| 9.-11. Jh. | Vermutlich wurde Verrenberg in diesem Zeitraum gegründet. |
| 9.Jahrhundert | Vermutlich stand in Bitzfeld, an Stelle der heutigen Kirche, eine kleine hölzerne(?) - Vorgängerkirche. Diese Gegend wurde in dieser Zeit von Sülzbach aus christianisiert. Der Turm der heutigen Kirche wurde vermutlich um 1200 erbaut. |
| 1260 | Der Reichsschenk Walther von Limpurg vergibt das Patronalrecht der Kirche zu Bitzfeld an das Kloster Lichtenstern. Als Bitzfelder Filiale war hier Verrenberg auch betroffen. Der Reichsschenk Walther von Limpurg hatte das Patronatsrecht der Kirche in Bitzfeld "durch Eigentumstitel aus Erbnachfolge ... besessen." |
| 1264 | Reichsschenk Walter von Limpurg überlässt den 6. Teil seines Zehnten zu Bitzfeld, Verrenberg (Verhirberg) und Schwöllbronn dem Kloster
Lichtenstern mit der Bestimmung, dass diese Teilzehnten der Pfarrei Bitzfeld einverleibt werden. Zeugen: Dietricus plebanus in Halle,
Walterus plebanus in Tungintal, Otto viceplebanus in Halle, Conradus dictus Sturler. Wichtige Details zur ersten urkundlichen Erwähnung Verrenbergs gibt es auf einer weiteren Seite. |
| 1303-1313 | bertold von neideck, ritter hat zu lehen genommen das patronatsrecht der pfarrei in langenbeutingen
[kreis oehringen] und den zehnten in verrenberg [kreis oehringen] mit allen seinen zugehörungen. Quelle: Lehenbuch Hochstift Würzburg 1303-1313, s. 90 |
| 13.Jh. | Der Weiler Verrenberg gehörte im 13.Jh. den Herren von Hohenlohe. Ein Teil des Zehnten gehörte den Schenken von Limpurg (siehe die Schenkung von 1564). Ein weiterer Teil des Zehnten war als Weinsberger, seit 1450 Pfälzer Lehen im Besitz der von Neudeck und der von Adelsheim. Die Adelsheimer verpfändeten ihre Hälfte des Großzehnten 1544 an das Spital Öhringen; 1606 wurde daraus ein Verkauf auf Dauer. |
| 1337 | übergab Albrecht von Hohenlohe den Weiler Verrenberg dem Stifte Möckmühl. |
| 1345 | Die Weikersheimer Herrschaft schenkt dem Öhringer Stift einen Hof. |
| 1350 | gestattete Kraft von Hohenlohe und Frauwe Anna seine eheliche Hausfrauwe dem ehrbaren Manne, Meister Heinrich
von Heyngen, Chorherr zu Oringen, sein Gut zu geben an das Gotteshaus zu Oringen und namentlich seinen Hof gelegen zu Ferherberg. |
| 1356 | verkauft Götz von Roth, der Junge, an Herrn Engelhardt von Weinsberg alle seine Güter zu Verherberg um 14 Pfund Heller. |
| 1357 | hatte Hohenlohe sechs Güter, eine Kelter, neun Teilweingärten und neun Morgen Weinberg im Ort. |
| 1357 | gehörte Verrenberg zum hohenlohischen Amt Öhringen (Vogtei und Gerichtsbarkeit wurden gehandelt wie Waren) |
| 1368 | Engelhard v. Maienfels verkauft einen Eigenmann (Leibeigenen) aus Verrenberg an Engelhard v. Weinsberg |
| 1384 | Veräußert Appel von Crailsheim an an Herrn Engelhardt von Weinsberg die Kelter für 50 Pfund Heller. Weiterverkauf siehe 1402 |
| 1390 | Die Weikersheimer Herrschaft schenkt dem Öhringer Stift ein Gut. |
| 1392 | Ulrich Schultheiß, Bürger zu Hall, kauft von Hohenlohe Vogtei und Gerichtsbarkeit um 40 Goldgulden. |
| 1392 | Ulrich Schultheiß, verkauft der Gemeinde Verrenberg die Vogtgült und das Gericht. Die Gemeinde erwarb mit diesen besondern Rechten, einen für die Machtverhältnisse dieser Zeit ungewöhnlichen Freiraum. |
| 1398 | Fritz Küner von Verherberg bekennt, dass er zu einem rechten Erbe von Johann dem Krüffter, Vikarier, in der Gruft zu Öhringen, den Hof zu Verrenberg, den man nennet "Balmershof", bekommen hat; |
| 14.Jh. | Weinsberger Lehen am Ort gehörten im 14.Jh. den Familien von Ohrn, von Rinderbach, von Neudeck und von Adelsheim; deren Gerechtsname gelangten im 16.Jh. über Zwischenbesitzer an Württemberg und 1593 durch Kauf zum Teil an die Cappler von Ödheim. |
| 1402 | Herr Engelhard und Herr Konrad von Weinsberg verkaufen an Ulrich und Albrecht von Hohenlohe die Kelter zu Verrenberg und den Zehnten am Goldberg und etliche Güter zu Windischenbach um 200 Goldgulden auf ewige Wiederlösung. (siehe auch 1384) |
| 1438 | 1838 werden Engelhard und Albrecht von Neideck, Brüder, von Konrad von Weinsberg mit einem Teil des Zehnten zu Weinsberg und Verrenberg belehnt (HStA Stuttgart A 158 3314) |
| 1448 | Es gab 3 Keltern im Ort. |
| 1449 | Eberhard von Gemmingen gibt seinen Töchtern auch 2 Sim. von einer Wiese zu Verrenberg mit ins Kloster (Lichtenstern), die an das Kloster "Hoflin" anstößt. |
| 15./16.Jh. |
Dieses Sühnekreuz findet sich an der Straße nach Bretzfeld.Datierung: ca. 15./16. Jh. Vermutlich wurde an dieser Stelle ein Mensch erschlagen. Genaueres ist aber nicht überliefert. Siehe auch: Wilhelm Mattes - Öhringer Heimatbuch; Seite 287 |
| 1454 | Die Äbtissin (Kloster Lichtenstern) bessert dem Pfarrer von Bitzfeld die Pfründe u.a. mit des Klosters Anteil am Zehnt zu Verrenberg auf. |
| 1459 | Hans Lesch verkauft an Graf Kraft von Hohenlohe seine Gülten zu Verrenberg. |
| 1464 | Berchthold Hiller verkauft 1464 sechs Morgen Acker am Bitzfelder Weg |
| 1464 | Kf. Friedrich von der Pfalz belehnt Götz von Adelsheim mit dem Zehnt zu (Vorder- bzw. Hinter) Verrenberg, zwei Teilen am großen und kleinen Zehnt zu Unterohrn und einem sechstel am Zehnt zu Stackenhofen |
| 1473 | Die Äbtissin Constanzia von Bellendorff (Kloster Lichtenstern) verleiht an Peter Pfiffer von Verrenberg einen Weingarten daselbst gegen 1/3 des Ertrages, das er unter der Kelter dort geben soll. |
| 1478 | Frau Elisabeth von Hohenlohe stiftet einen Malter Dinkel von Gütern zu Verrenberg, die Peter Pfeifer dort inne hat |
| 1484 | verkaufen 2 Brüder von Neudeck der Witwe Sophie von Ellrichshausen, geb. von Neudeck (ihre Base) 1/4 aller Zehnten auf genannten Gärten daselbst, die sie vom Pfalzgrafen zu Lehen haben, auf Wiederlösung. |
| 1490 | Konz Eßlinger zu Verrenberg verkauft eine Wiese, gelegen hinten am Haus Rotts Hans, gehörig zu dem Hillershof. |
| 1507 |
verleiht Herzog Ulrich von Württemberg (Bild links) an Hans von Neudeck nach seines Bruders Tod dessen Anteil an Zehnt und
Gülten daselbst. |
| 1525 | Ein "Schönmichel" wird Wortführer der Verrenberger Bauern im Bauernkrieg. Diese ziehen mit den Bauern der anderen Dörfer nach Öhringen. |
| 15./Anf.17.Jh. |
Dieses Sühnekreuz findet sich am Weg nach Öhringen, am östlichen Ende des Verrenberg.Datierung: ca. 15./Anf.17.Jh. Sühnekreuze sollen die Erinnerung an den jähen Tod eines Menschen wach halten und die Vorübergehenden auffordern, für den Toten zu beten. Das Sühnekreuz war teil der Sühnemaßnahme, die dem Täter auferlegt wurden. Gilt so nur bei Totschlag, Mord wurde dagegen stets öffentlich bestraft. Siehe auch: Wilhelm Mattes - "Öhringer Heimatbuch"; Seite 287 Eva Maria Kraiss, Marion Reuter und Bernhard Losch: "... und erschlugen sich um ein Stücklein Brot" |
| 1553-55 | Bei der hohenlohischen Hauptlandesteilung kam Verrenberg zu Waldenburg. |
| 1556 | Die Reformation wurde durch die Herrschaft Hohenlohe eingeführt |
| 1562 | den sogenannten kleinen alten Zehnt aus dem Distrikt Flürle, bei dem es sich wohl um die Gemarkung einer abgegangenen Siedlung handelte, teilten sich 1562 Hohenlohe und das Spital Öhringen. |
| 1559-1612 | Taufen in dieser Zeit werden nicht in Bitzfeld, sondern in Öhringen gehalten, warum? Zeitweilig gilt das auch für Schwöllbronn (1579-1612) Besteht ein Zusammenhang mit dem Bitzfelder Pfarrer Laurentius Sohn (1558-1576) und dem Magistrat Gallus Mann (1576-1612), die dort im Amt waren? |
| 1606 | Die von Adelsheim verkaufen mehrere Eigenmänner (Leibeigene) aus Verrenberg an das Spital in Öhringen |
| 1609 | Die 3 Zergen heißen: "Am Gänsweg", "Im Geigersbühl" und "Im Sohlgrundt" |
| 1615 | Verrenberg kommt zur neuerstandenen Linie Pfedelbach. |
| 1623 | Eine Erbschenke wird erwähnt, die später als Gasthaus "Sonne" bezeichnet wird (und nicht die gegenüber liegende Linde, wie oft fälschlicher weise angenommen wird!). |
| 1618-1648 | Der dreißigjährige Krieg wütete im Ort. Ein übriges leistete die Pest in diesen Jahren. Als Folge finden sich in den Gült- und Lagerbücher bis 1740 oft öde Hofstellen. |
| 17. Jahrh. | Bei der Verteilung des Grundbesitzes fällt der sehr hohe unbelastete bäuerliche Eigenbesitz von 45% auf. |
| 1670 | Der Maler Creutzfelder fertigt eine Zeichnung Verrenbergs an. Darauf ist u.a. die alte Kapelle (an der Stelle des heutigen Rathsgebäudes) und die Dorfkelter zu sehen. |
| 1676 | Die Württemberger und das Kloster Lichtenstein waren Eigentümer des großen Zehnten. |
| 1680 | Aus der Zahl der Häuser kann man auf ca. 220 Einwohner schließen. |
| 1684 | Die 3 Zergen heißen 1684 und später: "Happach", "Langeneck" und "Krummerstaig" 36 Jahre nach Ende des dreißigjährigen Krieges kamen auf 44 bewohnte Häuser noch 20 ödgewordene. Der Gemeindebesitz besteht aus 2 Scheuern und etwas Grundbesitz. In 3 Keltern wird der Ertrag von 215 Morgen bzw. 22 Prozent der Gemarkungsfläche gepresst. |
| 1688 | wurde Hohenlohe im Verlauf der Raubzüge Ludwigs XIV. von Franzosen heimgesucht. |
| 1692 | fielen erneut die Franzosen ein |
| 1707 | schaedigte ein Reichsheer die Region |
| 1722 | Die Verrenberger Kapelle wird neu aufgebaut. |
| 1728 | Nach aussterben der Pfedelbacher Linie tritt Waldenburg-Bartenstein die Nachfolge an. |
| 28.10.1732 | "Hannß Michael Grabert" wird als Schultheiß in Verrenberg genannt (Taufeintrag des Johann Peter Weber) |
| 12.05.1738 | wurde die erste "Betstund" im neuerbauten Türmle zu "Vörrenberg" gehalten. |
| 1739 | bekammen die Verrenberger das alte Crucifix aus der Bitzfelder Kirche als Neujahrsgeschenk für ihren "Betsal". |
| 1760 | Württembergische Truppen lagern bei Öhringen. Auf der von ihnen angefertigten Karte ist auch Verrenberg zu finden. |
| 23.05.1769 | Johannes Weber wird als Schulmeister in Verrenberg genannt. |
| 1792 | Die Legion Mirabeau (auch Legion Hohenlohe genannt; Keinzelle der heutigen französischen Fremdenlegion)
zieht durch Verrenberg oder daran vorbei - Die Verrenberger läuten Sturm. Quelle: Waldenburger Heimatbuch S.24 |
| 1799-1804 | Im "Geographisches Lexikon 1799-1804" findet sich folgende Beschreibung: Verrenberg, in Urkunden Verherberg, von 9 Hohenlohe-Pfedelbachischen Haushaltungen (die übrigen sind Wirtembergisch) pfarrt in die Wirtembergische Pfarrey Schwabach, hat vorzüglich guten Getreid- und Weinbau Verrenberg war schon immer nach Bitzfeld eingepfarrt! Diese Angabe stimmt nicht! |
| 1806 | Verrenberg verliert seine Selbstständigkeit als Amtsort des Oberamts Pfedelbach. Mit dem Anfall an Württemberg wird es Filiale der Stabsschultheißerei Windischenbach und zählt 357 Einwohner. |
| 1808 | In der Bevölkerungsliste von 1808 (Kirchenbuch) wird ein Johann Weiß (1745-1812) als Schulmeister genannt. Folgende neun Herren sind als "Zwölfer" bennant: Georg Matthäus Krämer (1737-1814); Matthäus Krämer (1747-1826); Johann Ludwig Carle (1760-1822); Johann Michael Hörger (1761-1841); Johann Peter Wenninger (1762-18??); Johann Antonius Hörger (1765-18??); Gottlieb Mugele (1765-1833); Johann Peter Frank (1766-1832); Johann Georg Weber (1774-1838) |
| 1809 | Zu den Einquartierungen in Bitzfeld hat Herr Grieb folgendes aus den Kirchenbüchern ermittelt: 1809 auf dem Marsch nach Osten wurden französische Soldaten einquatiert: 9./10. Oktober: 92 Mann + 8 Offiziere, 11./12. Oktober: 194 Mann + 5 Offiziere - Diese hatten sich verhalten, als wären sie in Feindesland gewesen. Waren auch in Verrenberg Truppen einquatiert? |
| 1812 | In Württemberg werden viele junge Männer zur Armee eingezogen, um an Napoleons Rußlandfeldzug teilzunehmen. Wurden auch Verrenberger eingezogen? Von Georg Matthäus Gebhard heist es: Starb als Soldat in Rußland. Bei zwei Söhnen von Martin Täuber wird als Beruf Soldat genannt. Waren sie auch in Rußland? |
| 14.12.1813 | Russische Kavallerie wird in Verrenberg einquatiert. Bürgermeister Weber geht in dieser Sache auf das Öhringer Rathaus. |
| 15.04.1814 | Bürgermeister Weber beklagt in Öhringen übergriffe der Russischen Kavallerie. Es kommt zu Exzessen. Die Truppen der Allianz (hier Russischen Kavallerie) gegen Napoleon hatten Typhus (Nervenfieber) eingeschleppt. Es gab von März bis Juni 1814 7 Typhustote in Verrenberg. Zu den Einquartierungen in Bitzfeld hat Herr Grieb folgendes aus dem Bitzfelder Gemeindearchiv ermittelt: Im Dezember 1813 bis Ende Mai 1814 waren es insgesamt - immer tageweise-: 3.300 Soldaten, 2.700 Pferde, 500 Offiziere: russische, österreichische, bayerische Soldaten und Kosaken. Die alliierten Truppen verfolgten die französ.Armee nach Westen. Bitzfeld hatte damals 350 Einwohner und 50 Wohnhäuser. |
| 1816/17 | Mißernten haben 1816 und 1817 Hungerjahre zur Folge. Einige Familien wandern nach Amerika aus. Was ist aus deren Nachkommen geworden? |
| 1819 | Carl August Theodor Fürst zu Hohenlohe und Waldenburg Bartenstein verkauft seinen Anteil an der Schäferei auf dem Lindelberg an die auch beteiligten Gemeinden Windischenbach, Vörrenberg und Buchhorn. |
| 1820 | Der Ort zählt nun 383 Einwohner mit 67 Wohn- und 40 Nebengebäude. Die Schule ist oberhalb des Kirchenraumes untergebracht. In der Pfarrbeschreibung wird unser Ort als "Vörrenberg" bezeichnet. |
| 1824 | Wieder selbstständige Schultheißerei des Oberamts Öhringen. |
| 1833 | Die erste systematische Vermessung der Gemeinde Verrenberg wird durchgeführt. |
| 1833 | Im Urkataster von 1833 wird als Eigentümer der Kirche bereits die polit. Gemeinde Verrenberg angegeben. Der Verrenberger Friedhof ist nicht eingezeichnet! |
| 1834 | Es sind nun 377 Einwohner. |
| 1840 | Die Verrenberger Kirche wird umgebaut zum Bürgermeisteramt. Auch ein Schulsaal und ein Arrestlokal werden dort untergebracht.Ein Lehrer unterrichtete in einem Raum sieben Jahrgänge (bis zu 76 Schüler!). |
| 1844 | Es werden 18 Handwerksbetriebe gezählt. |
| 03.12.1849 | Ein Brand in Verrenberg wird mit Hilfe Öhringer Löschmannschaften gelöscht. |
| 1850 | Ein Hagelunwetter richtet großen Schaden an. Das genaue Datum ist mir noch unbekannt. In der Literatur wird aber von schweren Hagelfällen am
28.Juni und 16.Juli 1850 in den Bezirken Weinsberg und Öhringen berichtet. Am 24.Dezember 1853 wird folgendes berichtet: In folge einer Aufforderung der Centralleitung des Wohlthätigkeitsvereins vom 21.Oktober des Jahres hat der Gemeinderath am 24. diß beschlossen, die Collektierung zu Gunsten der Hagelbeschädigten zu unterlassen, auf den Grund, weil die hiesige Markung vor drei Jahren ebenso von Hagelschlag beinahe ganz zerstört worden war, und dagegen auf keinen Schaden Ersatz für das Unglück an die hisiege Gemeinde verabreicht worden war. Es wird das Versprechen gegeben, an den Samstagen keinen Mist zu fahren und einen Hagelfeiertag zu halten. |
| 1851 | wurden alle Zehntrechte abgelöst. |
| 1853/54 | Die Reste aller übrigen Dienste und Lasten wurden abgelöst. Im Jahr 1853 gab es nur einen sehr geringen, 1854 gar keinen Ertrag in den Weinbergen. |
| Juni 1859 | In einer "Einkommens-Beschreibung der Schulmeister-Stelle in Verrenberg" werden 396 Einwohner, 73 Familien und 50 Kinder gezählt. |
| 1860 | 22% der Gemarkung sind Rebland (71 ha). Der Gemeindebesitz besteht aus 38 Morgen Weiden und Ödland. |
| 04.02.1862 | Eröffnung der Eisenbahnverbindung Heilbronn - Schwäbisch Hall. Diese wurde quer durch die Gemarkung
Verrenberg gebaut. Baubeginn war vermutlich 1860.
Die Bauern haben tagsüber auf der Baustelle Geld verdient, abends wurde dann in der Landwirtschaft gearbeitet. Scheinbar war damals geplant einen Bahnhof in Verrenberg zu bauen, was aber scheiterte, weil ein Landwirt sich weigerte ein Grundstück zu verkaufen. |
| 29.06.1864 | In einer Zeitungsanzeige bittet B. Ass. Ganzenmüller um Spenden für den Bahnwärter Heimaier, dem eine Kuh verendet ist, die er 3 Tage zuvor um 70 fl. gekauft hatte. |
| 1866 | Zum Krieg wurden zwei Männer eingezogen. Sie kehrten gesund zurück. |
| 1870/71 | Zum Krieg wurden vier Männer eingezogen. Sie kehrten ebenfalls gesund zurück. |
| 24.07.1871 | Als Gefahrenherd für sittliche Verfehlungen wird die Tatsache angeführt, das für Schüler beider Geschlechter nur ein "Schulabtritt" vorhanden ist. |
| 1871 | Es werden 422 Einwohner gezählt. |
| 1875/76 | Der Schulsaal wurde erweitert, und so bis 1963 genutzt. |
| 1879 | Der Wagner Ritter aus Bitzfeld blieb 1879 beim pflügen an einem Stein hängen. Als er diesen entfernte, lag ein
Bronzeschwert (Griffzungenschwert) von 61 cm länge vor ihm.
Obwohl der Fundort auf Verrenberger Markung war (Flur Zehnmorgen, Parzelle1439 u. 1440) wurde es in der Literatur als "Bitzfelder Schwert" bekannt. Heute befindet es sich unter der Inventar-Nummer 8134 im Württembergischen Landesmuseum. |
| Februar 1885 | In einer "Einkommens-Beschreibung der Schulmeister-Stelle in Verrenberg" werden 448 Einwohner, 85 Familien (50 Bürger- und 35 Beisitzerfamilien) und 85 Schüler gezählt. |
| 14.09.1890 | Der Männergesangverein Liederkranz wird gegründet. Es werden 444 Einwohner gezählt. |
| 30.06.1897 | Ein Jahrhundertunwetter richtet verheerende Verwüstungen an. |
| 1897 | Eberhard Schanzenbach, ein gebürtiger Verrenberger nun in Stuttgart ansässig, hilft den geschädigten
des Jahrhundertunwetters. Er veranstaltet in Stuttgart zwei Wohltätigkeitskonzerte und verkauft 6000 Exemplare einer kleinen Broschüre. In der in alle Welt versande Schrift hatte er in Gedichtform die Schreckensnacht festgehalten. |
| 1900 | Durch die Industrialisierung fällt die Einwohnerzahl auf 379. Es werden 70 Wohnhäuser gezählt. Die Rebfläche beträgt 66 ha |
| 1901 | Missionare der Mormonen gehen von Haus zu Haus um Leute nach Amerika, zum Stammsitz der Sekte in Salt Lake City zu locken. |
| 24.03.1905 | In der Gemeinde wird Geld gesammelt um beim "K. Generaldirektion der Post und Telegraphen" einen Antrag
stellen zu können, eine Telephonagentur einzurichten. Es heißt weiter: Demnächst soll nun die Erbauung eines Gemeindebackhauses beschlossen werden. |
| 1906 |
Das Gemeindebackhaus wird fertiggestellt.Zuvor hatten die Verrenberger Bürger ohne eigenem Backofen die Möglichkeit, bei den Bäckern Dinger oder Lederer ihr Brot backen zu lassen. Um 1833 gab es noch bei den meisten Häusern einen kleinen eigenen Backofen. Dies scheint sich bis 1906 gründlich geändert zu haben, sonst würde dieses öffentliche Backhaus wenig Sinn machen. Bereits 1879 hatte der Gemeinderath den Verkauf dieses Grundstückes abgelehnt, um später an dieser Stelle ein Backhaus errichten zu können! |
| 1910 | Es werden 355 Einwohner gezählt. Am 14. Januar 1910 beschlossen 42 Gemeinden die Gründung des Gemeindeverbandes Überlandwerk Hohenlohe-Öhringen (Strom). Eines der Gründungsmitglieder war Verrenberg. |
| 1911 | 22 Häuser in Verrenberg wurden an das elektr. Netz angeschlossen. Insgesamt 68 Glühlampen gingen in Betrieb. 76 Schüler besuchen die Verrenberger Volksschule (Protokoll Ortschaftsrat 06.April 1911 S.190 ) |
| 1912 | In 15 landwirtschaftlichen Gebäuden wurden 14 Motoren und 13 Glühlampen eingebaut. |
| 06.07.1912 | Der alte Schultheiß Bort sen. wird mit Dank aus dem Amt entlassen, sein Nachfolger I. Bort in sein Amt eingeführt. |
| 1914/18 | 85 Männer wurden eingezogen, 31 kamen nicht zurück. |
| 1925 |
Es wurde ein Turnverein gegründet. Er hatte seine Räumlichkeit in einem Anbau an der Keltern gefunden. Die Zeit nach 1933 setzte dem jungen Verein ein Ende. Es werden 328 Einwohner gezählt. |
| 1926-1936 | Es wird in kleinem Umfang eine Feldbereinigung durchgeführt. |
| 1933 | Mit 306 Menschen wird ein Tiefstand erreicht. Auch die Rebfläche ist weiter zurückgegangen auf 51 ha. |
| 1939 | Es werden 312 Einwohner gezählt. |
| 1939/45 | 22 Männer starben an der Front, 11 blieben vermißt. |
| 13.04.1945 | Besetzen amerikanische Truppen den Ort. Die Scheune von Johann Heinle brannte ab, nachdem ein SS-Mann sie mit einer Panzerfaust unter Feuer genommen hatte. In ein Haus schlug eine Granate ein. |
| 14.04.1945 | Es kam in Verrenberg, am gleichnamigen Berg, zu einem kurzen Gefecht, dabei fielen drei deutsche Soldaten. |
| 1947 | Die TSG Verrenberg wird gegründet. |
| 30.10.1948 | Am 30.Oktober 1948 verfasste der Verrenberger Bürgermeister Wilhelm Carle für das Landratsamt einen Bericht über die letzten Kriegstage in Verrenberg. |
| 1948 | Die Gemeinde erhält wieder einen ständigen Lehrer. Es gibt 48 Rinderhalter und Milchlieferanten in Verrenberg |
| 1950 | Durch die Aufnahme von Heimatvertriebenen (114 Personen) wächst die Zahl der Bewohner auf 422. Verrenberg gehört mit zu den Gründern der Weinkellerei Hohenlohe in Pfedelbach. |
| 1952 | Ein amerikanischer Düsenjäger stürzt etwa 1 km südwestlich von Verrenberg ab. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten. |
| 1954 | Wurde die von Hand gegrabene Ortswasserleitung eingeweiht. Aus einem 8 m tiefen Grundwasserschacht auf der
"Spatzenwiese" wird das Wasser in den 150 m3 fassenden Hochbehälter gepumpt. Bei den Grabarbeiten wurden im Bereich des heutigen Kriegerdenkmals ein "Knüppeldamm" gefunden. Da in diesem Bereich das Gelände sehr sumpfig war, hatte man in früheren Zeiten Hölzer quer zur Fahrtrichtung in die Straße eingelassen. So konnten die Fuhrwerke diesen Straßenabschnitt passieren, ohne einzusinken. |
| 1956 | Es werden 373 Einwohner gezählt. |
| 1959 | Bürgermeister Carle und seine Gemeinderäte beschließen den Bau einer zweiklassigen Schule. |
| 1961 | Nun sind es nur noch 346 Einwohner. Die Weinbaufläche sinkt auf 26 ha. |
| 1963 | Das neue Schulhaus, mit nun zwei Lehrkräften, wurde am 16.05.1963 am Klingenberg eingeweiht. |
| 1965 | Neben dem neuen Schulhaus wird ein Lehrerwohnhaus gebaut. |
| 1966 | Nur die Klassen 1-4 werden noch in Verrenberg unterrichtet, danach müssen die Schüler nach Öhringen. Die Verrenberger Grundschule wird im Dezember der Öhringer Hauptschule angegliedert. |
| 1970 | Es werden 414 Einwohner gezählt. |
| 01.02.1972 | An diesem Tag verliert Verrenberg seine Eigenständigkeit - die Eingemeindung nach Öhringen erfolgt. |
| 1972 | Bei der Rebflurbereinigung wurden 20 ha umgelegt, Wege gebaut, 83000 Rebstöcke angepflanzt und ein Rückhaltebecken angelegt. Es wird eine große Flurbereinigung durchgeführt. |
| 1973 | Die Ortsdurchfahrt und die Straße ins Neubaugebiet "Golberg" werden erneuert. Dabei werden beiderseits Gehwege angelegt. Auch Straßen Auserorts und in den Weinbergen werden teilweise erneuert. |
| 25.05.1974 | Gegen 14:30 Uhr bricht auf dem Anwesen des Landwirt Eugen Braun Feuer aus. Stallungen, Scheune, Schuppen und Silos
werden zerstört. Der Schaden wird auf ca. 300 000 DM geschätzt. |
| 1975 | Es werden 404 Einwohner gezählt. |
| 1980 | Der neue Sportplatz und ein von den Mitgliedern in Gemeinschaftsarbeit erstelltes Sortheim werden eingeweiht. Es werden 465 Einwohner gezählt. |
| 1983 | Die Gemarkung von 416 ha wurde wie folgt genutzt: 222 ha Ackerland, 50 ha Wiesen, 33 ha Rebland, 2 ha Obstanlagen, 2ha Nutzgärten, 21 ha Wald, 10 ha Brach- und Ödland, 5 ha Gewässer, 71 ha Gebäude, Wege, Sportplatz, Eisenbahn usw. Die Glocke im neu hergerichteten "Rathaus" läutet wieder. |
| 1985 | Es werden 553 Einwohner gezählt. |
| 1987 | Die Einwohnerzahl steigt auf 566 Personen. |
| 1989 | Vom 30. Juni bis 2. Juli wurden 725 Jahre Verrenberg gefeiert. |
| 1990 | Silke Michelberger wird in Stockholm Vize-Weltmeisterin im Voltigieren |
| 1991 | Silke Michelberger wird Deutsche Meisterin und Europameisterin in Bern |
| 1992 | Silke Michelberger wird zum zweiten Mal Vize-Weltmeisterin, diesmal in Heilbronn |
| 2002 | Die Einwohnerzahl steigt auf 680 Personen. |
| Juli 2002 | Der letzte verbliebener Rinderhalter in Verrenberg, Fritz Hofmann, hört auf.Eine Jahrhunderte alte Tratition ist beendet |
| 03.10.2007 | Wurde an der Stelle des ehemaligen Hofes Ungerer der neue Dorfplatz mit einer gemütlichen Hocketse eingeweiht |