Landesfeuerlöschordnung vom 7.Juni 1885 wurde gemäß §.37 der Vollziehungsverfügung vom 24. November 1885 in
gemeinschaftlicher Sitzung der bürgerlichen Collegien und unter Mitwirkung des Bezirksfeuerlösch-Inspektors Hl. Oberamts
Wegmeister Wolf in Öhringen folgendes verhandelt: Da die Gemeinde mit 453 Einwohnern nur 53 Einwohner über der Grenze von 400 liegt und die gesamte pflichtige Mannschaft aus nur 70 Mann besteht, wird für die Ergänzung beziehungsweise Neuanschaffung der Feuerlösch- und Rettungsgeräthe die gesetzliche Vorschrift für Gemeinden bis 400 Einwohner zu Grunde gelegt. Demnach haben vorhanden zu sein: - eine vierräderige einstralige Saugfeuerspritze - 50 met. Druckschläuche - 2 Anstellleitern mit Stützen - 4 Dachleitern - 2 Feuerhaken - 6 Butten nebst 2 Schapfen - 2 Erdölfakeln - 1 Doppelhaken mit 2,5 m langem Stiel. Vorhanden sind: - 1 vierräderige 2 stralige Saugfeuerspritze mit - 3 Sauchschläuche nebst Seiher - 200 Fuß = 57m .... Drukschläuche - 2 Strahlrohre mit 4 Mundstücke und den weiteren Zubehörden - 1 Krükenspritze (Handspritze) - 1 Zuber von ca. 800 Liter Gehalt - 2 Anstelleitern mit Stützen - 3 Feuerhaken von verschiedener Größe - 2 Dachleitern und 2 Stekleitern - 6 Blechbutten und 6 Schapfen
KrückenspritzeDiese Geräthe werden aufbewahrt: a) im Spritzenlokal: die Saugfeuerspritze, die Drukschläuche, Strahlrohre und Mundstücke, Krükenspritze, der Zuber, 2 Dachleitern, 2 Stekleitern, 6 Blechbutten, 6 Schapfen b) an der östl. Giebelseite an Geb. No.7 unter einem Dach: 2 Anstelleitern mit Stützen, 3 Feuerhaken, zum trocknen werden die Schläuche am Giebel des Gebäudes No.14 aufgehängt Als Gebäude für Übungen der Feuerwehr dient die Gemeindescheuer Geb. No.7. Es sind demnach noch anzuschaffen: - 2 Dachleitern - 2 Erdölfakeln - 1 Doppelhaken mit 2,5m langem Stiel Diese sollen sofort beschafft werden. Die dienstliche Feuerwehrzeitung soll vorerst nicht angeschafft, dagegen soll für den Comandanten ein Instruktionsbüchlein angeschafft werden. Das trocknen der Schläuche geschieht durch Aushängen in dem Haus des Spritzenmeisters Geb. No.14. Das Spritzenremise (vermutlich war diese Remise am Armenhaus angebaut) hat die genügende Größe und besitzt den genügenden Luftzug, der Boden ist mit Baksteinen geblattet und entspricht im allgemeinen der Anforderung. Da der Ort in ziemlicher Entfernung auseinander gebaut ist und daher bei einem Brandfall eine größere Ausdehnung nicht zu befürchten ist, bittet man die Normen für 400. Einwohner genehmigen zu wollen. Zur Wasserversorgung für den Fall eines Brandes bestehen folgende Einrichtungen: Am Südwestlichen Ende des oberen Orts besteht ein Feuersee, ebenso ein solcher im unteren Ort, das Abwasser eines laufenden Brunnen mitten im Ort flüßt in den Feuersee unten im Ort. Ca. 25 Pumpbrunnen nebst mehreren Schöpfbrunnen. Die vorhandenen Einrichtungen werden als den Bedürfnissen entsprechend vorhanden angesehen und wird Beschlossen: Zur Stauung des Feuersees im untern Ort eine Falle anzubringen. Die Feuerlösch und Rettungsmannschaft ist hier in folgender Weise organisiert: 1 Komandant 1 Spritzenmeister 1 Ersatzmann 1 Schlauchführer 1 Ersatzmann und 7 Steiger 30 Mann Pumpenmannschaft 16 Mann Buttenträger 2 Mann zur Bedienung der K...... 9 Mann zum stemmen und einschöpfen des Wassers der Buttenträgern Die bis jetzt bestehende Feuerwehr war eine gemischte. Ausgerüstet sind 1 Komandant mit Helm mit weißem Roßharbusch, Steigengurt, Laterne, Beiltasche mit Beil, Rettungsseil und 1 einthönige Huppe. 11 Mann sind mit je einem Helm, Gurt mit 5 Beil samt Beiltasche, 9 Steigerseil, 2 Steigerlaternen, 1 Signalhorn samt Schnur und 1 Signalpfeife ausgeristet. Beschluss Dieselbe wird nun als Pflichtfeuerwehr dem Gesetz entsprechend wie folgt organisiert. Staab 1 Komandant 1 Stellvertreter 1 Hornist Zur Ergänzung der Ausrüstung ist erforderlich Für den Komandant 1 zweite Hupp, für den Stellvertretter 1 Helm mit weißem Büschl, 1 Steigergurth, 1 Steigerbeil, 1 Beil samt Beiltasche und 1 Steigerlaterne (Huppe vorhanden) I. Zug, Steiger 1 Zugführer und 8 Mann Zur Ergänzung der Ausrüstung ist erforderlich 1 schwazer Roßfarbbüschl für den Zugführer 3 Steigerlaternen 2 Signalpfeifen 2 Gurtkarabiener 6 Schlauchhalter 1 einthönige Huppe 9 gelbe Armbänder mit schwarzen Streifen Beschluß Vorstehende Ausrüstungsgegenstände sollen sofort angeschafft werden. II. Zug Spritzenmannschaft 1 Zugführer 1 Spritzenmeister 1 Stellvertreter 16 Mann Bedienung III. Zug Ablösung 1 Zugführer 16 Mann Bedienung Für den II.ten und III.ten Zug sollen sofort angeschafft werden 2 Steigerlaternen 2 Signalpfeifen 1 Holzhammer 36 rothe Armbänder Die erforderlichen Helme und Gurthe sollen dem Gesetz entsprechend innerhalb 3. Jahre angeschafft werden. IV. Zug Wasserträger 1 Zugführer 12 Mann Ausrüstung Für den Zugführer 1 Feuerwehrmütze 13 blaue Armbänder V. Zug Flüchtungs- und Wachmannschaft 1 Zugführer 8 Mann Für Ausrüstung den Zugführer 1 Feuerwehrmütze 9 weiße Armbänder Beschluß Die Ausrüstungsgegenstände für den IV. und V. Zug sofort anzuschaffen. Die bisherige Lokalfeuerlöschordnung entspricht dem Gesetz nich vollständig und wird im laufe des Jahres hienach abgeändert werden. |
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| 22.Januar 1887 | Nach §11 der Lokalfeuerlöschordnung Abs. 3 und 4 ist dem Spritzenmeister für
geordnete Behandlung und Aufbewahrung der Spritzen nebst Zubehörden, reinigen und trocknen der Schläuche und zweckmäßige
Aufbewahrung der sonstigen in dem Spritzenlokal untergebrachten Geräthschaften nach Maßgabe der Dienstinstruktion für
Spritzenmeister im Instruktionsbüchlein für Würtb. Feuerwehr, eine Belohnung auszusetzen und wird demgemäß beschlossen Dem Spritzenmeister Scholl hiefür eine jährliche Belohnung von 5 M festzusetzen wozu auch die ansch... des nöthigen ..hls gehört. Scholl ist hirmit einverstanden und verpflichtet sich, die Sache vorerst auf 3. Jahre zu besorgen. |
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| 22.Januar 1887 | Nach dem Schlußsatz der Bezirksfeuerlöschordnung vom 7.Oktober 1886 ist die
hiesige Gemeinde dem Brandhilfsverband, Oehringen, Windischenbach, Bitzfeld und Weißlensburg zugetheilt. Auf Grund des §21 Abs.8 der Lokalfeuerlöschordnung wird beschlossen: Derjenige Pferdebesitzer, welcher auf das gegebene Alarmzeichen für einen auswärtigen Brand zuerst mit 2 angeschirrten Pferden vor dem Spritzenremies erscheint erhält eine Prämie von 3M neben der von der Amtsversammlung festgesetzen Belohnung. Nach dem Vordruk des §18 der Lokalfeuerlöschordnung sollen für den Feuerreiterdienst jährlich eine gewiße Anzahl Personen zum voraus bestimmt werden. Hierüber wurde beraten und in Erwägung gebracht, daß möglicherweise gerade diese Personen oder ihre Pferde welche zu diesem Dienst bestimmt sind auswärts sein können und wird deshalb beschlossen: Jedem Pferdebesitzer ohne Ausnahme zum Feuerreiter Dienst zu berufen und neben der Belohnung nach folgende Prämien auszusetzen: a. für das 1te Pferd mit welchem der Besitzer erscheint 3M b. für das 2te Pferd mit welchem der Besitzer erscheint 2M c. für das 3te Pferd mit welchem der Besitzer erscheint 1M nur diejenigen erhalten Prämien bei denjenigen das Feuerreiten erforderlich ist. |
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| 31. März 1887 | Dem Beschluss vom 22.Januar 1887 wird zugefügt: Daß bei den in der Bezirksfeuerlöschordnung vorgeschriebenen gemeinschaftlichen Proben der im Hilfsverband stehenden Feuerwehren die zur Theilnahme verpflichteten Mitglieder jeder Theilnehmer bei einer Reise von über 2 Kilometer Entfernung eine Zehrungsvergütung von je 40d erhält. |
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| 1887 | Die Scheune Nr.42 brennt nieder. | |
| 15. Dezember 1892 | Laut der Kl. Verordnung vom 21.ten Dez 1876 betr. Feuerpolizei soll in
jeder Gemeinde eine den Verhältnisse entsprechende Nachtwache bestehen. Dieser Verordnung ist schon lange nicht, theils aus Ersparnißgründen, theils weil es nicht als wesentliches Bedürfniss gehalten wurde, entsprochen worden, was das Kl. Oberamt bei der letzten Gemeinde Visitation zu einem .... veranlaßt hat. In Erwägung, daß die hiesige Einwohnerschaft mit Ausnahme einiger klein Gewerbetreibender nur in Weingärtner und Bauernstand besteht und von letzteren bezüglich des Viehstandes ohnedieß häufig Nachtwache erforderlich und überdieß durch die vielen Fehlherbste sparsamkeit geboten ist, wird beschlossen: Bei der Königl. Kreis Regierung durch Vorlegung eines Protokollauszugs um Dispensation von der Nachtwache nachzusuchen. |
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| 04.April 1893 | Das Gesuch der Gemeinde vom 15.Dez 1892 wurde abgelehnt. Da nach öffentlichem Aufruf sich keine geeignete Person gefunden hat, wird beschlossen: Eine Nachtwache in der Weise einzurichten, dass nach dem Verzeichniss der Feuerwehrpflichtigen Mannschaft ein jeder Feuerwehrmann eine Nacht zu wachen hat. Es hat hiernach jeder der seine Nachtwache in der letzt verfloßenen Nacht versehen hat, dem nächstgelegenen Feuerwehrmann die Nachtwache für die kommende Nachr zu übergeben. |
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| 10. August 1893 | Das Haus und die Scheune Nr.42 brennen nieder. | |
| 16. August 1893 | Bei dem am 10ten d.M. in dem Wohnhaus des Ludwig Bort Weber und
Heinrich Schumacher Schuster hier vorgekommenen Brand in Geb. No.42 wo die Schadensabschätzung
am 15ten d.M. stattgefunden hat, sind auch die durch die Löschanstalt beschädigten Grundstücke zur Abschätzung gelangt,
dieselben sind: 1) dem Heinrich Schumacher Beschädigung an Kartoffel, Klee, Pferdejoche und für reparatur des beschädigten Gartenzauns 21M 41d 2) dem Ludwig Bort Weber. Beschädigung an Gras und reparatur des beschädigten Gartenzauns 7M 76d 3) dem Eberhatd Fischer für beschädigte Pferdejoche 3 M |
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| 13. Februar 1895 | Der kleine Wette soll von dem angeschlemmten Morast gereinigt werden und
erklärt sich Michael Schmelzle bereit die Reinigung zu besorgen was demselben überlassen wird. Ebenso soll der sogenannte Seigumpen gereinigt werden und wird Johann Frank hierfür besorgt sein. Ist mit "der kleinen Wette" der Rest des ursprünglichen Feuersee gemeint, an dessen Stelle heute das Kriegerdenkmal steht? |
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| 02. August 1897 | Nach Ruggerichts … §7 vom 15.März 1897 soll ein weiteres Mirglied zur
Steuersatzbehörde und ein dritter Untergänger gewählt werden, die beiden Wahlen wurden heute vorgenommen und zu beiden
Funktionen gewählt: Schultheiß Carle von hier. Ebenso soll nach §8. des R.... zur Ortsfeuerschau 1 Mitglied gewählt werden, es wird ebenfalls Schultheiß Carle gewählt welcher schon seit Beginn seines SchulthAmtes mit diesen Nebenstellen betraut war. |
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| 03.Januar 1898 | Laut Beschluß des Gemeinderaths sollen die Feuereimer in dem dieselben nicht mehr verwendbar sind im öffentlichen Aufstrich verkauft werden baar an die Gemeindekasse zu bezahlen | |
| 04.Januar 1898 | Das Ausschlagen des Schlames aus dem Feuersee wurde Gemeinderat Schmelzle übergeben, das derselbe auch ohne Kostenberechnung zur Ausführung angenommen hat. | |
| 1899 | Die Scheune Nr.2 brennt nieder. | |
| 14.Februar 1900 | In dem Defektenprotokoll über die Sisitation der Feuerlöscheinrichtung sollte
eine 2te circa 5 Mtr lange Anstelleiter angeschaft werden, da der Feuerwehrkomandant diese Anschafung für nöthig hielt wird Beschlossen Eine circa 5 Meter lange starke Steigleiter mit durchsägten Bäumen anzuschaffen, und nach vorheriger Preiserkundigung einen Wagner hiemit zu beauftragen |
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| 03.Juni 1900 | zur Ortsfeuerschaukomision für den zurückgetrettenen resv. Schultheiß Carle wurde in geheimer Abstimmung gewählt Schultheiß Bort mit 4 Stimmen Bort | |
| 30.Oktober 1902 | Um die alten abg. Feuerspritzenschläuche nicht einem weiteren Verderben zu
überlassen wird beschlossen Dieselben im öffentlichen Aufstrich zu verkaufen und den Betrag der GemeindePflege zum Einzug übergeben. |
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| 23.September 1904 | Gemäß §4. der …esse zur Gemeindepflegrechnung pro 1.April 1902/03 wird heute
das Taggeld desjenigen Mitglieds der Ortsfeuerschau, welcher nicht Mitglied des Gemeinderats ist durch Beschluß auf 3M festgesetzt. |
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| 14.April 1906 | Im "Schultheißenamt Protokoll" heist es: Den Unterzeichenten wurde heute der Erlaß d.K. Minist. D. Innern betreff die Verursachung von Bränden durch das Spielen der Kinder mit Zündhölzern und feuergefährlichen Stoffen vom 10.April d.J. mtsblatt No. 84 eröffnet (und bekannt gemacht) Ortsfeuerschauer Spengler Ortspolizeidiener Görtz z.B. Schulth Amt Borth |
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| 28.Mai 1906 | Zur Ergänzung der Ortsfeuerschau wurde heute geheim und einstimmig gewählt Schultheiß Bort Gemeinderat Marmein und Brand Beschluß 1. Dieselben vorschriftsmäsig in Pflichten zu nehmen und 2. Den Schultheißen Bort die Geschäftsleitung zu übertragen als ...... den Maurermeister Spengler und als dessen Stellvertreter den Schultheißen Bort zu belassen 3. Als Belohnung das regul... Taggeld anzusetzen |
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| 06.November 1906 | Nachdem die Stelle eines Ortsfeuerschauers durch den Tod des seitherigen Maurers J. Spengler
in Erledigung gekommen, wurde heute eine Neuwahl vorgenommen und als technisches Mitglied der Ortsfeuerschau gewählt und als
ste... ... Maurer und Steinhauer Konrad Fischer derselbe nimmt die Stelle an und wird sofort verpflichtet. Als Belohnung für das technische Mitglied wird als Taggeld 4M festgesetzt wobei aber eine vom Ortsvorsteher aufgegeben Nachvisitation unentgeltlich zu besorgen ist. |
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| 1914 | Die Scheune Nr.54 brennt nieder. | |
| 13.August 1920 | Laut Verfügung des Minist. d. Innern vom 4.Sept. 1912 ist nach §31 Abs. 2 in
jeder Gemeinde vom Gemeinderat eine Ortsfeuerschau aufzustellen, diese Ortsfeuerschau besteht in der Regel aus zwei Mitglieder
und einem Stellvertreter Beschluß Als Sachverständiges Mitglied wird vorgeschlagen Maurermeister Sommer von Windischenbach als Stellvertreter desselben wird vorgeschlagen Zimmmmermeister Gauger von hier |
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| 1926 | Das Haus Nr.45 brennt nieder. | |
| 1945 | Die Scheune Nr.54 brennt nach Beschuß durch SS-Leute nieder. | |
| 1954 | Es wurde mit der TS 8 eine erste motorisierte Spritze angeschafft. | |
| 1964 | Dass sich alte Traditionen lange gahalten haben, zeigt sich auch daran, dass noch 1964 eine viertel Stunde vor Dienstbeginn zwei Hornisten das Signal bliesen. | |
| 25. Mai 1974 | Scheune Nr.39 brennt nieder. Stallungen, Scheune, Schuppen und Silos werden durch einen Brand zerstört. Der Schaden wird auf ca. 300 000 DM geschätzt. Ursache waren spielende Kinder. |
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| 1988 | Die Verrenberger Wehr erhält ihr erstes Fahrzeug,
ein TSF auf Ford Transit Fahrgestell. Dieses Fahrzeug gehörte ehemals der Cappler Wehr. Zur
Unterbringung des Fahrzeuges mußte erst einmal ein Gerätehaus hergerichtet werden. Dazu wurde die
Scheune Heinrich ausgebaut.
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| Bis dato wurden nur die Gemeinderatsprotokolle bis 1898 ausgewertet. | ||