Verrenberg HistorischDie Geschichte Verrenbergs im detailierten Überblick.

Vermutlich ist Verrenberg in der Ausbauzeit zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert entstanden.

4400–3500v. Chr. Lesefunde auf dem Golberg weisen auf eine Höhensiedlung des Jungneolithikum hin
1200-800v. Chr. 1879 Wurde auf Verrenberger Markung ein Bronzeschwert (Griffzungenschwert) gefunden
ca. 40n. Chr. Der gelernte Historiker Otto Keller findet in Verrenberg am Lindelberg eine römische Münze (Caligula)
ca. 155n. Chr. Entstanden zwei Kastelle in Öhringen. Etwa tausend Legionäre waren dort untergebracht. diese mussten versorgt werden.
ca. 260n. Chr. Als Folge der Alamannenüberfälle wurden die Kastelle und der Limes aufgegeben und unser Gebiet von eben diesen Alamannen besiedelt.
7.-11. Jh. Vom siebten Jahrhundert an vertieben die Franken die Alamannen und kultivierten und christianisierten das Land. Es galt die fränkische Königsverfassung, fränkisches Bauernrecht und die Grundgesetze der alten „lex salica“.
Vermutlich wurde Verrenberg in diesem Zeitraum gegründet. Es gehörte zum Regensburger Lehen.

Entstehung des Ortsnamen Verrenberg:
Bezeichnung Verrenbergs in alten Dokumenten:
1264 Verhirberg; 1350 Ferherberg; um 1357 Verherberg; 1410 Verherberg
  Erklärung im Deutsches Gewässernamenbuch von Walter Greule 2014:
    - mhd *Förchech (forhadi 'Föhrenwald'), entrundet und vereinfacht - *Fercher-/Ferchenberg - *Ferrenberg - Verrenberg
  Oberdeutsches Flurnamenbuch von Michael Richard Buck; 1880
    - Verr ist manchmal = verche (Schweine), meist aber = verr fern, weit; ein Adjektiv das oft gebraucht wird. In Verherbühl steckt varch (Schwein). Dagegen hieher: Verrenberg, zu verren Wiß, gegenüber der nähern Wiese
9.Jahrhundert Vermutlich stand in Bitzfeld, an Stelle der heutigen Kirche, eine kleine hölzerne(?) - Vorgängerkirche.
Diese Gegend wurde in dieser Zeit von Sülzbach aus christianisiert.
Der Turm der heutigen Kirche wurde vermutlich um 1200 erbaut.
1260 Der Reichsschenk Walther von Limpurg vergibt das Patronalrecht der Kirche zu Bitzfeld an das Kloster Lichtenstern.
Als Bitzfelder Filiale war hier Verrenberg auch betroffen. Der Reichsschenk Walther von Limpurg hatte das Patronatsrecht der Kirche in Bitzfeld "durch Eigentumstitel aus Erbnachfolge ... besessen."
1264 Reichsschenk Walter von Limpurg überlässt den 6. Teil seines Zehnten zu Bitzfeld, Verrenberg (Verhirberg) und Schwöllbronn dem Kloster Lichtenstern mit der Bestimmung, dass diese Teilzehnten der Pfarrei Bitzfeld einverleibt werden. Zeugen: Dietricus plebanus in Halle, Walterus plebanus in Tungintal, Otto viceplebanus in Halle, Conradus dictus Sturler.
Wichtige Details zur ersten urkundlichen Erwähnung Verrenbergs gibt es auf einer weiteren Seite.
1303-1313 bertold von neideck, ritter hat zu lehen genommen das patronatsrecht der pfarrei in langenbeutingen [kreis oehringen] und den zehnten in verrenberg [kreis oehringen] mit allen seinen zugehörungen.
Quelle: Lehenbuch Hochstift Würzburg 1303-1313, s. 90
13.Jh. Der Weiler Verrenberg gehörte im 13.Jh. den Herren von Hohenlohe.
Ein Teil des Zehnten gehörte den Schenken von Limpurg (siehe die Schenkung von 1564).
Ein weiterer Teil des Zehnten war als Weinsberger, seit 1450 Pfälzer Lehen im Besitz der von Neudeck und der von Adelsheim. Die Adelsheimer verpfändeten ihre Hälfte des Großzehnten 1544 an das Spital Öhringen; 1606 wurde daraus ein Verkauf auf Dauer.
1337 übergab Albrecht von Hohenlohe den Weiler Verrenberg dem Stifte Möckmühl.
1345 Die Weikersheimer Herrschaft schenkt dem Öhringer Stift einen Hof.
1348/49 verbreitete sich in Europa die Pest, die aus dem Orient eingeschleppt worden war. 1/3 der Bevölkerung erlag ihr. Es begann ein Gerücht umzulaufen, dass Juden die Brunnen und Quellwasser vergiftet hätten und somit Schuld an der Seuche hätten.
Darauf setzten Judenverfolgungen ein, und die jüdischen Gemeinden in Öhringen, Waldenburg und Hohebach wurden ausgelöscht.
Wie sich die Pest in Verrenberg auswirkte ist unbekannt. Es ist aber zu vermuten, dass es auch hier eine sehr große Opferzahl gab.
Besteht ein Zusammenhang mit einer abgegangenen Siedlug im Distrikt Flürle?
1350 gestattete Kraft von Hohenlohe und Frauwe Anna seine eheliche Hausfrauwe dem ehrbaren Manne, Meister Heinrich von Heyngen,
Chorherr zu Oringen, sein Gut zu geben an das Gotteshaus zu Oringen und namentlich seinen Hof gelegen zu Ferherberg.
1356 verkauft Götz von Roth, der Junge, an Herrn Engelhardt von Weinsberg alle seine Güter zu Verherberg um 14 Pfund Heller.
1357 hatte Hohenlohe sechs Güter, eine Kelter, neun Teilweingärten und neun Morgen Weinberg im Ort.
1357 gehörte Verrenberg zum hohenlohischen Amt Öhringen (Vogtei und Gerichtsbarkeit wurden gehandelt wie Waren)
1368 Engelhard v. Maienfels verkauft seinen Eigenmann (Leibeigenen) Heinz Ulrich aus Verrenberg an Engelhard v. Weinsberg um 30 Pfund Heller
1384 Veräußert Appel von Crailsheim an an Herrn Engelhardt von Weinsberg die Kelter für 50 Pfund Heller. Weiterverkauf siehe 1402
1390 Die Weikersheimer Herrschaft schenkt dem Öhringer Stift ein Gut.
1392 Ulrich Schultheiß, Bürger zu Hall, kauft von Hohenlohe Vogtei und Gerichtsbarkeit um 40 Goldgulden.
1392 Ulrich Schultheiß, verkauft der Gemeinde Verrenberg die Vogtgült und das Gericht.
Die Gemeinde erwarb mit diesen besondern Rechten, einen für die Machtverhältnisse dieser Zeit ungewöhnlichen Freiraum.
1398 Fritz Küner von Verherberg bekennt, dass er zu einem rechten Erbe von Johann dem Krüffter, Vikarier, in der Gruft zu Öhringen,
den Hof zu Verrenberg, den man nennet "Balmershof", bekommen hat;
14.Jh. Weinsberger Lehen am Ort gehörten im 14.Jh. den Familien von Ohrn, von Rinderbach, von Neudeck und von Adelsheim; deren Gerechtsname gelangten im 16.Jh. über Zwischenbesitzer an Württemberg und 1593 durch Kauf zum Teil an die Cappler von Ödheim.
1402 Herr Engelhard und Herr Konrad von Weinsberg verkaufen an Ulrich und Albrecht von Hohenlohe die Kelter zu Verrenberg und den Zehnten am Goldberg und etliche Güter zu Windischenbach um 200 Goldgulden auf ewige Wiederlösung. (siehe auch 1384)
1437 Hans Hirt, gesessen zu Verrenberg, und Else, seine Hausfrau verkaufen an das Gemeine Brot beim Stift zu Öhringen 10 Morgen Kornacker bei Verrenberg gelegen; ausgestellt o.O., 1437 (Sonntag vor St. Veit)
1438 1438 werden Engelhard und Albrecht von Neideck, Brüder, von Konrad von Weinsberg mit einem Teil des Zehnten zu Weinsberg und Verrenberg belehnt (HStA Stuttgart A 158 3314)
1448 Es gab 3 Keltern im Ort.
1449 Eberhard von Gemmingen gibt seinen Töchtern auch 2 Sim. von einer Wiese zu Verrenberg mit ins Kloster (Lichtenstern), die an das Kloster "Hoflin" anstößt.
15./16.Jh. Sühnekreuz in Verrenberg Dieses Sühnekreuz findet sich an der Straße nach Bretzfeld.
Datierung: ca. 15./16. Jh.

Vermutlich wurde an dieser Stelle ein Mensch erschlagen.
Genaueres ist aber nicht überliefert.
Siehe auch: Wilhelm Mattes - Öhringer Heimatbuch; Seite 287
Auf der Kreutzfelder Karte von 1670 ist kein Kreuz eingezeichnet.
1451 Albrecht v. Neideck reversiert Pfalzgraf Friedrich für sich und als Träger seines Bruders Engelhard für das Mannlehen ihres Teils am Weinzehnten zu Weinsberg, sowie am Wein- und Fruchtzehnten zu Verrenberg. / 9. Juni 1451
1454 Die Äbtissin (Kloster Lichtenstern) bessert dem Pfarrer von Bitzfeld die Pfründe u.a. mit des Klosters Anteil am Zehnt zu Verrenberg auf.
1459 Hans Lesch verkauft an Graf Kraft von Hohenlohe seine Gülten zu Verrenberg.
1464 Berchthold Hiller verkauft 1464 sechs Morgen Acker am Bitzfelder Weg
1464 Kf. Friedrich von der Pfalz belehnt Götz von Adelsheim mit dem Zehnt zu (Vorder- bzw. Hinter) Verrenberg, zwei Teilen am großen und kleinen Zehnt zu Unterohrn und einem sechstel am Zehnt zu Stackenhofen
1466 Herold v. Neudeck reversiert Pfalzgraf Friedrich für das Mannlehen seines Teils am Zehnten zu Weinsberg, am Wein- und Fruchtzehnten zu Verrenberg, an Burg Neideck und den Dörfern Beutingen und Weyer. / 28. Dezember 1466
1472 Peter Zweifler von Öhringen bekennt, dass er dem Stift als Brotstiftung eine jährliche Gülte geben will, die auf einem Gute ... und eine weitere Gülte in Verrenberg, die der junge Kolb bauet, gegen eine Jahrzeit übergeben will; ausgestellt o.O., 1472
1473 Die Äbtissin Constanzia von Bellendorff (Kloster Lichtenstern) verleiht an Peter Pfiffer von Verrenberg einen Weingarten daselbst gegen 1/3 des Ertrages, das er unter der Kelter dort geben soll.
1473 Hans Unruhe zu Verrenberg gesessen und Barbara, seine Hausfrau, verkaufen an Dekan und Kapitel des Stifts zu Öhringen an das Gemeine Brot eine Gült, die auf ihren Wiesen zu Verrenberg in der Hintern Gassen liegt; ausgestellt o.O., 1473 (Dienstag nach dem Sonntag Exaudi)
1474 Hans Weibler der Alte zu Verrenberg gesessen und Anna, seine Hausfrau, verkaufen an das Gemeine Brot im Stift zu Öhringen eine Gült, die gelegen ist "unden am mörach gieusset der bach liegt"; ausgestellt o.O., 1474
1477 Eberhard v. Nuedeck reversiert Pfalzgraf Philipp für das Mannlehen seines Teils am Zehnten zu Weinsberg, am Wein- und Fruchtzehnten zu Verrenberg, an Burg Neideck und den Dörfern Beutingen und Weyer. / 18. Juni 1477
1477 Diether v. Neudeck reversiert Pfalzgraf Philipp für das Mannlehen seines Teils am Zehnten zu Weinsberg, am Wein- und Fruchtzehnten zu Verrenberg, an Burg Neideck und den Dörfern Beutingen und Weyer. / 9. Juli 1477.
1478 Frau Elisabeth von Hohenlohe stiftet einen Malter Dinkel von Gütern zu Verrenberg, die Peter Pfeifer dort inne hat
1483 Hans Brugel, Fridels sel. Sohn, reversiert Pfalzgraf Philipp für das Mannlehen von Zehnten und Gütern zu Bitzfeld und Verrenberg. / 21. November 1483
1484 Eberhard v. Neideck reversiert Pfalzgraf Philipp für das Mannlehen des Kirchensatzes zu Beutingen und für sich und seinen Bruder Diether für den Zehnten zu Verrenberg und Weinzehnten zu Weinsberg. / 8. April 1484
1484 Eberhard und Diether v. Neideck reversieren Pfalzgraf Philipp für die Erlaubnis, von ihrer Base Sophie v. Ellrichshausen Witwe, geb. v. Neideck, 200 fl. auf ihre Lehen zu Verrenberg und Windischenbach aufzunehmen. / 7. Dezember 1484
1484 verkaufen 2 Brüder von Neudeck der Witwe Sophie von Ellrichshausen, geb. von Neudeck (ihre Base) 1/4 aller Zehnten auf genannten Gärten daselbst, die sie vom Pfalzgrafen zu Lehen haben, auf Wiederlösung.
1489 Friedrich Brogel von Öhringen, Hansen Sohn, reversiert Pfalzgraf Philipp für das Mannlehen von Zehnten und Gütern zu Bitzfeld und Verrenberg. / 4. Februar 1489
1490 Konz Eßlinger zu Verrenberg verkauft eine Wiese, gelegen hinten am Haus Rotts Hans, gehörig zu dem Hillershof.
27.11.1495 Kaiser Maximilian I wurde in Bitzfeld von Graf Kraft IV erwartet. Gemeinsam ritten sie über Öhringen nach Neuenstein.
Wie nahmen die Verrenberger diesen hohen Besuch zur Kenntnis? Standen sie an der Geleitstraße oder in Öhringen, um ihren Kaiser "live" zu sehen?
1507 Herzog Ulrich von Württemberg verleiht Herzog Ulrich von Württemberg (Bild links) an Hans von Neudeck nach seines Bruders Tod dessen Anteil an Zehnt und Gülten daselbst.
1517 Wolfgang Hofman, Dekan und das Kapitel des Stiftes Öhringen bekennen, dass sie von Herrn Arnolt Knechtler, Vikarier, am St. Martinsaltar in der Stiftskirche zwei Äcker, die vor Zeiten Weingärten waren, bekommen haben; sie liegen am Veherberg (=Verrenberg); ausgestellt o.O., Freitag, 5. Juni 1517
1525 Ein "Schönmichel" wird Wortführer der Verrenberger Bauern im Bauernkrieg. Diese ziehen mit den Bauern der anderen Dörfer nach Öhringen.
1540 Mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa berichten von einer elf Monate langen Megadürre. Wie wirkte sich diese in Verrenberg aus?
1544 Speyer, Donnerstag nach Exaudi; Pfalzgraf Friedrich verleiht Martin von Adelsheim ein Teil des Zehnten zu Verrenberg, zu Unterohrn und zu Stackenhofen
25.12.1546 Kaiser Karl V ritt von Öhringen kommend durch Bitzfeld. Ob er dabei auch durch Verrenberg gekommen ist, ist nicht überliefert.
15./Anf.17.Jh. Sühnekreuz in Verrenberg Sühnekreuz in Verrenberg auf Kreutzfelder Karte von 1670 Bild links: Dieses Sühnekreuz findet sich am Weg nach Öhringen, am östlichen Ende des Verrenberg.
Bild rechts: In der Kreutzfelder Zeichnung von 1670 sind an dieser Stelle zwei Kreuze zu sehen.

Datierung: ca. 15./Anf.17.Jh.
Sühnekreuze sollen die Erinnerung an den jähen Tod eines Menschen wach halten und die Vorübergehenden auffordern, für den Toten zu beten. Das Sühnekreuz war teil der Sühnemaßnahme, die dem Täter auferlegt wurden.
Gilt so nur bei Totschlag, Mord wurde dagegen stets öffentlich bestraft.
Siehe auch:
Wilhelm Mattes - "Öhringer Heimatbuch"; Seite 287
Eva Maria Kraiss, Marion Reuter und Bernhard Losch: "... und erschlugen sich um ein Stücklein Brot"
1553-55 Bei der hohenlohischen Hauptlandesteilung kam Verrenberg zu Waldenburg.
1556 Die Reformation wurde durch die Herrschaft Hohenlohe eingeführt
1562 den sogenannten kleinen alten Zehnt aus dem Distrikt Flürle, bei dem es sich wohl um die Gemarkung einer abgegangenen Siedlung handelte, teilten sich 1562 Hohenlohe und das Spital Öhringen.
Besteht ein Zusammenhang mit der Pest von 1348/49?
1579-1612 Taufen Schwöllbronner und Verrenberger Kinder in dieser Zeit wurden nicht nur in Bitzfeld, sondern auch in Öhringen vorgenommen, warum?
Ort Zeit Seite Nummer Taufen in Bitzfeld Taufen in Öhringen
Verrenberg 1579-1612 497-502 57-157   100
Verrenberg 1579-1612 248-277 39-660 621  
Schwöllbronn 1579-1612 305-308 1-56   56
Schwöllbronn 1579-1612 305-308 9-160 151  
Besteht ein Zusammenhang mit dem Bitzfelder Pfarrer Magistrat Gallus Mann (1576-1612), der zu dieser Zeit in Bitzfeld im Amt war?
Er unterschrieb 1580 die Formula Concordiae in Maulbronn. Jakob Andreae hat sie verfasst. Er wollte damit die Meinungsverschiedenheiten unter den Lutheranern beilegen. Nur wer unterschrieb, konnte im Herzogtum Württemberg Pfarrer bleiben, bzw. werden. Die Kirche grenzte sich damit von den Zwinglianern und Calvinisten ab. Sie wurden ja von Luther selbst abgelehnt.
Wahrscheinlich waren manche Hohenloher dagegen, weil sie toleranter waren? Für Hohenlohe galt sie auch nicht.
1578 wurde in Hohenlohe eine neue Kirchenordnung eingeführt. Am 24.Juli 1579 wurde von der Wittwe Gräfin Anna, Graf Wolfgang und Graf Georg Friedrich an den Prediger, Pfarrer und Diakonen zu Oehringen ein schriftlicher Befehl gesendet, daß von neuem sauber abgeschriebene Konkordienbuch miteinander abzulesen, und da sie, wie zuvor geschehen, der darin verleibten Artikel und Konsession halben kein Bedenkens hätten, und Gottes Wort der Augspurgischen Konsession und reinen Lehre gemäß befunden, solches miteinander, wie sich gebühret und in der Form, wie es von andern geschehen, zu unterschreiben. Denn weil von Sachsen und Brandenburg solches nur zway Theologie unterschrieben, hielten sie es für genugsam, wenn es durc sie vier unterzeichnet würde.
1606 Die von Adelsheim verkaufen mehrere Eigenmänner (Leibeigene) aus Verrenberg an das Spital in Öhringen
1609 Die 3 Zergen heißen: "Am Gänsweg", "Im Geigersbühl" und "Im Sohlgrundt"
1615 Verrenberg kommt zur neuerstandenen Linie Pfedelbach.
1623 Eine Erbschenke wird erwähnt, die später als Gasthaus "Sonne" bezeichnet wird (und nicht die gegenüber liegende Linde, wie oft fälschlicher weise angenommen wird!).
1618-1648 Der dreißigjährige Krieg wütete im Ort. Ein übriges leistete die Pest in diesen Jahren.
Als Folge finden sich in den Gült- und Lagerbücher bis 1740 oft öde Hofstellen.
17. Jahrh. Bei der Verteilung des Grundbesitzes fällt der sehr hohe unbelastete bäuerliche Eigenbesitz von 45% auf.
1670 Der Maler Creutzfelder fertigt eine Zeichnung Verrenbergs an.
Darauf ist u.a. die alte Kapelle (an der Stelle des heutigen Rathsgebäudes) und die Dorfkelter zu sehen.
1676 Die Württemberger und das Kloster Lichtenstein waren Eigentümer des großen Zehnten.
1679 Im Totenregister steht Anfang 1679
"In diesem Monath ist auch ein Kayserl. Soldat, so zu Verrenberg im Quartier geleg, gestorben und uffm Kirch hoff zu Bitfeld begraben word."
Das bedeuted, dass 1679 kaiserliche Truppen in Verrenberg einquartiert waren.
1680 Aus der Zahl der Häuser kann man auf ca. 220 Einwohner schließen.
1684 Die 3 Zergen heißen 1684 und später: "Happach", "Langeneck" und "Krummerstaig"
36 Jahre nach Ende des dreißigjährigen Krieges kamen auf 44 bewohnte Häuser noch 20 ödgewordene.
Der Gemeindebesitz besteht aus 2 Scheuern und etwas Grundbesitz.
In 3 Keltern wird der Ertrag von 215 Morgen bzw. 22 Prozent der Gemarkungsfläche gepresst.
1688 wurde Hohenlohe im Verlauf der Raubzüge Ludwigs XIV. von Franzosen heimgesucht. 1688 hatte der Pfälzische Erbfolgekrieg oder auch Neunjähriger Krieg genannt, begonnen.
1690 finden sich im Totenregister auffällig viele Tote "im besten Alter". Ursache?
1690 Wird am 12.Juli 1790 im Taufregister der Leutnant Joachim Sigmund von Gersdorff einer Sächsischen Grenadier Companie erwähnt.
War er in Verrenberg im Quartier?
1692 fielen erneut die Franzosen ein
1694 Eine kleine alliierte Armee, die aus kaiserlichen und ulmischen Truppen bestand, zwang am 28.November 1694 die Franzosen zum Rückzug aus dem Hohenlohischen und Weinsbergischen.
Quartiermacher dieser Truppe beschlagnahmten in Bitzfeld Hafer, Dinkel, Wein u.a.. Vermutlich ging es den Verrenberger nicht besser, es fehlen allerdings die schriftlichen Quellen.
1694 - 1695 Im Taufregister am 01.01.1695 und im Eheregister von Elisabetha Botzen (07.05.1695) werden Truppen ("löblich Sachsen-Gothisch-Schönbeckischen Regiment zu Fuß" unter dem Hauptmann Johann Sigmund Grundherr) erwähnt, die in Verrenberg einquariert waren.
Aus einem anderen Eintrag im Taufregister vom 15.12.1694 geht hervor, dass die Truppen schon ca. ein Jahr in Verrenberg einquartiert waren.
1697 Ende des Pfälzischen Erbfolgekrieg oder auch Neunjährigen Krieg
1707 Ein Eintrag im Taufregister lässt vermuten, dass in Verrenberg Truppen des Hauptmann (Siegmund von) Bemmelberg einquariert waren
1722 Die Verrenberger Kapelle wird neu aufgebaut.
1728 Nach aussterben der Pfedelbacher Linie tritt Waldenburg-Bartenstein die Nachfolge an.
28.10.1732 "Hannß Michael Grabert" wird als Schultheiß in Verrenberg genannt (Taufeintrag des Johann Peter Weber)
1734 Im Bitzfelder Todesregister steht 1734:
"Toden Register angefangen Menhl oT 1734 alß ein Soldat Lazareth hier u in Bretzfeld d. 7.Sept quartiert wurd"
12.05.1738 wurde die erste "Betstund" im neuerbauten Türmle zu "Vörrenberg" gehalten.
1739 bekammen die Verrenberger das alte Crucifix aus der Bitzfelder Kirche als Neujahrsgeschenk für ihren "Betsal".
1744 Die deutschen Protestanten hatten den nach Papst Gregor benannten gregorianischen Kalender zuerst gar nicht, ab 1700 nur in einer leicht veränderten Form angenommen. Einziger Unterschied : Ostern fiel zwei Mal pro Jahrhundert auf unterschiedliche Tage. 1744 war das auch der Fall. Die (katholischen) Bartensteiner Herren befahlen forsch die Osterfeier per Dekret auf den " katholischen" 5. April statt am "evangelischen" 29. März.
In Verrenberg und Schwöllbronn ist der Herrschaftliche Befehl ergangen, daß an den verbotenen Tagen sie den Gottesdienst in Pfedelbach besuchen sollen, diese hielten aber zu ihrer Pfarrkirche und besuchten dort den Gottesdienst.
1760 Württembergische Truppen lagern bei Öhringen. Auf der von ihnen angefertigten Karte ist auch Verrenberg zu finden.
23.05.1769 Johannes Weber wird als Schulmeister in Verrenberg genannt.
1781 In Verrenberg geht die Ruhr um.
Zwischen dem ersten Todesfall am 09.06.1781 bis zum letzten am 16.09.1781 starben in Verrenberg elf Kinder und ein Erwachsener an der Bakterieninfektion.
1787 4 Erwachsene und 3 Kinder sterben am Faulfieber (Fleckfieber)
1792 Die Legion Mirabeau (auch Legion Hohenlohe genannt; Keinzelle der heutigen französischen Fremdenlegion) zieht durch Verrenberg oder daran vorbei - Die Verrenberger läuten Sturm.
Quelle: Waldenburger Heimatbuch S.24
1796 In Verrenberg geht die Ruhr um.
Zwischen dem ersten Todesfall am 09.09.1796 bis zum letzten am 26.10.1796 starben in Verrenberg neun Kinder an der Bakterieninfektion.
1799-1804 Im "Geographisches Lexikon 1799-1804" findet sich folgende Beschreibung:
Verrenberg, in Urkunden Verherberg,
von 9 Hohenlohe-Pfedelbachischen Haushaltungen (die übrigen sind Wirtembergisch) pfarrt in die Wirtembergische Pfarrey Schwabach,
hat vorzüglich guten Getreid- und Weinbau

Verrenberg war schon immer nach Bitzfeld eingepfarrt! Diese Angabe stimmt nicht!
1803-1804 In Verrenberg gehen die Blattern (Pocken) um.
Zwischen dem ersten Todesfall am 23.12.1803 bis zum letzten am 23.03.1804 starben in Verrenberg neun Kinder an der Virusinfektion.
1806 Verrenberg verliert seine Selbstständigkeit als Amtsort des Oberamts Pfedelbach.
Mit dem Anfall an Württemberg wird es Filiale der Stabsschultheißerei Windischenbach und zählt 357 Einwohner.
Vor der Mediatisirung gehörten neun Haushaltungen zum Fürstenthum Hohl. Bartenstein, die übrigen zu Württemberg.
1808 In der Bevölkerungsliste von 1808 (Kirchenbuch) wird ein Johann Weiß (1745-1812) als Schulmeister genannt.
Folgende neun Herren sind als "Zwölfer" bennant: Georg Matthäus Krämer (1737-1814); Matthäus Krämer (1747-1826);
Johann Ludwig Carle (1760-1822); Johann Michael Hörger (1761-1841); Johann Peter Wenninger (1762-18??);
Johann Antonius Hörger (1765-18??); Gottlieb Mugele (1765-1833); Johann Peter Frank (1766-1832); Johann Georg Weber (1774-1838)
1809 Zu den Einquartierungen in Bitzfeld hat Herr Grieb folgendes aus den Kirchenbüchern ermittelt:
1809 auf dem Marsch nach Osten wurden französische Soldaten einquatiert:
  9./10. Oktober: 92 Mann + 8 Offiziere,
  11./12. Oktober: 194 Mann + 5 Offiziere
-   Diese hatten sich verhalten, als wären sie in Feindesland gewesen.
Waren auch in Verrenberg Truppen einquatiert?
1812 In Württemberg werden viele junge Männer zur Armee eingezogen, um an Napoleons Rußlandfeldzug teilzunehmen.
Wurden auch Verrenberger eingezogen?
Von Georg Matthäus Gebhard heist es: Starb als Soldat in Rußland.
Bei zwei Söhnen von Martin Täuber wird als Beruf Soldat genannt. Waren sie auch in Rußland?
14.12.1813 Russische Kavallerie wird in Verrenberg einquatiert. Bürgermeister Weber geht in dieser Sache auf das Öhringer Rathaus.
15.04.1814 Bürgermeister Weber beklagt in Öhringen übergriffe der Russischen Kavallerie. Es kommt zu Exzessen.
Die Truppen der Allianz (hier Russischen Kavallerie) gegen Napoleon hatten Typhus (Nervenfieber) eingeschleppt. Es gab von März bis Juni 1814 7 Typhustote in Verrenberg.

Zu den Einquartierungen in Bitzfeld hat Herr Grieb folgendes aus dem Bitzfelder Gemeindearchiv ermittelt:
Im Dezember 1813 bis Ende Mai 1814 waren es insgesamt - immer tageweise-: 3.300 Soldaten, 2.700 Pferde, 500 Offiziere: russische, österreichische, bayerische Soldaten und Kosaken.
Die alliierten Truppen verfolgten die französ.Armee nach Westen. Bitzfeld hatte damals 350 Einwohner und 50 Wohnhäuser.
1816/17 Mißernten haben 1816 und 1817 Hungerjahre zur Folge.
Einige Familien wandern nach Amerika aus. Was ist aus deren Nachkommen geworden?
1819 Carl August Theodor Fürst zu Hohenlohe und Waldenburg Bartenstein verkauft seinen Anteil an der Schäferei auf dem Lindelberg an die auch beteiligten Gemeinden Windischenbach, Vörrenberg und Buchhorn.
1820 Der Ort zählt nun 383 Einwohner mit 67 Wohn- und 40 Nebengebäude.
Die Schule ist oberhalb des Kirchenraumes untergebracht.
In der Pfarrbeschreibung wird unser Ort als "Vörrenberg" bezeichnet.
1824 Wieder selbstständige Schultheißerei des Oberamts Öhringen.
1831 Im Ort geht die Cholera um.
1833 Die erste systematische Vermessung der Gemeinde Verrenberg wird durchgeführt.
1833 Im Urkataster von 1833 wird als Eigentümer der Kirche bereits die polit. Gemeinde Verrenberg angegeben.
Der Verrenberger Friedhof ist nicht eingezeichnet!
1834 Es sind nun 377 Einwohner.
1840 Das Verrenberger RathsgebäudeDie Verrenberger Kirche wird umgebaut zum Bürgermeisteramt. Auch ein Schulsaal und ein Arrestlokal werden dort untergebracht.
Ein Lehrer unterrichtete in einem Raum sieben Jahrgänge (bis zu 76 Schüler!).
1844 Es werden 18 Handwerksbetriebe gezählt.
03.12.1849 Ein Brand in Verrenberg wird mit Hilfe Öhringer Löschmannschaften gelöscht.
1850 Ein Hagelunwetter richtet großen Schaden an. Das genaue Datum ist mir noch unbekannt. In der Literatur wird aber von schweren Hagelfällen am 28.Juni und 16.Juli 1850 in den Bezirken Weinsberg und Öhringen berichtet.
Am 24.Dezember 1853 wird folgendes berichtet:
In folge einer Aufforderung der Centralleitung des Wohlthätigkeitsvereins vom 21.Oktober des Jahres hat der Gemeinderath am 24. diß beschlossen, die Collektierung zu Gunsten der Hagelbeschädigten zu unterlassen, auf den Grund, weil die hiesige Markung vor drei Jahren ebenso von Hagelschlag beinahe ganz zerstört worden war, und dagegen auf keinen Schaden Ersatz für das Unglück an die hisiege Gemeinde verabreicht worden war.
Es wird das Versprechen gegeben, an den Samstagen keinen Mist zu fahren und einen Hagelfeiertag zu halten.
1851 wurden alle Zehntrechte abgelöst.
1853/54 Die Reste aller übrigen Dienste und Lasten wurden abgelöst.
Im Jahr 1853 gab es nur einen sehr geringen, 1854 gar keinen Ertrag in den Weinbergen.
1855 Im Buch "Statistisches Handbuch der evangelischen Volksschulen in Württemberg", 1855 findet sich folgendes zu verrenberg:

Das wesentliche Zusammengefasst:
Kleine Kirche ohne Orgel, in der wöchentlich vom Schulmeister Beetstunde gehalten wird. Es wird zur Früh-, Mittag- und Abend geläutet. Schülerzahl: 45. Das Lehrzimmer ist ordentl., hell, sonnenerl., in gleich. Stock mit dem Rathszimmer. Im obern Theil des Kirchleins.
Die Lehrerwohnung ist 20 Schritte entfernt und hat ein heizbares und zwei kalte Zimmer. Besoldung 240fl.,
Juni 1859 In einer "Einkommens-Beschreibung der Schulmeister-Stelle in Verrenberg" werden
396 Einwohner, 73 Familien und 50 Kinder gezählt.
1860 22% der Gemarkung sind Rebland (71 ha). Der Gemeindebesitz besteht aus 38 Morgen Weiden und Ödland.
04.02.1862 Eröffnung der Eisenbahnverbindung Heilbronn - Schwäbisch Hall. Diese wurde quer durch die Gemarkung Verrenberg gebaut. Baubeginn war vermutlich 1860. Die Bauern haben tagsüber auf der Baustelle Geld verdient, abends wurde dann in der Landwirtschaft gearbeitet.
Scheinbar war damals geplant einen Bahnhof in Verrenberg zu bauen, was aber scheiterte, weil ein Landwirt sich weigerte ein Grundstück zu verkaufen.
29.06.1864 In einer Zeitungsanzeige bittet B. Ass. Ganzenmüller um Spenden für den Bahnwärter Heimaier, dem eine Kuh verendet ist, die er 3 Tage zuvor um 70 fl. gekauft hatte.
1866 Zum Krieg wurden zwei Männer eingezogen. Sie kehrten gesund zurück.
1870 Im Württembergische Jahrbücher für Statistik und Landeskunde von 1870 findet sich eine Beschreibung von Verrenberg
1870/71 Zum Krieg wurden vier Männer eingezogen. Sie kehrten ebenfalls gesund zurück.
24.07.1871 Als Gefahrenherd für sittliche Verfehlungen wird die Tatsache angeführt, das für Schüler beider Geschlechter nur ein "Schulabtritt" vorhanden ist.
1871 Es werden 422 Einwohner gezählt.
1875/76 Der Schulsaal wurde erweitert, und so bis 1963 genutzt.
1879 Der Wagner Ritter aus Bitzfeld blieb 1879 beim pflügen an einem Stein hängen. Als er diesen entfernte, lag ein Bronzeschwert (Griffzungenschwert) von 61 cm länge vor ihm. Griffzungenschwert 1879 in Verrenberg gefunden
Obwohl der Fundort auf Verrenberger Markung war (Flur Zehnmorgen, Parzelle1439 u. 1440) wurde es in der Literatur als "Bitzfelder Schwert" bekannt. Heute befindet es sich unter der Inventar-Nummer 8134 im Württembergischen Landesmuseum.
Februar 1885 In einer "Einkommens-Beschreibung der Schulmeister-Stelle in Verrenberg" werden
448 Einwohner, 85 Familien (50 Bürger- und 35 Beisitzerfamilien) und 85 Schüler gezählt.
14.09.1890 Der Männergesangverein Liederkranz wird gegründet.
Es werden 444 Einwohner gezählt.
30.06.1897 Ein Jahrhundertunwetter richtet verheerende Verwüstungen an.
1897 Eberhard Schanzenbach, ein gebürtiger Verrenberger nun in Stuttgart ansässig, hilft den geschädigten des Jahrhundertunwetters.
Er veranstaltet in Stuttgart zwei Wohltätigkeitskonzerte und verkauft 6000 Exemplare einer kleinen Broschüre.
In der in alle Welt versande Schrift hatte er in Gedichtform die Schreckensnacht festgehalten.
1900 Durch die Industrialisierung fällt die Einwohnerzahl auf 379. Es werden 70 Wohnhäuser gezählt. Die Rebfläche beträgt 66 ha
In seiner Ausgabe vom 26.08.1900 berichtet der Le Figaro von einem Pferderennen in Baden Baden. Dort war auch ein Pferd namens Verrenberg am Start. Es konnte sich nicht plazieren. War es das Pferd von Fürst zu Hohenlohe-Öhringen?
1901 Missionare der Mormonen gehen von Haus zu Haus um Leute nach Amerika, zum Stammsitz der Sekte in Salt Lake City zu locken.
24.03.1905 In der Gemeinde wird Geld gesammelt um beim "K. Generaldirektion der Post und Telegraphen" einen Antrag stellen zu können, eine Telephonagentur einzurichten.
Es heißt weiter: Demnächst soll nun die Erbauung eines Gemeindebackhauses beschlossen werden.
1906 Das Gemeindebackhaus wird fertiggestellt.
1910 Es werden 355 Einwohner gezählt.
Am 14. Januar 1910 beschlossen 42 Gemeinden die Gründung des Gemeindeverbandes Überlandwerk Hohenlohe-Öhringen (Strom).
Eines der Gründungsmitglieder war Verrenberg.
1911 22 Häuser in Verrenberg wurden an das elektr. Netz angeschlossen. Insgesamt 68 Glühlampen gingen in Betrieb.
76 Schüler besuchen die Verrenberger Volksschule (Protokoll Ortschaftsrat 06.April 1911 S.190 )
1912 In 15 landwirtschaftlichen Gebäuden wurden 14 Motoren und 13 Glühlampen eingebaut.
06.07.1912 Der alte Schultheiß Bort sen. wird mit Dank aus dem Amt entlassen, sein Nachfolger I. Bort in sein Amt eingeführt.
1914/18 85 Männer wurden eingezogen, 31 kamen nicht zurück.
1925 Verrenberg um 1929
Es wurde ein Turnverein gegründet. Er hatte seine Räumlichkeit in einem Anbau an der Keltern gefunden.
Die Zeit nach 1933 setzte dem jungen Verein ein Ende.
Es werden 328 Einwohner gezählt.
1926-1936 Es wird in kleinem Umfang eine Feldbereinigung durchgeführt.
1933 Mit 306 Menschen wird ein Tiefstand erreicht. Auch die Rebfläche ist weiter zurückgegangen auf 51 ha.
1939 Es werden 312 Einwohner gezählt.
1939/45 22 Männer starben an der Front, 11 blieben vermißt.
13.04.1945 Besetzen amerikanische Truppen den Ort. Die Scheune von Johann Heinle brannte ab, nachdem ein SS-Mann sie mit einer Panzerfaust unter Feuer genommen hatte. In ein Haus schlug eine Granate ein.
14.04.1945 Es kam in Verrenberg, am gleichnamigen Berg, zu einem kurzen Gefecht, dabei fielen drei deutsche Soldaten.
1946 Der Stempel des Verrenberger Bürgermeisters
1947 Die TSG Verrenberg wird gegründet.
30.10.1948 Am 30.Oktober 1948 verfasste der Verrenberger Bürgermeister Wilhelm Carle für das Landratsamt einen Bericht über die letzten Kriegstage in Verrenberg.
1948 Die Gemeinde erhält wieder einen ständigen Lehrer.
Es gibt 48 Rinderhalter und Milchlieferanten in Verrenberg
1950 Durch die Aufnahme von Heimatvertriebenen (114 Personen) wächst die Zahl der Bewohner auf 422.
Verrenberg gehört mit zu den Gründern der Weinkellerei Hohenlohe in Pfedelbach.
1952 Ein amerikanischer Düsenjäger stürzt etwa 1 km südwestlich von Verrenberg ab. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten.
1954 Wurde die von Hand gegrabene Ortswasserleitung eingeweiht. Aus einem 8 m tiefen Grundwasserschacht auf der "Spatzenwiese" wird das Wasser in den 150 m3 fassenden Hochbehälter gepumpt.
Bei den Grabarbeiten wurden im Bereich des heutigen Kriegerdenkmals ein "Knüppeldamm" gefunden.
Da in diesem Bereich das Gelände sehr sumpfig war, hatte man in früheren Zeiten Hölzer quer zur Fahrtrichtung in die Straße eingelassen. So konnten die Fuhrwerke diesen Straßenabschnitt passieren, ohne einzusinken.
1956 Es werden 373 Einwohner gezählt.
1959 Bürgermeister Carle und seine Gemeinderäte beschließen den Bau einer zweiklassigen Schule.
1961 Nun sind es nur noch 346 Einwohner. Die Weinbaufläche sinkt auf 26 ha.
1963 Das neue Schulhaus, mit nun zwei Lehrkräften, wurde am 16.05.1963 am Klingenberg eingeweiht.
1965 Neben dem neuen Schulhaus wird ein Lehrerwohnhaus gebaut.
1966 Nur die Klassen 1-4 werden noch in Verrenberg unterrichtet, danach müssen die Schüler nach Öhringen.
Die Verrenberger Grundschule wird im Dezember der Öhringer Hauptschule angegliedert.
1970 Es werden 414 Einwohner gezählt.
01.02.1972 An diesem Tag verliert Verrenberg seine Eigenständigkeit - die Eingemeindung nach Öhringen erfolgt.
1972 Bei der Rebflurbereinigung wurden 20 ha umgelegt, Wege gebaut, 83000 Rebstöcke angepflanzt und ein Rückhaltebecken angelegt.
Es wird eine große Flurbereinigung durchgeführt.
1973 Die Ortsdurchfahrt und die Straße ins Neubaugebiet "Golberg" werden erneuert. Dabei werden beiderseits Gehwege angelegt. Auch Straßen Auserorts und in den Weinbergen werden teilweise erneuert.
25.05.1974 Gegen 14:30 Uhr bricht auf dem Anwesen des Landwirt Eugen Braun Feuer aus. Stallungen, Scheune, Schuppen und Silos werden zerstört.
Der Schaden wird auf ca. 300 000 DM geschätzt.
1975 Es werden 404 Einwohner gezählt.
1980 Der neue Sportplatz und ein von den Mitgliedern in Gemeinschaftsarbeit erstelltes Sortheim werden eingeweiht.
Es werden 465 Einwohner gezählt.
1983 Die Gemarkung von 416 ha wurde wie folgt genutzt:
222 ha Ackerland, 50 ha Wiesen, 33 ha Rebland, 2 ha Obstanlagen, 2ha Nutzgärten, 21 ha Wald, 10 ha Brach- und Ödland, 5 ha Gewässer,
71 ha Gebäude, Wege, Sportplatz, Eisenbahn usw.
Die Glocke im neu hergerichteten "Rathaus" läutet wieder.
1985 Es werden 553 Einwohner gezählt.
1987 Die Einwohnerzahl steigt auf 566 Personen.
1989 Vom 30. Juni bis 2. Juli wurden 725 Jahre Verrenberg gefeiert.
1990 Silke Michelberger wird in Stockholm Vize-Weltmeisterin im Voltigieren
1991 Silke Michelberger wird Deutsche Meisterin und Europameisterin in Bern
1991 Bei Ausgrabungen auf dem Golberg beobachtet P.Menzel im März 1991 von dessen Hochfläche aus im Gewann "Flur", ca. 500m W von Verrenberg in Parz.720/721 dunkle Verfärbungen. In diesem Bereich konnte er neun unverzierte vorgeschichtliche WS und eine kleine WS mit parallelen Riefen auflesen. Des Weiteren fanden sich neun Silexartefakte, darunter eine Klinge und ein Klingenfragment. Der Fundplatz war vorher nicht bekannt.
1992 Silke Michelberger wird zum zweiten Mal Vize-Weltmeisterin, diesmal in Heilbronn
1993 Anlässlich der "Heimattage Baden-Württemberg in Öhringen" wurde oberhalb von Verrenberg der "Feldgehölz- und Wildrosenpfad Golberg" angelegt
2002 Die Einwohnerzahl steigt auf 680 Personen.
Juli 2002 Letzte Kuh in VerrenbergDer letzte verbliebener Rinderhalter in Verrenberg, Fritz Hofmann, hört auf.
Eine Jahrhunderte alte Tratition ist beendet
03.10.2007 Wurde an der Stelle des ehemaligen Hofes Ungerer der neue Dorfplatz mit einer gemütlichen Hocketse eingeweiht
25.07.2011 Im Milchhäusle zeigt die TSG Verrenberg eine Ausstellung "100 Jahre elektrischer Strom in Verrenberg

31.05.-01.06.2014 Verrenberg feiert sein 750jähriges Jubiläum, verbunden mit der "Gläsernen Produktion".
16.07.2014 Ein Mord an einem 77 jährigen Mann sorgt für Schlagzeilen weit über die Region hinaus. Als Tatverdächtiger wird der Engel des Opfers festgenommen. Opfer und Tatverdächtiger stammen aus Kasachstan und lebten schon längere Zeit im Raum Öhringen.
Der Enkel wurde am 29.Januar 2015 zu lebenslänglicher Haft verurteilt.
19.08.2016 Die 43. Hohenloher Weinkönigin heißt Isabell Hütter. Die Verrenbergerin setzte sich bei der Wahl in der Criesbacher Kelter am Freitagabend gegen Verena Heyer aus Niedernhall durch.
Die neue Weinkönigin Isabell Hütter ist Studentin der Fahrzeugtechnik und war nach der Wahl sprachlos. "Ich habe darauf gehofft aber ich habe es nicht erwartet", sagte die frischgebackene Weinkönigin.
 
 

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Quellennachweis.

Buch "Öhringer Heimatbuch"
Buch "Öhringen, Stadt und Stift"
Hohenloher Zentralarchiv Neuenstein
Staatsarchiv Ludwigsburg
Buch "Amtliche Kreisbeschreibung: Der Landkreis Öhringen"; 1968
Buch "Ohrntaler Heimatbuch" von J. H. Rauser
Buch "Der Hohenlohekreis" 2006
Kirchenführer zur 750-Jahrfeier von Bitzfeld im Jahr 2010
Hohenloher Zeitung Juni 2011
Buch: "Lacrymae Paschales Hohenlohicae oder Historischer Bericht von denen in der ...", von Jacob Knapp, 1745