Verrenberg HistorischBesitzer des Hauses Flurstück Nr.27 in Verrenberg

Unten: Aufnahmen des Hauses 1992. Im rechten Teil des Hauses war die Schmiede untergebracht.
Haus Flur 27 Verrenberg Haus Flur 27 Verrenberg

Die Bewohner

1824 verkauften die Kinder der verstorbenen Witwe Dorothea Magdalena Ilßhöfer den verbliebenen Hof Nr.27 an Johann Peter Layh.


1837 verkaufte Johann Peter Layh sein Guth an seinen Sohn Christoph Layh um 800fl.


Bei der Erstellung des Urkatasters 1839 wird als Eigentümer Christoph Layh genannt. Der Hof blieb im Familienbesitz, bis der Sohn Johann Leonhard Adam Layh 1862 fort zog.

Im Schätzungsprotokoll von 1861 steht Johann Georg Schluchter als Besitzer.
Der Nachtrag von 1879 nennt die Ehefrau von Friedrich Reber. Friedrich Reber wanderte 1881 nach USA aus, seine Frau folgte ihm 1895.

Ein Nachtrag im Feuerversicherungsbuch nennt 1892 den Schmied Wilhelm Ludwig Heß als neuen Besitzer. Zwei Jahre später zogen seine Schwiegereltern (Adam Kiesel) mit ins Haus.

Der Sohn Christian Ludwig Heß war der nächste Besitzer.

Bauliche Entwicklung

Links: Karte von 1818   Mitte:Ausschnitt aus dem Urkataster von 1833. Dort können Sie die Lage des Hauses im Ort erkennen.
Rechts: Plan von 1877 Kartenausschnitt 1818; Haus Nr. 27 Kartenausschnitt aus Katasterkarte 1833; Haus Nr. 27 Kartenausschnitt 1877; Haus Nr. 27
Nach einer Untersuchung des Freilandmuseums Wackershofen wurde die Datierung auf das 18.Jahrhundert festgelegt (gefügekundlich).
Vermutlich war der Platz zuvor "Baum- oder Grasgarten"

Wurde zwischen 1818 und 1833 ein Feld am Wohnhaus Richtung Ortsweg erweitert? Es scheint dann bis 1877 keine baulichen Veränderungen gegeben zu haben.

Zeichnung Haus 27 1861 Verrenberg Bild links: Zeichnung von 1861

Im unteren Eintrag des Schätzungsprotokoll von 1869 sieht man einige Details zum Haus

(Als Maß dürfte der württembergische Fuss mit 28,65cm gemeint sein. Das vierte Maß in der dritten Spalte ist vermutlich die Höhe des Daches)
Name Beschreibung des Gebäudes Von der Versicherung ausgenommene Bestandtheile Versicher- ungs- anschlag Classe Umlage Capital Bemerkungen
Lage; Bestimmung; Bauart; Zahl der Stockwerke Länge, Breite, Höhe Gelaße Dachdeckung Umfassungs- und Giebelwände Feuergefährliche Einrichtungen als unzer- störbar wegen des Anspruchs auf Baubeiträge
heizbare Zimmer gegypste Kammern gewöhnliche Kammern Küchen Stallungen sonstige Gelaße
Georg Schluchter Ein zweistockiges Wohnhaus mit angebauter einstockigen Scheuer von Stein und Fachwerk mit Giebeldach 20,5'
25'
14,5'
16'

24'
25'
14,5'
16'
1.   1 1   1 geb. Keller
2 Dachböden mit 1 Kammer

1 Tenne
1 Stall
1 Kammer
Ziegel gem. Fachwerk Backofen Fundament Keller u. Sockelmauern --- 525

325
IV 626

406
alter Anschlag 500f./300
(1861)



1894 wurde ein Backofen erstellt (Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052)
1896 wurde dann auf der Rückseite des Hauses ein Abritt (wo war er zuvor?) angebaut.
1896 wird das Wohnhaus so beschrieben:
"Ein zweistockiges Wohnhaus im obern Dorf von gemischter Bauart unter Giebeldach"
Der Versicherungsanschlag betrug 1520 Mark.
1914 wurde dann das Kellerhaus erbaut.
1930 folgte dann eine neue Scheune (27/3)

Um 1998 wurde das Haus dann abgerissen.

Der Eintrag im Primärkataster von 1833

Eintrag im Primärkataster von 1833; Haus 27

Nachtrag zum Primärkataster 1896

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1896; Haus 27

Nachtrag zum Primärkataster 1914

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1914; Haus 27

Nachtrag zum Primärkataster 1930

Nachtrag zum Primärkataster Verrenberg , 1930; Haus 27 Luftbild Haus 27 in Verrenberg

Es fehlen noch folgene Einträge:
1962/158
 

Quellennachweis.

Vermessungsamt Künzelsau: Primärkataster 1833
Staatsarchiv Ludwigsburg F 192 III Nr. 2052
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1896
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Freilandmuseum Wackershofen: Inventarisationsbogen (1992) und Bildarchiv